So vertreiben Sie Ameisen aus dem Haushalt

Quelle: Iwon Blum

Ameisen Ameisen Starke Beine, guter Riecher leben in Staaten, die Ameisenvölker sterben im Winter jedoch nicht. Wer hierzulande in Garten oder Küche auf eine Ameise trifft, hat es sehr wahrscheinlich mit einer flügellosen Arbeiterin der Gattung Lasius zu tun. Sie versorgen ihre Königin und die Larven mit Futter.

Von Mai bis August kann man auch geflügelten Exemplaren begegnen: Die künftigen Königinnen und die Männchen schwärmen zum Hochzeitsflug aus. Die Männchen sterben bald darauf, die befruchteten Weibchen versuchen, neue Völker zu gründen.

Einheimische Ameisen sind ungefährlich und übertragen keine Krankheiten. Ihre Neigung, in Scharen aufzutreten, kann jedoch bei einigen Menschen Ekel auslösen. Diese nützlichen Tiere einzeln zu töten ist zwecklos, da die Völker aus mehreren tausend Arbeiterinnen bestehen und der Nachwuchs stetig folgt. Erfolgversprechender ist, es ihnen etwas ungemütlicher zu machen:

  • Üben Sie sich in Geduld – oft verirren sich Ameisen nur im Frühling ins Haus: Wenn das Futter draussen noch knapp ist, greifen sie gern auf unsere Fleisch- oder Zuckerwaren zurück. Sobald sich draussen das Angebot bessert, verschwinden sie meist von selbst.
  • Bewahren Sie Lebensmittel gut verschlossen auf.
  • Dichten Sie Fenster und Türen ab Fenster Die sind ja nicht ganz dicht .
  • Ameisen sind sehr geruchsempfindlich. Sie lassen sich meist vertreiben, wenn man ihnen frische Triebe oder zerriebene Blätter von Lavendel, Thymian, Majoran oder Pfefferminze in den Weg streut. Auch mit Zimt- oder Chilipulver können Sie den Tieren klare Grenzen setzen. Bis alle Arbeiterinnen das kapiert haben, kann es aber eine Weile dauern.
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Spezialfall Pharaoameise: Hilfe vom Profi muss her

Quelle: Iwon Blum

Ein Spezialfall ist die zwei Millimeter kleine Pharaoameise. Diese bernsteingelben, aus Asien stammenden Tiere kommen hier nur in beheizten Gebäuden vor. Ihre Bekämpfung müssen Fachleute übernehmen, da die Tiere Krankheitskeime übertragen und sogar mit Gift nicht zu vertreiben sind.

Wie man Schaben wieder loswird

Quelle: Iwon Blum
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Haben Sie im Frühling oder im Sommer schon einmal einen kleinen Schock erlitten, weil am helllichten Tag eine Schabe ungeniert über Ihren Küchenboden spazierte?

Keine Sorge: Das war vermutlich keine Kakerlake, sondern eine harmlose einheimische Waldschabe, die froh ist, wenn man ein Fenster öffnet, damit sie aus der Wohnung fliegen kann. Sie würde dort nicht überleben.

Tropische Schaben, auch Kakerlaken genannt, hingegen sind scheu, dämmerungs- und nachtaktiv und verstecken sich bei Einschalten des Lichts. Viele Arten wie die Deutsche Schabe, mit der die arme Waldschabe oft verwechselt wird, können trotz Flügeln nicht fliegen. Tropische Schaben werden in Warenlieferungen oder Feriengepäck eingeschleppt – Putzen und Insektizide nützen nichts, die Bekämpfung müssen Fachleute übernehmen .

Das hilft gegen Lebensmitelmotten

Quelle: Iwon Blum

Der häufigste Vorratsschädling ist die Lebensmittelmotte. Dieser kleine Schmetterling kommt nicht von draussen in die Wohnung geflogen und entsteht auch nicht wegen mangelnder Reinlichkeit, sondern wird über befallene Vollkornprodukte oder über Tierfutter eingeschleppt.

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Die Tierchen sind ungefährlich, ihr einziger Makel besteht im Verhalten des Nachwuchses: Einmal in unserem Vorratsschrank, bedienen sich die gelbweissen Mottenlarven gern bei Müesli, Schokolade, Nüssen, Trockenfrüchten, Mehlwaren oder Getreide. Sie fressen sich durch Kunststofffolien und dünne Kartons und quetschen sich auch durch nur lose verschlossene Schraubdeckel.

  • Befallene Lebensmittel erkennt man an Kotklümpchen und feinen Gespinstfäden – sie sollten gleich in der Mülltonne ausserhalb der Wohnung entsorgt werden.
  • Nach einem Befall sollten Sie den Vorratsschrank ausräumen, alle Ritzen gründlich absaugen, um alle Eigelege zu erwischen, und den Schrank dann gründlich mit Essigwasser auswaschen. Anschliessend gut trocknen.
  • Alle für Motten interessanten Lebensmittel sollten Sie in dicht schliessenden Dosen und Gläsern mit Gummiring aufbewahren – hat man sich die Viecher eingeschleppt, können sie so zumindest nicht aus dem Behälter raus und auf andere Vorräte übergreifen.
  • Duftöle wie Lavendel oder Zeder im Schrank vertreiben die ausgewachsenen Motten auf der Suche nach einem Ablageplatz für die Eier.

