Jakob Hochuli kennt über 500 Vogelarten. Der 14-Jährige studiert ihre Namen wie Gleichaltrige Automarken oder Modelabels. Seine ­Leidenschaft ist mit einem Erlebnis verbunden, das sechs Jahre ­zurückliegt. Damals begleitete Jakob seine Mutter bei einer Exkur­sion mit Pro Natura. Um fünf Uhr morgens beobachteten sie die Balz der Birkhähne im Aletschgebiet. Da war es um den Buben ­geschehen: ­Hatte er sich zuvor vor allem für Säugetiere interessiert, machte ihn dieses Erlebnis zum absoluten Vogelfan. Heute reist der Gymnasiast aus Gais AR für sein Hobby durch die ganze Schweiz – in die Maga­dino­ebene, an den Neuenburgersee oder ins Rhonedelta. Die meisten Ausflüge unternimmt er mit seinen Kollegen von Natrix, einer ­Jugendgruppe des Schweizer Vogelschutzes. Im kommenden Frühling hilft er erstmals beim Leiten eines ornithologischen Grundkurses mit. Einen aktiven Beitrag zum Vogelschutz leistet ­Jakob durch seine Teilnahme bei Zählungen, beim Säubern von Nistkästen und bei ­Beringungen. Nahezu jede freie Minute ist er mit dem Fernrohr unterwegs: «Ich fühle mich den Vögeln einfach verbunden», erklärt der Tee­n­ager sein Enga­gement. Viele seien unglaublich schön und zu viele ­davon viel zu selten. Weil er weiss, wie wichtig intakte Lebensräume für ­Vögel sind, will Jakob später Umweltwissenschaften studieren – Ornithologie wäre ihm noch lieber, «aber das Fach wird in der Schweiz ­leider nicht mehr ­angeboten».

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