Es war eine einfache Frage, die zum Eklat führte. Ob er die vielen Stunden, die er über die Kurz­arbeit hinaus schufte, irgendwann einziehen könne, wollte er von der Geschäftsleitung wissen. Denn trotz der Reduktion auf 80 Prozent war der Büroangestellte zu 100 Prozent im Einsatz. Die Aufträge waren wegen Corona nur unbedeutend eingebrochen.

Es war weniger der Inhalt der Frage, die den Chef erzürnte – sondern dass er sie per Mail gestellt hatte. Über Kurzarbeit dürfe niemals schriftlich kommuniziert werden, musste der direkte Vorgesetzte seinen Untergebenen rügen – natürlich mündlich. Bei einer Kontrolle könne es sonst Probleme für die Firma geben. Und dies wolle doch niemand.