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Sex, Betrug, AffärenWarum können wir nicht anders?

Liebe ist eine grossartige Sache. Sex und Partnerschaft sowieso. Doch warum zerbrechen wir so oft an unseren Ansprüchen?

Was bedeuten Liebe und Treue in einer Zeit, in der man den Partner wechselt wie eine Krankenkasse?
von aktualisiert am 16. August 2018

Danke. Das Wort steht auf einem Plakat mit einem Herzen drauf. Ein Mann im grünen Pullover blickt in die Kamera. Grün ist die Hoffnung. Eine Frau in blauer Bluse lehnt sich an seine Brust und himmelt ihn an. Blau ist die Treue. Herz und «Danke» sind von einem roten Viereck gefasst. Rot ist die Liebe. Eine Farbe fehlt. Gelb.

Das Plakat wirbt für eine Website, die Partnerschaften vermittelt. Frau findet Mann und Mann findet Frau. Das Plakat nimmt das auf, wonach die Gesellschaft oder der grösste Teil davon strebt. Nach einer heterosexuellen Zweierbeziehung, die möglichst ein Leben lang hält. Das ist das Ideal.

Die Realität ist komplizierter. Bis vor kurzem wurde jede zweite Ehe in der Schweiz geschieden. Inzwischen sind es nur noch zwei von fünf. Warum? Sind weniger Scheidungen eine gute Nachricht oder eine schlechte? Was bedeuten Liebe und Treue in einer Zeit, in der man den Partner wechselt wie die Krankenkasse? In der man sich auf Plattformen wie Badoo Der Fall Die zwei Leben des Erich F. , Once oder Tinder einen Partner anlacht, auf Seitensprungzimmer.ch den Tatort bucht? Sich auf Onlinescheidung.ch für 460 Franken trennt und für 550 Franken scheiden lässt?

Für immer ist eine lange Zeit

«Trennen kann man sich immer. Man sollte ausloten: Wovon trenne ich mich denn?», sagt Andrea Brunner. Sie ist Paartherapeutin und Stellenleiterin der Beratungsstelle Scala in Solothurn.

Der Soll-Zustand, also das Ideal, wird von den Religionen bestimmt, sie geben den Tarif durch. Vor allem für die Strenggläubigen ist die Ehe der sofortige Ernstfall und das Paar gezwungen, bis in alle Ewigkeit zusammenzubleiben. Monogamie ist Pflicht, Sex ausserhalb der Ehe verboten. Untreue mussten seit je in allen Religionen mit schweren Strafen rechnen.

Ging beispielsweise ein Hindu fremd, verlor er zwei Stufen auf dem Weg zum Nirwana. Die Juden verwehrten dem Spross aus der ausserehelichen Verbindung und dessen Nachkommen die Aufnahme in die Glaubensgemeinschaft bis in die zehnte Generation. Die Christen peitschten Ehebrecher öffentlich aus, erlaubt waren 39 Hiebe. Oder sie hängten sie auf wie Mary Latham und James Britton im Amerika der nordeuropäischen Puritaner, 1644. Gläubige Buddhisten sahen sich wegen Ehebruchs Hunderttausende von Jahren in einem Topf in der Hölle schmoren, und strenge Muslime verpassten Mann wie Frau 100 Peitschenhiebe.

 

«Tinder ist für Frauen wie Fischen mit Dynamit: Kaum hat eine Frau ihr Profil aktiviert, steht eine Reihe Jungs vor der virtuellen Tür.»

Gülsha Adilji, Moderatorin

 

Der Ist-Zustand ist ein anderer. In der Schweiz dauert eine Ehe nicht mehr bis in alle Ewigkeit, sondern 15 Jahre, im Schnitt. Der häufigste Grund Liebeskiller Häufigste Trennungsgründe in Beziehungen für eine Scheidung ist Untreue, ausgelöst durch Langeweile, fehlende Zuwendung, Nachlässigkeit, höheren sexuellen Appetit Sexualität Wenn die Begierde einschläft , Ego-Probleme oder Lust auf Abwechslung.

