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Der verkannte ReformatorWer Zwingli wirklich war

Lebensfreudiger Reformer statt humorloser Sittenwächter: Huldrych Zwingli war alles andere als ein Zwinglianer.

Wegbereiter der Aufklärung: Zwingli verbreitete vor 500 Jahren Hoffnung (Bild aus dem Film «Zwingli»)
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aktualisiert am 20. Dezember 2018

Ist das nicht seltsam? Da wird einer jahrhundertelang als Symbol für fanatische Sittenstrenge und religiöse Kriegstreiberei dargestellt. Und dann heisst es plötzlich, Reformator Huldrych Zwingli sei eigentlich ein Lebemann gewesen, mit unehelichem Kind. Ein philosophieverrückter Fachmann für die Wollust der Pfaffen. Ein Wegbereiter der Aufklärung, der dem Volk vor 500 Jahren das Lesen und den Frauen die Möglichkeit zur Scheidung brachte. Unter ihm habe es keine Freudlosigkeit und keine geistige Enge gegeben, sondern Aufbruchstimmung und sexuelle Befreiung, sagt Zwingli-Kennerin Irene Gysel.

Realität und Klischee

«Zwingli ist noch heute für viele eine Hassfigur», sagt Simone Schmid. Die Zürcher Drehbuchautorin befasste sich vier Jahre lang mit Zwinglis Leben. Das Resultat hat sie in einen Kinofilm gepackt, der im Januar zum Start des Zwingli-Jahrs anläuft. «Ich merkte schnell, dass bei Zwingli Klischee und Realität auseinanderklaffen», sagt die 39-Jährige. «Das spornte mich an. Ich wollte die Propaganda abblättern lassen und erfahren, wer Zwingli wirklich war. Heute habe ich das Gefühl, man hat ihm Unrecht getan.

Schmid wurde reformiert erzogen, ist aber mit zwei katholischen Geschwistern aufgewachsen. «Mein katholischer Vater hat manchmal über die strengen, unsinnlichen und verkopften Zürcher Protestanten gewettert. Dieses negative Bild blieb mir. Erst meine Recherchen zu Zwingli veränderten es.»
 

«Zwingli war kein Zwinglianer. Er war ein sehr lebensfroher Mensch, der Musik liebte. Seine Botschaft war die der Befreiung.»

Peter Opitz, Professor für schweizerische Reformationsgeschichte


Der Mundart-Film zeigt zwölf Jahre Zwingli in 128 Minuten. Die Handlung: Ein idealistischer Priester legt sich mit der mächtigsten Institution seiner Zeit an und pflügt eine Stadt radikal um. Seine verbotene Liebe zur Witwe Anna Reinhart führt zu einer skandalösen Heirat und vier Kindern. Lange ist der sympathische Querkopf erfolgreich, dann frisst ihn die eigene Revolution auf. Der verliebte Held stirbt qualvoll in einem Religionskrieg, doch er hat es so weit gebracht wie kein anderer.

«Zwingli ist der wichtigste Beitrag der Schweiz zur Weltgeschichte», urteilt Historiker Thomas Maissen in der Zeitschrift «Reformiert». Die Schweizer Reformation sei zuerst von Zürich aus und später via Calvins Genf zu einem weltweit erfolgreichen Exportprodukt geworden – mit Ablegern in Osteuropa, Nordamerika und auf den Britischen Inseln.

Wer ist also dieser Beeinflusser der Weltgeschichte, der in seiner Heimat so schlecht angesehen ist? «Zwingli war kein Zwinglianer. Er war ein sehr lebensfroher Mensch, der Musik liebte», sagt Peter Opitz, Professor für schweizerische Reformationsgeschichte. «Seine Botschaft war die der Befreiung.» Zwingli habe zum Beispiel die freie Wahl des Ehepartners befürwortet und ein Verbot von Zwangsehen erwirkt. Er sei kein aggressiver Hetzer gewesen.

