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VerdauungProblemlos durch den Magen

Problemlos durch den Magen
Durchfall, Blähungen oder Sodbrennen: Wie Ihr Magen wieder in Ordnung kommt. Bild: Thinkstock Kollektion

Wehe, wenn unsere Verdauung aus dem Gleichgewicht gerät. Was tun, wenn das Essen nicht mehr mundet, weil der Magen brennt?

von Marianne Botta Dieneraktualisiert am 2017 M10 16

Verdauungsstörungen sind lästig. Sie hindern am Einschlafen oder stören bei der Arbeit. Gefeit davor ist niemand. Stress, psychische Belastungen, fettreiche Nahrung, Bewegungsmangel sowie übermässiger Nikotin- und Alkoholkonsum führen dazu, dass fast alle von Zeit zu Zeit Verdauungsprobleme haben – in unterschiedlichster Form:

Sodbrennen, saures Aufstossen

Auslöser für Sodbrennen ist saurer Magensaft, der in die Speiseröhre zurückfliesst und dort die Schleimhaut reizt. Bei leichten und seltenen Beschwerden sind ein Glas Milch, das schluckweise getrunken wird, ein Esslöffel Magerquark, einige Mandeln oder ein roh geriebener Apfel hilfreich. Wer zu Sodbrennen neigt, sollte mit leicht erhöhtem Oberkörper und auf der linken Seite schlafen, weil dies den Rückfluss von Magensäure bremst. Wer ein Esstagebuch führt, kann selbst die Speisen ermitteln, die zu Sodbrennen führen.

Klingen die Beschwerden nicht ab oder werden sie regelmässiger, ist der Gang zum Arzt nötig. Dieser kann Säureblocker verschreiben. Im schlimmsten Fall ist eine Operation nötig.

Blähungen

Hülsenfrüchte und Kohlgewächse, aber auch scharfe Gewürze wie Curry, Paprika, Knoblauch und Zwiebeln blähen. Anis, Fenchel oder Kümmel als Gewürz oder Tee beugen Blähungen vor.

Auch wer allzu rasch auf eine Ernährung mit vielen Vollkornprodukten umstellt, kann unter unerwünschten Darmgasen leiden: Die Darmflora muss sich erst an die neuartige Nahrung gewöhnen. Ausserdem ist es wichtig, dass zu Vollkornprodukten viel getrunken wird: Die Nahrungsfasern können nur dann optimal wirken, wenn sie von genügend Wasser umgeben sind. Dies beugt auch einer Verstopfung vor.

Durchfall

Ein häufiger Auslöser für Durchfall sind Lebensmittelallergien und -unverträglichkeiten, da der Darm diese Stoffe möglichst rasch ausscheiden will. Auch zahnschonende Süssigkeiten, die mit Sorbit und Xylit gesüsst sind, können abführend wirken. Wie die meisten leichten Verdauungsprobleme geht meist auch Durchfall von selbst vorbei. Falls nicht, kann vielleicht die Nahrungsmittelindustrie helfen: Probiotische Lebensmittel wie Joghurts mit Zusätzen wie Oligofructose können das Gleichgewicht wiederherstellen. Auch probiotische Nahrungsmittel nützen. Sie liefern dem Darm lebende Milchsäurebakterien.

Verstopfung

Ein träger Darm deutet meist auf Mängel bei Ernährung und Lebensstil hin: zu wenig Vollkornprodukte, zu wenig Gemüse, Früchte und Salate, zu wenig Flüssiges, zu wenig Bewegung. Dauerhafte Abhilfe bei einer Verstopfung schafft einzig die Umstellung von Ernährung und Lebensstil. Abführmittel nützen nur kurzzeitig.