«Letzte Woche sassen zwanzig im Zug, diese Woche etwa vierzig», sagt der Kondukteur der Zentralbahn nach Engelberg OW. Seine Worte hallen durch den Waggon. Auf dem Bildschirm folgt still eine Corona-Meldung auf die andere. Das Virus beherrscht die Welt. Der zweitletzte Passagier verlässt den Zug in Wolfenschiessen, Halt auf Verlangen. Sein Bier ist leer, zum Abschied drückt er die Dose ins Abfallkübelchen. Ein Desperados.

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So desperado, verzweifelt, wirkt Oscar Wetterblad nicht. Auch wenn die Dorfstrasse von Engelberg fast menschenleer ist. Der Duft seiner Kaffeerösterei lässt die wenigen Leute auf dem Bike schnuppern und stoppen. Es ist frisch, aber nicht kalt, und Samstag, 14  Uhr. Dann öffnet Oscar für wenige Stunden seinen Laden.