Kopfschmerz, Sportunfall oder Periode: Viele greifen aus reiner Gewohnheit stets zur gleichen Tablette. Das kann je nach Wirkstoff ein Fehler sein. «Es gibt deutliche Unterschiede bei der Wirksamkeit und den Nebenwirkungen», erklärt Alexander Vögtli, Apotheker in Disentis GR und Gründer des Online-Medikamentenlexikons Pharmawiki. Manche Wirkstoffe lindern zusätzlich Entzündungen oder senken Fieber – das sollte die Wahl ebenfalls beeinflussen.

Drei der am häufigsten verkauften Mittel enthalten Acetylsalicylsäure, Diclofenac und Ibuprofen (siehe Schmerzmittel-Typen). Die Wirkstoffe dieser nicht-steroidalen Antirheumatika reichern sich im Gewebe an, das durch Entzündung oder Verletzung geschädigt ist. Sie hemmen dort die Entstehung von Prostaglandinen, die als Botenstoffe das Schmerzempfinden auslösen. So lindern die Mittel Schmerzen und Entzündung zugleich. «Nicht-steroidale Antirheumatika eignen sich speziell dann, wenn ein entzündlicher Prozess Ursache ist für die Schmerzen», erklärt Alexander Vögtli.