Geprägt von den 68ern

Opitz freut sich über den emotionalen Film, der die Reformation als Liebesdrama erzählt: «Die Filmemacher nehmen die geschichtlichen Quellen ernst und zeigen nicht das, was 500 Jahre später über Zwingli fantasiert wird.» Ein paar Ungenauigkeiten gebe es, aber wenn man vereinfachen müsse, gehe das kaum anders. «Der Film ist stark, weil er jene Zeit sehr gut darstellt – und zeigt, welche Konflikte Zwinglis Botschaft hervorrief.»

Das negative Zwingli-Bild von heute sei erst rund 50 Jahre alt, sagt der Zürcher Theologieprofessor. «Das Klischee vom unterdrückerischen Zwingli hat im Wesentlichen die 68er Generation geprägt. Sie machte Zwingli zum Begründer des zwinglianischen Zürich», – lustfeindlich, arbeitsam und nüchtern. Das Bild halte sich bis heute, auch weil das Klischee jahrzehntelang ungeprüft weiterverbreitet wurde. Mit den Quellen lasse sich dieses negative Bild der Reformationsjahre jedoch nicht belegen, sagt Opitz.

«Zwingli» – der Trailer

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Negative Vorurteile

Der Film-Zwingli des 21. Jahrhunderts räumt mit solchen Mythen auf. Gespielt wird der Reformator von Max Simonischek: «Ich habe so gut wie nichts von Zwingli gewusst, bevor ich die Rolle annahm. Auch weil ich in Deutschland aufgewachsen bin. Im Gespräch mit meinen Schweizer Verwandten und Freunden merkte ich schnell, dass es viele negative Vorurteile gegenüber Zwingli und dem Begriff ‹zwinglianisch› gibt.» Überrascht war der 36-jährige Schauspieler darüber, dass fast jeder Schweizer eine Meinung über den einst meistgehassten Mann der Eidgenossenschaft hat: «Die Figur scheint die Leute zu berühren. Jeder beurteilt ihn. Das ist wohl nur bei Roger Federer gleich», sagt Simonischek.

Während der Vorbereitungen stürzte sich Max Simonischek in das Bücherstudium, diskutierte ausgiebig mit Regisseur Stefan Haupt und sprach mit Reformationshistorikern wie Urs Leu. «Ich bin auf einen Zwingli gestossen, der zwölf Instrumente spielte, gern eins getrunken hat mit seinem Freund Leo Jud und mindestens vier Kinder hatte. Das klang für mich nicht nach Puritaner. Es war eine Einladung, das Bild von Zwingli zu reformieren.»

Simonischek sieht in Zwingli einen Revolutionär mit ruhigem Kern. «Er ist neugierig, gewinnend und kann gut auf Leute eingehen. Seine Ideen verfolgt er so konsequent, dass er für seinen Glauben am Schluss tötet. Weil ihn Gegenwind eher anspornt als hemmt, wird aus der humanistischen Lichtgestalt ein Kriegsbefürworter.»

Huldrych Zwingli (Max Simonischek) ist empört
Zwingli (Max Simonischek) wetterte gern gegen Rom und die kirchliche Doppelmoral.
Quelle: Aliocha Merker

Zwinglis Leben war gespickt mit solchen Wandlungen. Der hochbegabte Sohn eines Toggenburger Landammanns befriedigte den Ehrgeiz seiner reichen Eltern locker. Er lernte Harfe, Laute, Geige, Flöte, Waldhorn und Hackbrett spielen sowie Lateinisch, Griechisch und Hebräisch sprechen und schreiben.

Der studierte Theologe korrespondierte mit europäischen Gelehrten wie Erasmus von Rotterdam, verfasste Gedichte, hatte ein Liebesverhältnis mit einer Glarnerin. Er ruinierte seine Augen bei nächtlichen Bibelübersetzungen und schrieb Musikkompositionen für Theaterkomödien, die er mit seinen Zürcher Schülerinnen und Schülern auf Griechisch aufführte.

«Vergnügungssüchtig»

Sein Geld gab er aus für eine riesige Privatbibliothek, Wirtshausbesuche sowie für eine Einsiedler Prostituierte. Um das «Hurenkind», das die Unbekannte zur Welt brachte, kümmerte sich Zwingli nicht. Als er per 1. Januar 1519 zum Priester des Zürcher Grossmünsters gewählt werden sollte, kamen seine Einsiedler Sünden ans Licht. Er sei «vergnügungssüchtig», «mit Genusssüchtigen zu intim gewesen» und habe eine Frau «geschändet», hielt man ihm vor.

