Die brutalste Erkenntnis junger Eltern: Dieses Kind bleibt für immer unser Kind. Die Hilf­losigkeit, wenn das ­Baby nicht so zunimmt, wie es die Gewichtstabelle vorsieht. Die Sorgen, wenn sich die Erstklässlerin erstmals allein auf den Schulweg macht. Die Angst, dass der Sprössling keine Lehrstelle findet, keinen Partner. Es hört nie auf. Der Preis fürs Glück ist ewiger Kummer – plus 200'000 Franken.

Die Zahl stammt vom Bundesamt für Statistik. Vermutlich ist sie viel zu tief. Das Amt rechnet für ein Kind bis zum 20. Lebensjahr mit monatlichen Kosten von 819 Franken. Richtig ins Geld gehts aber oft erst danach. Ein Danach, das sich in den letzten Jahren so stark ausgedehnt hat, dass die Psychologie eigens dafür einen Fach­begriff geschaffen hat: Emerging Adulthood – die immer länger werdende Phase zwischen Jugend und unabhängigem Erwachsensein . Das Schöne daran: Eltern haben mehr von Kindern, die später ausziehen. Das weniger Schöne: Es wird teurer.