Rund um das Schloss Tarasp sind in den Schnee gewalzte Bahnen zu erkennen. Ein Schild markiert den Abschlag. Platzbetreiber Erich Jaeger steckt ein farbiges Gummihütchen in den weichen Schnee. Sorgfältig platziert er seinen neongrünen Golfball darauf. Bald treiben wir unsere Bälle über die Bahn und ver­suchen, den Tiefschnee links und rechts zu meiden, wie sonst die Sandbunker und Wasserhindernisse. Dann treffen wir in einen mit Fähnchen markierten Kreis. Den Zielbereich kennen wir vom Sommergolf als «Green» – hier heisst er freilich «White». Endlich landet der Ball im Loch.

Seit vielen Jahren präpariert Erich ­Jaeger hier mit seinen Helfern ab einer Schneehöhe von 30 Zentimetern die neun Bahnen – den einzigen durchgehend bespielbaren Schneegolfplatz der Schweiz.

Für Wintergolf muss man nicht Klubmitglied sein – und die Regeln sind wegen der etwas schwierigeren Rahmenbedingungen nicht so streng. So darf man jeden Ball immer wieder aufs farbige Hütchen legen.

Alles in allem ein spezielles Sporterlebnis im Schnee: für Einsteiger, Sommergolfer – und solche, die es werden wollen.

Anreise: Mit der Rhätischen Bahn bis zum Bahnhof Scuol-Tarasp, mit dem Postauto zur Anmeldung fürs Golfen zum Hotel Villa Maria nach Vulpera, Station Villa Maria, dann zum Golfplatz nach Tarasp, Station Fontana, zehn Gehminuten bis zum Schloss Tarasp. Mit dem Auto über Landquart und weiter, je nach den Schneeverhältnissen, über den Julierpass oder durch den Vereinatunnel nach Scuol-Tarasp.

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Öffnungszeiten: Täglich, solange es die Wetterverhältnisse erlauben. Für eine Runde braucht man rund 1,5 Stunden.

Kosten: 25 Franken pro Person, Anmeldung im Hotel Villa Maria, wo auch Gummi-Tees und farbige Bälle gekauft werden können.

Übernachtungsmöglichkeit: Hotel Villa Maria in Scuol-Vulpera, dessen Betreiber auch den Golfplatz betreiben. www.villamaria.ch

Anderer Anbieter: www.igloobase.ch, Stockhorn: Samstag und Sonntag ab 11 Uhr. Für Gruppen ab 8 Personen täglich nach Voranmeldung.

Quelle: Mayk Wendt
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