«Es ist keine Schande mehr, sich zu trennen», sagt Therapeutin Brunner. Europaweit geben zwei von fünf Verheirateten an, eine Affäre zu unterhalten oder gehabt zu haben. «So viele Männer, so wenig Zeit», seufzte einst die Schauspielerin Mae West. Ihre jüngere Schweizer Kollegin, Moderatorin Gülsha Adilji, weiss aus eigener Erfahrung: «Tinder ist für Frauen wie Fischen mit Dynamit.» Kaum habe eine Frau ihr Profil auf der Flirt-App aktiviert, stehe schon «eine ganze Reihe Jungs» vor ihrer virtuellen Tür.

Merkwürdigerweise bekennen sich in allen Befragungen deutlich weniger Frauen als Männer zur Untreue, obwohl der Besuch beim Callboy C wie Callboy «Natürlich habe ich viel Erfahrung im Verführen» oder Callgirl genauso ausgeklammert wird wie gleichgeschlechtlicher Sex. Mit wem gehen sie denn fremd? Rechnen Männer ihr Ego und Frauen ihre Moral hoch? Die Statistik weist aus, dass ein Schweizer im Leben mit sieben Frauen, eine Schweizerin mit sechs Männern Sex hat.

 

75 % der Anrufe beim Privatdetektiv sind berechtigt: Der Verdacht auf Untreue bestätigt sich. 

 

Die Farbe Gelb, sie fehlt auf dem Plakat des Partnervermittlers. Sie steht für Eifersucht Eifersucht Was gegen das Gift der Liebe tun? , Neid, Enttäuschung, Unsicherheit, Schuld. Für die andere Seite der Zuneigung. Frauen rufen deutlich öfter den Privatdetektiv an. Sie wittern, ihr Gatte habe eine Geliebte. In drei von vier Fällen bestätigt sich der Verdacht auf Untreue, schreibt eine schweizweit tätige Detektei, die Untreuen nachstellt. Letztlich würden genauso viele Frauen fremdgehen wie Männer. Mit anderen Worten: Es wird wohl auf keinem anderen Gebiet so viel geprahlt, so viel verheimlicht und so viel gelogen. Meist geht es ums Geld, kombiniert mit der Rache für erlittene Kränkungen Kränkung Wie mit der Verletzung umgehen? .

Die Privatdetektive haben eine Liste der Auffälligkeiten erstellt, die Eifersüchtige hellhörig machen. Er oder sie arbeitet oft länger, macht sich öfter ohne ersichtlichen Grund hübsch, geht öfter unter einem Vorwand allein aus oder hängt ständig am Internet oder am Handy, mit Vorliebe im Badezimmer. Jeder Punkt für sich sei nicht alarmierend, aber alle zusammen nährten den Verdacht, das Gegenüber pflege eine Affäre, die in Frankreich «cinq-à-sept» heisst. Von fünf bis sieben Uhr abends ist die Ausrede plausibel, man habe länger im Büro bleiben müssen oder sei im Verkehr steckengeblieben.

Der Umgang mit Untreue

In Mitteleuropa werden verheiratete Politiker selten an den Pranger gestellt, wenn sie auf der Vespa zur Geliebten fahren wie ein abgewählter französischer Präsident. Das gilt auch für die Schweiz, die sich mit der Untreue öffentlicher Personen in aller Regel nicht langweilen mag und findet, die Beteiligten hätten lieber den Mund gehalten – und die Medien sowieso.

Bevor die Scheidung juristisch wie kirchlich möglich war, nahmen die Eheleute einen Seitensprung hin, weil ihnen gar nichts anderes übrigblieb. Ein gutes Sittenbild malt die Operette «Die Fledermaus», die 1874 in Wien uraufgeführt wurde. Im Zentrum stehen eine Ehefrau, die sich zum Zeitvertreib den Gesangslehrer einverleibt, und ihr Gatte, der auf dem Maskenball wieder einmal heftig mit einer Fremden flirtet. Das Ganze fliegt auf. Die Fremde ist seine Frau. Doch statt sich zu bekriegen, arrangiert sich das Paar und lebt eine Art offene Beziehung, ohne dass dies ausgesprochen wurde.