Huldrych Zwingli wurde trotzdem gewählt. Allerdings war die Konkurrenz schwach: Der zweite Kandidat lebte im Konkubinat und hatte sechs Kinder, wie Franz Rueb in seiner unkonventionellen Biografie «Zwingli» über den verkannten Reformator schreibt.

Die «grosse Hure» Rom

Wenn es um die römische Kirche ging, würzte Zwingli seine Predigten mit Schimpfwörtern und Anzüglichkeiten. Rom nannte er eine «grosse Hure», die Mehrzahl der Priester «faul und geldgierig» und den Söldnerdienst einen «schandbaren Schacher mit jungem Blut». Seine scharfe Predigerzunge bescherte ihm gewaltigen Zuspruch, einen Entführungsversuch und einen Haftbefehl in der altgläubigen Innerschweiz.

Die tonangebenden Zürcher Zünfter mochten ihren Priester, weil sie durch ihn den Einfluss des Bischofs zurückdrängen konnten. Zwingli wollte mit ihrer Hilfe eine christliche Gemeinschaft formen. Er glaubte, allein durch die Lektüre der Heiligen Schrift erführen die Menschen die Gnade Gottes Religion Ist Gott ein Auslaufmodell? und die Erlösung. Dazu brauche es die römische Kirche nicht, die mit Erfindungen wie dem Fegefeuer den Leuten Angst mache und Geld abknöpfe. Gott lasse sich nicht mit Wallfahrten, Beichten oder gekauften Ablassbriefen bestechen. Er wolle ein gottgefälliges Leben ohne Scheinheiligkeit. Doch Fehler verzeihe der gutmütige Gott, weil er die Menschen liebe. Zwingli wollte so eine korrupte Kirche und ungleiche Gesellschaft verändern. Den heimgekehrten, brutalisierten Söldnern, die mit ihrem erbeuteten Geld ein dekadentes Leben führten, neuen Glauben Glauben «Die Bibel ist voll von Versagern» einimpfen.

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In den zwölf Jahren, in denen sich die Reformation in Zürich abspielt, ist der reformierte wie der katholische Gott noch allmächtig. Als zwei Monate vor Zwinglis Tod 1531 ein Komet über Zürich gesichtet wird, verordnet der Rat häufigeren Kirchgang und mehr Gebete Religion Warum Gott die Welschen nicht mehr in Versuchung führt , um den göttlichen Zorn abzuwenden.

Zwingli unterstützte am Ende seines Lebens die zunehmend rigideren Vorschriften der Obrigkeit, weil er enttäuscht feststellte, dass die Menschen nicht automatisch gut wurden, nachdem sie lesen gelernt und die Botschaft der Bibel Gott im Recht Ist Jesus ein Luftfahrzeug? verstanden hatten.

Statt seine Ansprüche zurückzuschrauben, befürwortete er Zwangsmassnahmen. Der Rat verbot die Prostitution für Minderjährige, Herrenbesuch in Frauenzimmern, schränkte Fasnachtsbräuche Fasnacht Muss ich den Lärm einfach akzeptieren? ein, erklärte den Gottesdienstbesuch für obligatorisch und machte Hausbesitzer verantwortlich für die Sittlichkeit der Mieter.

Das Ehe- und Sittengericht verwarnte die Bürger allerdings bis zu dreimal, bevor es Strafen aussprach. Für ein Tanzverbot Absurde Gesetze Rumstehen verboten setzte sich Zwingli nie ein. Allerdings dürfte er im Tanz etwas Anrüchiges gesehen haben – wie alle Obrigkeiten damals.

Tod im Religionskrieg

Zwingli geriet zunehmend in Bedrängnis. In den Gaststätten der Stadt wurde auf ihn geschimpft. Ausserhalb von Bern, Basel, Schaffhausen und Zürich war er als Teufel verschrien. Der Rat wollte nicht mehr auf ihn hören, als er einen Feldzug gegen die Innerschweizer forderte. Er hatte Selbstzweifel, warf seine Prinzipien über den Haufen und drohte dem Rat, sein Amt hinzuschmeissen. Er blieb – und starb im ersten europäischen Religionskrieg.

