Das Rauchen von Wasserpfeifen hat sich im europäischen Raum in den letzten Jahren etabliert. Das exotisch anmutende Ritual hat bei vielen Jugendlichen – anders als die Zigarette – ein positives Image. Ob der süssen Düfte nach Apfel, Minze oder Orange, die beim Shisha-Rauchen durch den aromatisierten Tabak entstehen, gehen jedoch die Risiken oft vergessen.

Eine Wasserpfeife besteht aus einem mit Wasser gefüllten Glasgefäss, einem Behälter für den Tabak, einer Rauchsäule mit Ventil und einem Schlauch mit Mundstück. Durch das Ansaugen der Luft durch den Schlauch wird der Tabakrauch inhaliert. Dabei ergeben sich ähnliche gesundheitliche Risiken wie beim Rauchen von Zigaretten, denn der Rauch der Wasserpfeife enthält dieselben schädlichen Substanzen. Aufgrund des hohen Nikotingehalts besteht ein ebenso hohes Abhängigkeitspotential. Das Wasser filtert den Rauch nicht – wie vielfach angenommen –, sondern dient lediglich der Kühlung des Rauchs. Dies führt dazu, dass er einfach und tief eingeatmet werden kann.

Gemäss Fachleuten von Sucht Info Schweiz ist der Gehalt an Teer, Arsen, Chrom, Kobalt, Blei und Nickel im Wasserpfeifenrauch sogar um ein Vielfaches höher als im Zigarettenrauch. Durch das Verbrennen von Kohle zur Erhitzung des Tabaks werden grössere Mengen Kohlenmonoxid eingeatmet als beim Rauchen einer Zigarette, was zu Sauerstoffmangel im Blut führt und Herz und Kreislauf zusätzlich belastet.

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Die Länge des Shisha-Rituals, das schon mal eine Stunde dauern kann, wirkt sich ebenfalls auf den Körper aus: Längeres Rauchen der Wasserpfeife hat zur Folge, dass bedeutend mehr Rauch und mehr Schadstoffe tiefer inhaliert werden, als es beim Zigarettenrauchen der Fall ist.