 

40 % der Verheirateten in Europa geben an, eine Affäre zu haben oder gehabt zu haben. 

 

Später war eine Scheidung teuer, der Frau drohte der finanzielle wie soziale Abstieg. Ums Jahr 1900 wurden in der Schweiz bloss drei von 100 Ehen geschieden. Heute ist jede Scheidung ein Fall für zwei Trennung Getrennte Wege, gemeinsames Ziel . Zwei Mieten, zwei Haushalte sind teuer, vor allem wenn Kinder da sind Sorgerecht «Die Eltern müssen umdenken» . Nicht selten landet der eine oder die andere oder beide bei der Sozialhilfe.

Sibyl Kramer und Simon Mäder, Andrea Brunners Kollegen in der Beratungsstelle Scala in Solothurn, haben drei Zeitpunkte ausgemacht, die Paaren Anlass geben, sich einen Kick zu suchen. Die Geburt des ersten Kindes. Der Auszug der Kinder. Und die Pensionierung AHV Ehepaar-Rente Lohnt sich eine Scheidung? .

Dann stellen sich viele die Frage: War das alles? Oder: Will ich das weiterhin? Jede Zweite beantwortet diese Fragen in der Beratung mit Nein und ruft erst mal nach Scheidung. «Es sind hauptsächlich die Frauen, die die Agenda der Veränderung in der Hand halten», weiss Therapeutin Kramer.

Der lusttötende Alltag

Nach der Geburt ist die Frau körperlich vor allem mit dem Kind und mit Stillen beschäftigt. «Das ist für einen Mann eine grosse Herausforderung, weil er vorher allein mit der Frau war. Und nun ist da etwas Drittes dazwischen, und das Dritte nimmt auch körperlich einen grossen Platz ein. Diese Krise wird bei beiden ausgelöst Partnerschaft Kind da, Liebe weg », sagt Sibyl Kramer.

Die australische Autorin Kathy Lette schildert den Alltag so: «Der Schrecken müder Mütter heisst die Hand: Unaufhaltsam kommt sie über das Fixleintuch gekrochen. Es sieht ganz so aus, als glaube der Herr Gemahl – der den ganzen Abend kein Wort an seine Frau gerichtet, geschweige denn beim Geschirrspülen geholfen hat –, sie sei jetzt in Stimmung, es sich von ihm besorgen zu lassen. Tatsächlich ist sie in Stimmung, es ihm zu besorgen: mit einem Tranchiermesser.» Und weiter: «Nichts ist erregender für eine arbeitende Mutter als der Anblick ihres Mannes bei der Hausarbeit. Ausserdem ist es wissenschaftlich erwiesen, dass noch keine Frau ihren Mann erschossen hat, während er staubsaugte.»

Und wie kommt man aus dieser Krise heraus? «Das Kind wird grösser. Der Faktor Zeit spielt eine grosse Rolle. Auch bei einer Dreierkonstellation. Wenn die Aussenbeziehung eine gewisse Zeit gedauert hat, sieht man das Ganze schon etwas anders», sagt Simon Mäder. Mit der Zeit verliert selbst das Verbotene seinen Reiz. «Eins ist sicher: Auch bei den Affären kommt der Alltag. Dieser ist ein grosser Teil unseres Lebens», sagt Andrea Brunner.

Der unstillbare Hunger

Warum fällt es vielen so schwer, treu zu sein? Der Römer Lukrez beobachtete zu Beginn unserer Zeitrechnung, dass Verliebte besessen sind vom anderen Menschen. Sie sind vernarrt ineinander und unfähig, sich gegen den unstillbaren Hunger zu wehren, der ihr Herz aufzehrt. Die körperliche Vereinigung, oft heftig und leidenschaftlich, bringt nur eine kurz anhaltende Erlösung, weil Liebende stets noch mehr voneinander wollen. So beschreibt man eine Sucht, einen Wahn.

