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InsektenWie man ungebetene Gäste loswird

Fliegen, Mücken oder Wespen können im Sommer ganz schön nerven. Doch wer seine Ruhe haben will, ist mit List und Geduld oft besser bedient als mit Gift.

Gewusst wie: Es gibt Tricks, wie man sich beim Picknicken aufdringliche Wespen vom Leib halten kann.
von aktualisiert am 11. Juli 2018

Angst und Abscheu sind wohl die häufigsten menschlichen Reaktionen auf Insekten Insekten Immer diese Sticheleien . Dabei sind sie faszinierende Kreaturen, die durchaus unseren Respekt verdienen: Seit 400 Millionen Jahren erobern sie den Planeten bis in seine letzten Winkel – einzig vor der Tiefsee machen sie halt. Allein in Mitteleuropa leben rund 30'000 Arten Insekten Das stille Sterben , weltweit gibt es über eine Million bekannte Arten.

Widerstand zwecklos. Und überflüssig: Die meisten Exemplare, die sich in unsere Nähe verirren, sind ebenso froh, uns wieder loszuwerden wie umgekehrt.

Nur wenige Insektenarten haben sich mittlerweile so an unsere Wohnungen und Vorräte gewöhnt, dass sie uns regelmässig in die Quere kommen. Doch wirkungsvoller ist es, die Vorlieben und Verhaltensweisen der Insekten zu kennen (und entsprechend zu handeln), statt Mord und Totschlag an allem zu üben, was kreucht und fleucht.

1. So vertreiben Sie Wespen

Wespen leben wie Bienen in Staaten. Im Herbst geht das Wespenvolk ein, nur einige befruchtete Königinnen überleben und gründen im Frühling neue Wespenstaaten. Ein altes Nest wird nie ein zweites Mal besiedelt und schreckt junge Königinnen zudem ab, in der Nähe ein neues zu bauen: Ein altes Wespennest bietet also einen gewissen Schutz vor Neuansiedlungen.

Wespen sind sehr nützliche Tiere. Sie jagen andere Insekten wie Fliegen und Blattläuse, bestäuben Blüten und dienen Vögeln als Nahrung. Folgende Verhaltensweisen helfen, um die Wespen zu vertreiben und Wespenstiche zu vermeiden Insektenstiche Schmerzhafte Begegnungen :

  • Wespen brauchen für ihren Nachwuchs eiweisshaltige Nahrung, die erwachsenen Tiere bevorzugen Zuckerhaltiges. Süsse Speisen und Getränke sowie Fleisch locken sie daher magisch an und sollten im Freien nie unbedeckt herumstehen.
  • Verirren sich dennoch Wespen an Ihren Esstisch, stellen Sie ein Schälchen mit Wasser und etwas Lorbeeröl auf oder legen Sie mit Nelken gespickte Zitronenscheiben aus – beides verströmt einen für Wespen sehr unangenehmen Geruch. Das hilft jedoch nur, wenn zugleich Punkt 1 beachtet wird.
  • Falls Ihnen auffällt, dass gerade Sie hartnäckig umschwärmt werden, könnte das an Ihrem Parfüm liegen, das Sie womöglich für Wespen als Feind markiert.
  • Machen Sie sich nie an einem Wespennest zu schaffen – soll es entfernt werden, müssen Fachleute das übernehmen.
  • Ruhig bleiben: Eine Wespe sticht nur in Notwehr, wenn sie zum Beispiel festgehalten oder gedrückt wird. Oder wenn sie ihr Nest verteidigt.
  • Für Nichtallergiker sind nur Stiche im Mund oder im Rachen gefährlich. Ansonsten erfährt man Linderung, wenn der Stich mit etwas Lavendelöl betupft wird. Auch eine halbierte Zwiebel, auf den Stich gepresst, wirkt entzündungshemmend (hilft auch bei Mückenstichen).


Hornissen gehören ebenfalls zu den Wespen. Sie sind sehr friedfertig und scheuen die Menschen. Wer das Glück hat, in der Nähe eines Hornissennests zu wohnen, wird kaum noch Fliegen oder kleine Wespen antreffen. Auch hier gilt: Niemals zu nahe ans Nest – selbst Hornissen verlieren dann ihre Zurückhaltung.

