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BabysOptimal versichert ins Leben

Schwanger? Da dürfen Eltern nicht nur ans rosa oder blau gestrichene Kinderzimmer denken: Der neue Erdenbürger braucht Versicherungen. Eine Übersicht.

Wirklich zwingend ist für Babys nur die Krankenversicherung und quasi zwingend die Haftpflichtversicherung.
von aktualisiert am 05. März 2018

Eine Geburt lockt Versicherungsvertreter an wie Honig den Bären. Schon für Babys werden zum Beispiel Todesfall- und Sparversicherungen angeboten. Doch die Kleinen brauchen keinen Todesfallschutz, und um zu sparen, reicht ein simples Kindersparkonto, das von Götti, Gotte und Grosseltern zusätzlich gespeist werden kann.

Zudem ist das Invaliditätsrisiko bei Kindern über die staatliche Invalidenversicherung (IV) gedeckt - sie zahlt bei vielen Geburtsgebrechen und übernimmt behinderungsbedingte Ausbildungskosten. Sie finanziert später bei Erwerbsunfähigkeit eine Rente. Reicht diese nicht aus, zahlt die IV Ergänzungsleistungen.

Trotz dieser guten staatlichen Lösung erhalten Eltern viele Offerten für private Invalidenversicherungen. Wem der Schutz über die IV nicht genügt, der sollte darauf achten, dass bei der privaten Zusatzvariante Unfall wie Krankheit versichert sind.

Die Haftpflicht überprüfen

Ein Muss ist eine Haftpflichtversicherung. Haben die Eltern bereits eine Familiendeckung, ist das Kind darin eingeschlossen. Alleinerziehende sollten die Police überprüfen.

Ausserdem: Falls für den Nachwuchs grosse Anschaffungen in Sachen Wohnungseinrichtung nötig waren, sollte man - sofern vorhanden - die Hausratversicherung anpassen.

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Weigert sich die Krankenkasse, eine Kostengutsprache zu erteilen? Welche Zusatzversicherungen gibt es überhaupt? Guider-Mitglieder erfahren, welche Kosten die Krankenversicherung übernimmt und wo sich eine Zusatzversicherung lohnt. Eine weitere nützliche Hilfestellung: Ein Kündigungsschreiben als Mustervorlage.

Das muss sein: Krankenversicherung fürs Kind

Das Kind muss bei der Krankenkasse für Krankheit und Unfall versichert werden. Dazu bleiben nach Geburt bis zu drei Monate Zeit. Macht man die Meldung innert der Dreimonatsfrist gilt das Kind rückwirkend per Geburtstermin versichert.

Allerdings sind die Eltern in dieser Zeit stark gefordert. Darum ist es sinnvoll, schon vor dem Geburtstermin Entscheide zu treffen und die Versicherung abzuschliessen.

Wurde die Frist von drei Monaten verpasst, müssen die Eltern für diese Zeit die Krankheits- und Unfallkosten selber tragen. Das kann teuer werden - keine Versicherung zahlt rückwirkend. Zudem ist mit kräftigen Prämienaufschlägen zu rechnen.

Die Kasse muss nicht dieselbe sein wie jene der Eltern; die günstigste für Erwachsene ist nicht automatisch die beste für die Kinder. Ein Vergleich lohnt sich, denn die Prämienunterschiede können bis zu 100 Prozent betragen.

 

Neben der Wahl der optimalen Kasse gibt es weitere Sparmöglichkeiten:

  • Für Kinder werden wie für Erwachsene auch vergünstigte Hausarzt-, Telmed- oder HMO-Modelle angeboten.
  • Kinder haben in der Grundversicherung keine obligatorische Franchise. Die Eltern bezahlen lediglich 10 Prozent Selbstbehalt bis maximal 350 Franken jährlich. Wählen die Eltern eine freiwillige Franchise zwischen 100 und 600 Franken, gibt es Prämienabschlag. Da Kleinkinder aber engmaschig zum Arzt müssen, schon wegen der Impfungen, macht eine Franchise keinen Sinn. Auch ein Sparmodell erscheint dann aufwendig, weil man immer daran denken muss, sich an die Regeln zu halten.
  • Nicht zu vergessen: die Prämienverbilligung. Hatte ein Ehepaar allein keinen Anspruch, kann das Baby einen Zustupf auslösen. Ein Blick auf die kantonalen Bestimmungen gibt Ihnen die nötigen Informationen. Bei Unsicherheit meldet man den Anspruch einfach mal der Behörde. Diese berechnet dann, ob ein Anspruch auf die Prämienverbilligung besteht oder nicht.

Das ist zu empfehlen: Zahnversicherung fürs Kind

Viele Versicherer bieten Kinder-Zusatzversicherungen im Multipack an. Die Eltern sollten prüfen, welche nötig sind. Braucht das Kind etwa alternative Medizin oder reicht das Angebot der Grundversicherung?

Sinnvoll sind bei Kindern die Zahnversicherungen, die die hohen Kosten für Zahnspangen decken. Dafür braucht es jedoch kein Versicherungspaket - sie können einzeln abgeschlossen werden. Ein Vergleich der Angebote lohnt sich, es lässt sich mit den Jahren viel Geld sparen.

Wichtig: Bei einigen Versicherern muss die Zusatzversicherung vor Geburt abgeschlossen werden, sonst kann die Kasse eine Gesundheitsprüfung anordnen. Andere nehmen Kinder vorbehaltlos bis zum siebten Geburtstag auf. Es ist aber auch immer möglich, dass die Kasse zum Beispiel wegen eines bestehenden Geburtsgebrechens die Aufnahme ganz ablehnt.

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