Auch ein One-Night-Stand kann zu dauerhafter Nähe und einem möglichen Drama führen. «Über der Sexualität hängt immer ein Verhängnis, sonst wäre sie nichts weiter als Fortpflanzung», sagte jüngst der deutsche Autor Bodo Kirchhoff in einem Interview. Therapeutin Kramer: «Leute, denen die sexuelle und emotionale Treue nicht wichtig ist, kommen nicht zu uns. Die sagen: ‹Hauptsache, du bist noch bei mir.› Sie arrangieren sich. Aber jede Beziehung hat eine Dynamik. Man kann nicht vorhersehen, wie man reagiert, wenn jemand untreu wird. Untreue allein gibt es nicht. Das ist immer ein Paket, in dem viele andere Dinge stecken.»

Die verhängnisvolle Krankheit

Die ersten Gedichte der Ägypter beschrieben Liebeskummer Liebeskummer Der volle Schmerz vor über 3500 Jahren als Krankheit. Heutzutage macht man sich darüber lustig, hält ihn für pubertär, vorübergehend und lächerlich und singt: «Liebeskummer lohnt sich nicht, my Darling!» Sehr zu Unrecht. Liebe, die nicht erhört wird, lässt Menschen tödlich verletzt zurück. Manche, vor allem jüngere, scheiden aus Verzweiflung über die Ablehnung aus dem Leben. Andere töten das Objekt ihrer Begierde aus sexueller Eifersucht.

Doch kaum sind Liebende ernüchtert, verheiratet und drücken die vollen Windeln in den Abfallsack, dreht sich ihr Alltag um die Verdauung, das Ohrenweh und die ersten Zähne ihres Nachwuchses. Wie war das Paar denn unterwegs, bevor das Kind kam? «Man muss über die Gefühle sprechen, bei denen man sich ertappt. Auch wenn man den anderen nicht belasten und nicht sagen will: ‹Ich hätte gern wieder mal Sex Partnerschaft «Ich habe keine Lust auf Sex» .› Das muss Platz haben. Man muss die eigenen Wünsche formulieren und nicht immer hintanstellen, auch wenn sie nicht in Erfüllung gehen», sagt Therapeut Simon Mäder.

 

«Ich bin ebenso beratungsresistent wie meine Klienten. Ich habe noch nie einen Ratschlag umgesetzt. Noch nie, glaube ich.»

Klaus Heer, Paartherapeut

 

Eine Beziehung, die welkt, muss man nicht um jeden Preis retten. Der Berner Paartherapeut Klaus Heer trennte sich nach 30 Jahren Ehe von seiner Frau. «Seit ich mittendrin gesteckt habe, ist meine Arbeit mit Paaren am Rande einer Scheidung von mehr Empathie begleitet», sagte er. Heer schmiss 25 Laufmeter Ratgeberbücher weg. «Ich bin ebenso beratungsresistent wie meine Klienten. Ich habe noch nie einen Ratschlag umgesetzt. Noch nie, glaube ich.»

Heer beobachtet vor allem bei Männern, dass sie oft ohne einen guten Freund durchs Leben gehen. «Und wenn es hart und heftig wird, haben sie niemanden zur Seite.» Im ersten Jahr nach einer Trennung sterben mehr als doppelt so viele Männer, wie statistisch zu erwarten wäre. Vor allem wegen Herzproblemen. Oder sie nehmen sich das Leben. «Bei Frauen gibt es keinen vergleichbaren Effekt», sagt Heer.

