Veröffentlicht am 23. Januar 2026 - 06:00 Uhr

Schweizer Firmen liefern Teile an den Hersteller dieser Drohnen, die Israels Premierminister Benjamin Netanjahu im Krieg einsetzt.
Am 31. Juli 2025 verliessen zwei Pakete das Städtchen Saint-Blaise am Neuenburgersee. Ihr Inhalt: je ein Halbleiterlaser. Gesamtgewicht: drei Kilo. Der Absender: die Firma Alpes Lasers. Das Westschweizer Unternehmen stellt Dual-Use-Produkte her: Seine Laser können sowohl zivil als auch militärisch eingesetzt werden. Nach einem Zwischenstopp in Zürich flog die Fracht nach Israel zur Rüstungsfirma Elbit Systems.
Auch der Schweizer Rüstungskonzern Ruag sowie der Ableger der israelischen Waffenschmiede, Elbit Systems Switzerland mit Sitz im bernischen Uetendorf, schickten militärisch verwendbare Güter nach Israel. Das zeigen Lieferdokumente, die dem irischen Investigativmedium The Ditch vorliegen und die das WAV-Recherchekollektiv zusammen mit dem Beobachter und Heidi.news ausgewertet hat.
Die Lieferungen sind brisant: Elbit Systems ist seit Jahren ein Hauptlieferant des israelischen Militärs – laut Medienberichten auch im Gazakrieg. Schon 2015 schrieb die israelische Luftwaffe in einem Blogpost über einen Drohneneinsatz mit zivilen Todesopfern, man arbeite «Schulter an Schulter» mit Elbit. «Die Republik» berichtete vergangenen Herbst über den mittlerweile gelöschten Beitrag.
Schweizer Firma gehört zu Elbit
Die Neuenburger Firma Alpes Lasers beliefert Elbit Systems seit mindestens 2018. Die Laser haben laut Firmenangaben verschiedene militärische Fähigkeiten – etwa für «infrarotbasierte Gegenmassnahmen», als «Infrarot-Beleuchtung» oder als «Infrarot-Signalgeber». Die Laser schützen Flugzeuge und Drohnen oder können Ziele markieren.