Veröffentlicht am 26. Juni 2026 - 14:31 Uhr

«Damit hat die Geschichte mit den Faksimiles angefangen», sagt die betroffene Seniorin über Bücher im Keller.
Als das Drama von Familie Meyer ein glückliches Ende zu nehmen schien, wurde es erst so richtig schlimm. Jahrelang hatte das Ehepaar für viel Geld vermeintlich wertvolle Bücher gekauft, angepriesen als gute Wertanlage. Als sie sich schon langsam damit angefreundet hatten, dass ihr investiertes Geld verloren war, bekamen sie ein Angebot: 850'000 Franken für ihre komplette Bibliothek.
Ein sonniger Frühsommertag in einem Dorf in der Nordwestschweiz. Maria und Reto Meyer, sie Jahrgang 1950, er 1948, führen in einen Kellerraum ihres Einfamilienhauses. Ihre echten Namen wollen sie nicht öffentlich nennen – beide heissen eigentlich anders. Auf einem Regalbrett stehen zwei VHS-Videokassetten «Arielle die Meerjungfrau» und «König der Löwen», daneben eine Ritterburg aus Plastik und ein Matchbox-Auto. Keine Bücher, obwohl die Meyers sehr viele davon haben.