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C-DateDer Klick, der teuer wird

Dem Beobachter liegen mehrere Beschwerden gegen die Dating-Plattform C-Date vor. Der Grund: intransparente Preisgestaltung.

Wer sich auf C-Date registriert, sollte einen genauen Blick auf das Kleingedruckte werfen.

Von Veröffentlicht am 15. Februar 2019, aktualisiert am 19. Februar 2019

Noch nie war unverbindlicher Sex so einfach wie in digitalisierten Zeiten. Website auf, Präferenzen rein, schon wird drauflosgechattet. Auf Onlinedating-Websites wie C-Date prangt ganz gross: kostenlos registrieren! Streaming-Dienste Plötzlich bezahlen für Filme und Serien?

Sogleich poppt ein Fenster auf, und eine Dame schreibt einen an. Doch bevor man antworten kann, wird gefordert: Bitte Premium-Mitglied werden. Das «meistverkaufte» Angebot ist schon vorgewählt. «19,99 CHF für 6 Monate», dann folgt das Bezahlfenster. Doch wer nun vor lauter Vorfreude einfach abdrückt, übersieht das Kleingedruckte: «Ihre gewählte Laufzeit: 6 Monate für 19,99 CHF pro Woche». Und so werden aus CHF 19,99 in einem halben Jahr CHF 479.75 – zwei Wochen gibts also gratis.

Kein Widerrufsrecht bei C-Date

Dem Beobachter liegen mehrere Beschwerden vor. Eine solche intransparente Preisgestaltung ist laut Beobachter-Beratungszentrum klar stossend. «Im Onlinebereich wird die ‹Button-Lösung› angewandt», sagt Expertin Julia Gubler: Vor einer verpflichtenden Zahlung muss der gesamte Betrag auf dem Bezahl-Button oder in unmittelbarer Nähe ausgewiesen sein.

Da C-Date nicht wie andere Partnervermittlungsplattformen auf den Kunden zugeschnittene Vorschläge für eine feste Partnerschaft unterbreitet, greift in diesem Fall das 14-tägige Widerrufsrecht nicht. Nach Auffassung des Beobachters gilt aber gleichwohl das jederzeitige Kündigungsrecht, eine Mindestlaufzeit ist ungültig.

Weil kein Präzedenzfall zum jederzeitigen Kündigungsrecht existiert, ist das hier ein Graubereich», so Gubler. Das nützen die Online-Dating-Plattformen aus. Bei intransparenter Preisangabe rät Gubler, die Rechnung gar nicht erst nicht zu begleichen, da keine vertragliche Grundlage Obligationenrecht Hoppla, ist das jetzt ein Vertrag? für die Forderung besteht.

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