Als ein katholischer Hauptmann auf dem Schlachtfeld bei Kappel am Albis dem verletzten Zwingli die Chance zur Beichte gab, soll der 47-Jährige abgelehnt haben. Die Innerschweizer erstachen ihn, vierteilten den Leichnam, verbrannten die Körperteile und verstreuten die Asche, damit niemand seiner gedenken konnte.

Der Plan, ihn zum Verschwinden zu bringen, ging zwar nicht auf. Im facettenreichen Zwingli sehen heute aber alle etwas anderes. Die Rechtsnationalen erkennen einen Patrioten und Befürworter der Neutralität. Die Liberalen freuen sich über die wirtschaftsfreundliche Abschaffung von Feiertagen Forderung der Juso Soll Weihnachten kein staatlicher Feiertag mehr sein? , die Linksliberalen über seine Bildungsoffensive inklusive der Vergabe von Stipendien, die Linken über seine Kritik am frühen Kapitalismus.

Die Frommen eifern seinen Vorstellungen einer christlichen Gemeinschaft nach, die Katholiken betonen seine Rolle als Spaltpilz der Eidgenossenschaft. Und die erfolgsverwöhnten Zürcher haben Mühe damit, dass Zwingli als Verlierer auf dem Schlachtfeld blieb und die Stadt fast ins Unglück gestürzt hat. Das Spannende an Zwingli ist: Sie alle haben ein wenig recht.

Drehbuchautorin Schmid wird ihren Zwingli des 21. Jahrhunderts per Kinofilm vielen Schülern ins Gedächtnis brennen. Sie sieht im Zürcher Reformator vor allem einen Mann mit Widersprüchen, der Positives bewirkt hat. «Zwingli machte den ersten Schritt zur Aufklärung. Er weckte in mir ein neues reformiertes Selbstbewusstsein.»

1515 bis 1531: Heftige Zeiten

Im Gemetzel von Marignano

13. September 1515
Der 31-jährige Huldrych Zwingli beobachtet als Feldprediger die blutige Schlacht von Marignano. Die Niederlage für die Glarner Söldner deutet er als göttliche Strafe für den Solddienst. Der Priester wird zum Gegner des Söldnerwesens. Zwingli rät den Eidgenossen, sich nicht von ausländischen Mächten abhängig zu machen. Die Glarner Regierung hält nichts vom Rat ihres Priesters und schliesst einen Söldnerdeal mit den Franzosen ab. Der noch papsttreue Zwingli wettert gegen das bezahlte Massenmorden in fremden Diensten. Die Glarner schicken ihn in den Zwangsurlaub.


Priester mit Kind

Ungefähr 1518 
Zwingli ist als Geistlicher im Wallfahrtsort Einsiedeln angestellt. Mit einer Prostituierten zeugt er ein Kind. Das ist damals keine Seltenheit, die römische Kirche stört sich nicht an den vielen unehelichen Kindern der Priester und Mönche. Solange die sündigen Geistlichen dem Bischof den sogenannten Hurenzins zahlen, ist alles in Ordnung. Später kritisiert Zwingli diese Praxis aufs Schärfste und fordert die Priesterehe. Sexualität sei nichts Böses, sondern gottgewollt. Das Zölibat gehöre abgeschafft. Schliesslich stehe in der Bibel, ein Bischof solle nur einmal verheiratet sein.


Wurstessen aus Protest

9. März 1522, Fastensonntag
Zwingli ist seit drei Jahren Priester am Zürcher Grossmünster, wo er statt auf Lateinisch auf Deutsch predigt. Fastengebot, Fegefeuer, Ablasshandel und Heiligenbilder hält er für Erfindungen der römischen Kirche, die er abschaffen will. Er inszeniert einen Tabubruch, um die kirchlichen Speiseverbote zu verhöhnen: In der Druckerei von Christoffel Froschauer isst ein Dutzend Männer trotz Verbot am Fastensonntag Wurst. Priester Zwingli isst nicht mit, verteidigt seine Freunde aber später in der Predigt, die er per Sonderdruck unter dem Titel «Fryheit der Spysen» verteilen lässt. Das Fastengebot sei menschengemacht und stehe nirgends in der Bibel. Die Fastenbrecher werden milde bestraft. Wenig später fällt das Fastengebot in Zürich.