So schützen Sie Ihre Kleider vor Kleidermotten

Quelle: Iwon Blum
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Die Larven der Kleidermotte frassen schon die Fellbekleidung der Steinzeitmenschen löchrig. Die Nachkommen eines einzigen Weibchens können im Jahr mehrere Kilo Wolle oder Pelzhaare vertilgen, Kunst- und Pflanzenfasern wie Baumwolle interessieren sie dagegen nicht. Kleidermotten sind lichtscheu und meist in der Dämmerung oder in der Nacht aktiv. So vermiesen Sie der Kleidermotte die Ansiedlung in Ihrem Schrank:

  • Nur saubere, trockene Textilien in den Kleiderschrank legen.
  • Ein Säckchen mit Lavendelblüten zwischen den Wäschestapeln wirkt vorbeugend und verleiht zudem der Wäsche einen angenehmen Duft. Auch der Duft von Zedernholz schreckt sie ab (einmal im Monat mit Sandpapier aufreiben).
  • Stellen Sie fest, dass Kleidungsstücke befallen sind, waschen Sie die befallenen Textilien so heiss wie möglich. Oder legen Sie sie für einige Tage bei mindestens minus zehn Grad in die Tiefkühltruhe. Dann gründlich ausschütteln und bügeln. Durch die Temperaturschwankungen sterben Eier und Larven.
  • Räumen Sie den Schrank aus und reinigen Sie alle Ritzen und Ecken gründlich mit dem Staubsauger. Dann waschen Sie den Schrank mit Essigwasser aus und trocknen gut nach. Verzichten Sie auf Schrankpapier.

So beseitigen Sie Silberfischchen

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Das Silberfischchen ist ein flügelloses, lichtscheues Insekt, das sich wie ein Fisch schlängelnd fortbewegt, was ihm vermutlich zu seinem Namen verholfen hat. Es gehört zu den Ur-Insekten, das heisst, es hat sich seit rund 300 Millionen Jahren kaum verändert.

Silberfischchen sind absolut harmlos, tummeln sich gern in Küche und Bad oder unter Teppichen. Da sie gern Hausstaubmilben fressen, die bei manchen Menschen Allergien auslösen, sind sie sogar nützlich und sollten – sofern sie nicht in grossen Mengen auftreten – geduldet werden. Doch selbst das Vorkommen ganzer Schwärme hat etwas Gutes: Die menschlichen Bewohner sind nun gewarnt, dass in der Wohnung ein ernsthaftes Feuchtigkeitsproblem und Schimmelrisiko Lüften Mit dem Schimmel kommt der Zoff besteht, was im Gegensatz zu den Tierchen gesundheitsschädlich ist. Wenn Sie das Feuchtigkeitsproblem lösen, verschwinden auch die Silberfischchen. Wenn Sies eilig haben, helfen auch folgende Tricks:

  • Duftstoffe wie Zitronen- und Lavendelöl halten diese Tiere fern.
  • Man kann ihnen auch eine geriebene Kartoffel auf einem Stück Papier anbieten: Die Fischchen kriechen nachts unter die Kartoffel und können morgens samt Gemüse entsorgt werden.

Wie man Spinnen vertreibt

Quelle: Iwon Blum
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Spinnen sind keine Insekten, fressen solche jedoch in grossen Mengen. Die häufigste Mitbewohnerin ist die Hauswinkel- oder Kellerspinne, die knapp zwei Zentimeter gross und mehrere Jahre alt werden kann. Menschen kann sie nichts anhaben.

Behandeln Sie Spinnen pfleglich – bessere Insektenvertilger gibt es nicht. Wenn Sie die Tiere im Haus nicht dulden wollen, können Sie ein Glas über sie stülpen, ein Blatt Papier darunterschieben und sie ins Freie tragen.

Hilfsstellen zur Schädlingsbekämpfung

Insektengift sollte nur in wirklich störenden Fällen und nach Beratung zum Einsatz kommen, zumal es auch für Mensch und Haustier nicht unbedenklich ist und die unsachgemässe Verwendung keine Wirkung hat – zumindest nicht für die Insekten.

 

  • Die Beratungsstelle Schädlingsbekämpfung des Zürcher Gesundheits- und Umweltdepartements bietet den Einwohnern der Stadt Zürich kostenlose Beratung und Insektenbestimmung: Telefon 044 412 28 38, Montag bis Freitag, 13.30 bis 14.30 Uhr; www.stadt-zuerich.ch
     
  • Auch das Gesundheitsinspektorat der Stadt Bern berät Geplagte: www.bern.ch
     
  • Ratsuchende aus dem Kanton Luzern werden von der Umweltberatung Luzern beraten: umweltberatung-luzern.ch

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Christian Gmür, Content Manager Ratgeber

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