Beobachter: Was ist denn für euch wichtig an einem Typen – was macht ihn zum Mann?
Ilario: Wichtig ist, kein Weichei zu sein. Gefühle muss man unter Kontrolle behalten.
Leo: Die Frauen lassen sie sofort los.
Luca: Gute Männer können auch etwas für sich behalten. Frauen tratschen über alles.
Ilario: Ein richtiger Mann hat seinen eigenen Stil. Er sollte aber kein Snob sein.

Beobachter: Orientiert ihr euch an prominenten Vorbildern?
Ilario: Nein, es gibt ja fast keine. Zum Beispiel der Fussballer Cristiano Ronaldo ist niemals ein Vorbild. Der schminkt sich.
David: Richtige Vorbilder sind meist etwas älter. Da sieht man, was einer geleistet hat.
Luca: Jeder hat ein kleines Stück, für das man ihn bewundern kann.

Beobachter: Das habt ihr wohl in der Schule so gelernt.
Luca: Nein. Ein guter Schreiner zum Beispiel, der schöne Möbel macht, ist doch mehr Vorbild als ein Schauspieler, der bloss viel Geld verdienen will.
Ilario: Ein richtiger Mann kann eigentlich gar nicht reich sein. Je mehr Geld er hat, desto weniger bleibt er sich treu.

Beobachter: Geht ihr lieber zu einer Lehrerin oder einem Lehrer zur Schule?
Alle: Zu einem Lehrer.
Leo: Lehrer haben mehr Verständnis für das, was wir machen. Auch wenn es mal ein Seich ist. Lehrerinnen bevorzugen eher die Mädchen.
David: Jungs strengen sich bei Lehrern mehr an. Mädchen kommen bei Lehrerinnen besser an, weil sie weniger ausrufen.
Ilario: Ein Lehrer ruft nicht sofort den Eltern an. Zum Beispiel, als auf den Kopf des Abwarts gespuckt wurde. Das ist nicht okay. Aber so was kann man ohne Eltern regeln. Eine Lehrerin will immer alle informieren.
Luca: Frauen fühlen sich viel schneller persönlich angegriffen. Sie haben es schwieriger, den gleichen Respekt aufzubauen wie ein Lehrer.

Beobachter: Ist der Lehrberuf eher etwas für Frauen?
Luca: Nein, überhaupt nicht. Lehrer zu sein, eine Klasse zusammenzuhalten ist anspruchsvoll. Wem das gelingt, der hat etwas geleistet. Das ist auch für Männer eine Herausforderung.

Beobachter: Habt ihr getrennte Schulstunden?
David: Ja, im Turnen. Zwei Stunden getrennt, eine zusammen.
Ilario: In den separaten Stunden können wir bei Mannschaftsspielen viel härter vorgehen. In der gemeinsamen Stunde lernten wir jonglieren. Das wird schnell mal langweilig. Die Mädchen trainieren in der separaten Stunde ihren Hintern. Habe ich gehört. (Alle lachen)

Beobachter: Wäre der getrennte Unterricht auch für andere Fächer sinnvoll?
Leo: Nein. Wir sind ja sonst gern mit unseren Mädchen zusammen.
Luca: Find ich auch. Aber es wäre für alle besser, wenn es gleich viele Lehrer wie Lehrerinnen hätte.

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