Am Anfang jeder Liebesbeziehung steht irgendwo die Sehnsucht nach einer glücklichen, erfüllten und andauernden Partnerschaft. Doch die Wirklichkeit sieht oft anders aus: Jede zweite Ehe endet vor dem Scheidungsrichter. Zu jenen Paaren, die sich ohne Trauschein geliebt und getrennt haben, sagt die Statistik allerdings nichts – genauso wenig zu jenen, die zwar zusammenleben, sich aber innerlich längst voneinander distanziert haben. Doch Fachleute schätzen ihren Anteil auf rund 25 Prozent. «Solange zum Beispiel die Kinder noch umsorgt werden müssen und man voll im Beruf engagiert ist, kann das gutgehen», sagt die Paar- und Familien­therapeutin Doris Beerli aus Wallisellen ZH. «Doch wenn eines von beiden wegfällt, werden die Probleme in der Beziehung meist offensichtlich.»

Ob die Probleme gelöst werden können, hängt von vielen Faktoren ab. Ganz stark etwa von der Bereitschaft, einen neuen Umgang miteinander zu finden und Veränderungen zu akzeptieren, stellt Beerli fest. Und obwohl jedes Paar seine ganz eigene Geschichte hat, gibt es in jeder Beziehung kritische Momente zu überstehen.