Geordnete Revolution

29. Januar 1523
240 Ratsmitglieder und 400 Geistliche drängen ins Zürcher Rathaus, zum öffentlichen Streitgespräch zwischen Zwingli und den bischöflichen Gesandten. Die Disputation soll die Frage klären, ob Zwingli ein Ketzer oder ein christlicher Reformator ist. Der Bürgermeister beendet das abgekartete Spiel nach dem Mittagessen und erklärt, Zürich anerkenne Zwinglis Lehre. Wer Zwingli einen Ketzer nennt, wird von nun an bestraft. Ein Jahr später heiratet Zwingli die Witwe Anna Reinhart, die bereits drei Kinder hat und vier weitere zur Welt bringen wird. Zwei Jahre später ist die Reformation in Zürich vollständig umgesetzt. Heiligenbilder, Prozessionen und Kreuzwege verschwinden, die Klöster werden aufgehoben.


Ertränken, verbrennen

5. Januar 1527
Der Zürcher Rat lässt den Täufer Felix Manz in der Limmat ertränken. Der Rat bekämpft die Täufer, weil sie die Kindertaufe verweigern – doch ohne Taufe hat der Staat kein Geburtsregister und keine Kontrolle. Zwingli wehrt sich erst gegen die Strafe, billigt sie dann aber. Auch die altgläubigen Kantone sind grausam: Die Luzerner enthaupten einen Zürcher Reformierten. Die Schwyzer verbrennen den Zwingli-Anhänger und Pfarrer Jakob Kaiser auf dem Scheiterhaufen.


Gespaltenes Land

7. Februar 1528
Die mächtigen Berner führen mit Hilfe des Münsterpredigers Berchtold Haller die Reformation ein, was die Isolation der Zürcher beendet. Auch die Orte St. Gallen, Basel, Schaffhausen und Biel treten zum neuen Glauben über, die Eidgenossenschaft wird konfessionell zweigeteilt. Während die alten Orte mit Habsburg anbandeln, sucht Zwingli ein Bündnis mit den Protestanten in Hessen. Doch ein Treffen mit Reformator Martin Luther endet 1529 im Streit.


Krieg der Religionen

11. Oktober 1531
Die altgläubigen Innerschweizer Orte erklären Zürich den Krieg und ziehen mit ihrem Heer nach Kappel am Albis. Dieses Mal gibt es keine Versöhnung in letzter Minute mit Kappeler Milchsuppe wie 1529. Die Schlacht kostet Zwingli das Leben sowie Zürich und Bern viel Macht. Einzelne reformierte Gebiete werden zwangskatholisiert.

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Andres Büchi, Chefredaktor

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3 Kommentare

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gerhard.kanobel
ich bin ausserordentlich gespannt auf diesen Film. Bei den Katholiken wurde die Reformation in der Schule in meiner Jugendzeit oftmals totgeschwiegen. Es wird sehr interessant sein, wie diese Geschichte dargestellt wird. über die Reformation wurde schon so viel geschrieben und diskutiert.

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g_aebischer_51
Ein sehr guter, informativer Artikel. Besten Dank. Gilberto

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Beatus
Danke für diesen Beitrag. Endlich, endlich, lange habe ich auf eine solche Arbeit und Verfilmung gewartet. Es gibt Menschen die lesen keine Bücher mehr, sie haben auch keine Zeit mehr an Diskussionsgruppen teil zu nehmen. Sie sind gefesselt an die Existenzangst, an den Gott Mammon, sie können vor lauter Arbeiten Abends nur noch vor dem Flatscreen sich erholen. Da ist die grosse Masse noch erreichbar. Der Bildungs und Aufklärungswert dieses Filmes scheint unbestritten, er wird die Menschen erreichen, und das Thema beleben. Sehr gut, Danke.

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