2. So halten Sie Fliegen fern

Die zwischen Kot, Abfall und Lebensmitteln hin und her fliegenden Stuben- und Schmeissfliegen können Krankheitserreger übertragen und sollten darum des Hauses verwiesen werden.

  • Werden Sie von Fliegen geplagt, säubern Sie Abfallbehälter hin und wieder mit Essigreiniger, den Sie zehn Minuten einwirken lassen.
  • Lassen Sie Essen nicht offen herumstehen.
  • Fliegen können den Duft von Zitronen-, Lavendel- oder Lorbeeröl nicht leiden.
  • Mit Doppelfliegenklatschen können Sie die Insekten im Flug fangen – das trainiert Ihre Reflexe und erspart Ihnen hässliche Flecken auf Tischen und Wänden.

Übrigens: Die rund zwei Millimeter kleinen Frucht- oder Essigfliegen sind unschädlich, aber lästig. Lassen Sie Obst, Fruchtsäfte, Wein- und Essigflaschen nicht offen herumstehen. Haben die Fliegen dennoch Ihre Küche erobert, können Sie ihre fatale Neigung ausnutzen, sich in Fruchtsäfte oder Wein zu stürzen: Lassen Sie einen Rest Flüssigkeit in der Flasche und wickeln Sie ein Stück Papier zu einem Trichter – die Fliegen finden in die Flasche, aber kaum wieder hinaus. Das ist nicht nett, aber effizient.

3. So halten Sie sich Mücken vom Leib

Einige der weltweit rund 3000 Stechmückenarten Mückenplage «Eine Schnake sticht heftiger» sind auf Menschenblut spezialisiert, wobei nur die Weibchen stechen, da sie das Blut für die Produktion ihrer Eier brauchen. Auch Mücken lassen sich austricksen:

  • Mückenlarven entwickeln sich im Frühling in stehenden Gewässern – und das in einer Anzahl von bis zu 1000 Larven pro Liter Wasser. Selbst eine halbleere Giesskanne oder eine Vogeltränke kann als Brutstätte dienen. Leeren Sie solche Wasserbehälter regelmässig.
  • Schutz bieten Moskitonetze.
  • Mücken werden nicht von Licht, sondern von unserem Geruch angezogen. Besonders Schweiss, aber auch einige Parfüms oder Deos riechen für Mücken verlockend – werden Sie besonders oft belästigt, könnte das also daran liegen.
  • Ähnlich wie Mückensprays überdecken auch ätherische Öle wie Lavendel, Pfefferminze, Zitrone, Eukalyptus oder Salbei unseren Körpergeruch. Stellen Sie kleine, mit Öl gefüllte Gefässe auf oder brennen Sie Duftkerzen ab. Ätherische Öle sollten nicht direkt auf die Haut aufgetragen werden, da sie Reizungen verursachen können.
  • Verzichten Sie auf UV-Leuchten oder sogenannte Insektengrills: Sie sind gegen Mücken unwirksam, töten dafür aber seltene und nützliche Insekten wie Nachtfalter.
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So beugen Sie Wespenstichen vor

Ob Allergiker oder nicht: Am besten, es kommt gar nicht erst zu einem Stich. Folgende Verhaltensregeln können helfen:

  • Halten Sie Distanz zu blühenden Blumen und Bäumen und verzichten Sie auf Parfüm, Haarspray oder parfümierte Sonnencremes. Bestimmte Düfte provozieren Wespen zum Angriff.
  • Tragen Sie lange Kleidung und bei der Gartenarbeit Handschuhe.
  • Allergiker sollten auf Naturwiesen und an Waldrändern nicht barfuss gehen.
  • Motorradfahrer sollten darauf achten, den Helm auch an heissen Sommertagen geschlossen zu halten und Handschuhe zu tragen.
  • Decken Sie Lebensmittel und Getränke im Freien zu. Kinder bekommen einen Trinkhalm.
  • Keine Garantie, aber einen Versuch wert: eine halbe Zitrone mit Gewürznelken spicken und auf den Tisch stellen. Die meisten Wespen mögen den Duft nicht.
  • Falls es trotz allem zu einer Attacke kommt: Geraten Sie nicht in Panik, machen Sie keine hastigen Bewegungen, und entfernen Sie sich langsam.

«Tun Sie sich etwas Gutes.»

Chantal Hebeisen, Redaktorin

Tun Sie sich etwas Gutes.

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