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Grosse Hoden, kleine Hoden

Die Konzepte der gelebten Monogamie sind nicht unspannend – auch nicht bei den Tieren Paarung Tierische Triebe . Da sind die Eifersüchtigen wie die hasengrossen Dikdiks, eine afrikanische Antilopenart. Das Männchen überwacht jeden Schritt des Weibchens. Dann die Dauerrammler wie der Campbell-Zwerghamster, der in Asien lebt. Seine Geliebte ist ständig schwanger und wirft in einem einzigen Jahr 18-mal bis zu neun Junge. Keine Chance für einen Widersacher, sich erfolgreich zu nähern. Oder die Verrückten wie der Furchenhornvogel. Bei denen lässt sich das Weibchen in ein Nestloch einmauern oder tut das gleich selbst, bis bloss noch der Schnabel aus dem Loch guckt. Das Männchen schleppt über 100 Tage lang das Futter für die Familie herbei und würgt es dem Weibchen aus dem Schlund in den Magen.

«Die Evolution wird die Monogamie als Strategie für alle Mitglieder einer Population nur dann hervorbringen, wenn sie im Interesse sowohl der Männchen wie der Weibchen liegt», schreibt Biologin Olivia Judson in «Die raffinierten Sexpraktiken der Tiere». Und wenn treue Paare mehr Nachwuchs haben als untreue.

 

6 Männer haben Schweizerinnen im Leben laut Statistik als Sexpartner. Bei den Männern sind es 7 Frauen. 

 

Ein Blick auf die Testikel (Hoden) lässt den Schluss zu, dass treuere Tierarten wie Gorillas kleinere Hoden haben als solche, die einem hohen Risiko ausgesetzt sind, den Kampf der Spermien zu verlieren. Dazu zählen die Schimpansen oder die Bonobos, die als unsere nächsten Verwandten gelten. An beiden hängen gewaltige Testikel. Und beide geben sich gern der Lust hin. Was sagt das über den Menschen aus, wenn überhaupt? Männer haben mittelgrosse Hoden, weisen also ein kleines bis mittelgrosses Risiko auf, den Kampf der Spermien zu verlieren. Zudem sind Männer und Frauen etwa gleich gross. Das spräche für eine überwiegend monogame Art. Doch das ist reine Spekulation.

Die offene Beziehung

Zu den schärfsten Kritikern des Konzepts Monogamie zählt der Schweizer Psychologe Tim Wiesendanger. Solche lebenslangen oder zumindest langjährigen Beziehungen seien für manche Menschen nicht geeignet, und diese sollten auch keine eingehen. «Für sie ist Monogamie schlicht vergebliche Liebesmüh», schreibt er in «Abschied vom Mythos Monogamie». Das Buch ist ein wütendes Manifest zur Befreiung des Menschen aus dem Korsett des Hollywood-Kitsches, der ewige treue Zweisamkeit vorgaukelt.

Wie lange man es mit einem anderen Menschen in sexueller Ausschliesslichkeit aushalte, sei keineswegs die entscheidende Frage, um daraus seine oder ihre Beziehungsfähigkeit abzuleiten, schreibt Wiesendanger. Er führt dem Leser die Bonobos als Modell für eine friedfertige Welt vor Augen, da keine althergebrachte Sexualmoral ihre ungezügelte Lustbefriedigung in Frage stelle: «Alle Gruppenmitglieder kümmern sich um den gesamten Nachwuchs – auch dies ein Faktum, das uns Menschen zu denken geben und zum Handeln für eine ganz gewiss befriedete Welt führen müsste.»

Andere Therapeuten raten zur Zurückhaltung. In einer «offenen» Beziehung gebe es stets Gewinner und Verlierer, es gelte, sich juristisch abzusichern Eherecht Was gilt rechtlich in der Ehe? . Dazu raten auch erfahrene Scheidungsrichter. Bevor man sich binde, solle man im Ehevertrag festhalten, was wem gehöre. Zudem müsse man während der Ehe eine Buchhaltung führen, dann seien die Ansprüche geklärt, wenn es zu einer Scheidung komme.

Doch genau das tut kaum ein verliebtes Paar, das auf Wolke sieben ins Abenteuer Ehe gleitet und sich ewige Treue geschworen hat.

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René Ammann, Redaktor

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