ca. 20‘000 v.Chr. In Europa, Australien und Südamerika bemalen die Menschen die Wände ihrer Behausungen: Auf Höhlenmalereien werden vor allem Tiere, die gejagt werden, dargestellt. Auch Hände kommen oft vor.
ca. 4000 v.Chr. Die Schrift entsteht: Die Sumerer in Mesopotamien entwickeln eine Bilderschrift auf Tontafeln (Keilschrift); parallel dazu entstehen Vorläufer der ägyptischen Hieroglyphen.
868 n.Chr. Das erste noch erhaltene gedruckte Buch der Welt entsteht: eine 5 Meter lange buddhistische Schriftrolle, auf Pergament gedruckt. Das Holzschnitt-Verfahren wird von den Chinesen im 6. Jahrhundert entwickelt.
1440 Johannes Gutenberg erfindet die Druckerpresse, was die relativ einfache Vervielfältigung von Schriftstücken ermöglicht. Schon 50 Jahre später sind in Europa 9 Millionen Bücher in Umlauf. 1609 entsteht die erste Zeitung.
1876 Der Gehörlosenlehrer Alexander Graham Bell lässt die Erfindung des Telefons patentieren; das ertragreichste Patent aller Zeiten. Am 1. Oktober 1880 entsteht in Zürich das erste Telefonnetz der Schweiz. In den manuellen Telefonzentralen misst eine Sanduhr die Gesprächsdauer.
1894 Ende des 19. Jahrhunderts entsteht der Rundfunk; doch erst ab etwa 1920 ist das neue Medium auch für Privatpersonen erhältlich. Schon 1930 hören Menschen in aller Welt Radionachrichten und Hörspiele.
1929 Die British Broadcasting Corporation (BBC) sendet die ersten regelmässigen Fernsehprogramme. Mit der Übertragung der Olympischen Spiele 1936 aus Berlin wird Fernsehen zu einem Massenmedium, ab 1971 gibts Satelliten-TV.
1978 In der Schweiz entsteht Natel-A, das erste Mobiltelefonnetz: Das erste Gerät – es lagert heute im Landesmuseum – ist so gross wie ein Koffer, wiegt 15 Kilogramm und kostet 16'000 Franken. Das Netz erlaubt maximal 4000 Teilnehmer. 1990 entsteht der digitale Mobilfunk
1980 Die Geburtsstunde von Personal Computers (PC) und Laptop. Zwar gab es erste Computer schon seit den 40er Jahren, doch erst mit den handlicheren Geräten und schnelleren Prozessoren schafft die neue Technologie den Durchbruch.
1991 Das World Wide Web (WWW) wird für die Allgemeinheit zugänglich. 1968 als geheimes Militärprojekt ausgetüftelt und ab den 80er Jahren für Wissenschaftler verfügbar, wird das Internet zum beherrschenden Medium des Informationszeitalters.
2000 Von der Branche als «Internet auf dem Handy» hochgejubelt, wird das «Wireless Application Protocol» (WAP) zum Flop: Zuerst gibts keine Geräte, dann bricht das Netz dauernd zusammen, und schliesslich fehlen die geeigneten Angebote. Dazu kommen die hohen Tarife für den mobilen Internet-Zugang.
2001 Mit der GPRS-Technologie wird die Datenübertragung via Handy deutlich schneller. In der Schweiz derzeit erst bei Diax und nur mit speziellen Mobiltelefonen möglich, soll aber ab 2002 Standard werden. (Bebilderung: im Internet unter GPRS suchen, zB Motorola Timeport 260, Ericsson R520m)
2002 Der Duft-Computer: Die amerikanische Firma DigiScents lanciert ein Computer-Zusatzgerät, das aus 128 Duft-Grundstoffen beliebige Kombinationen herstellen soll. Websits, E-Mails und Online-Werbung soll damit «riechbar» und sinnlich erlebbar gemacht werden. (Bebilderung: ab Internet vorhanden)
2003 Die Verschmelzung von Internet und Handy. Mit der UMTS-Technologie wird M-Commerce (das Einkaufen übers Handy) möglich. Dazu kommen beispielsweise Bildübertragungen. Derzeit sind UMTS-Test-«Handys» allerdings noch so gross wie zwei Kühlschränke, und UMTS wird den Bau tausender neuer Antennen benötigen.
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