Frage: Ich will mir erstmals ein Handy anschaffen. Soll ich mich für ein Angebot mit Monatsabo oder eins mit Prepay entscheiden?

Antwort: Welches für Sie die günstigere Lösung ist, hängt von Ihrem Gesprächsverhalten ab. Generell gilt: Je mehr Sie selber telefonieren, desto eher lohnt sich ein Handy mit Monatsabo, weil dann die einzelnen Telefonate weniger kosten. Wenn Sie in der Regel angerufen werden oder das Handy bloss für Ausnahmesituationen brauchen, fahren Sie mit einem Prepaid-Handy (ohne Monatsgebühr, mit vorausbezahltem Gesprächsguthaben) besser und haben erst noch die beste Kostenkontrolle ein Tipp für Eltern, die ihren SMS-süchtigen Kindern das Handy sponsern. Achtung: Das Guthaben kann nach dem auf der Karte vermerkten Ablaufdatum verfallen, deshalb besser nicht zu grosse Beträge aufs Mal laden. Übrigens bietet Orange als vorerst einziger Anbieter auch eine selbst gewählte Kostenlimite für Abokunden an.

Frage: Mein Handy ist kaputt. Soll ich es reparieren lassen?

Antwort: Schauen Sie zuerst anhand der Kaufquittung nach, ob noch die Garantie (in der Regel ein Jahr nach dem Kauf) läuft. Andernfalls lassen Sie vom Händler abklären, ob sich eine Reparatur überhaupt noch lohnt und ob Sie während der Reparaturzeit ein Ersatzgerät erhalten (vorher alle gespeicherten Nummern und Einstellungen auf die SIM-Karte laden!). Wenn sich eine Reparatur nicht mehr lohnt: Fragen Sie Ihre Telekomgesellschaft (Swisscom, Sunrise oder Orange), ob sie einen Rabatt auf ein neues Gerät gewährt. Im Gegenzug müssen Sie sich für weitere 12, 18 oder 24 Monate verpflichten.

Frage: Mein Handy wurde gestohlen. Was muss ich jetzt unternehmen?

Antwort: Der beste Fall ist, wenn die im Gerät eingebaute PIN-Code-Sicherung aktiviert ist und das Handy nicht eingeschaltet war, als es Ihnen entwendet wurde: Dann kann der Dieb mindestens nicht auf Ihre Kosten telefonieren. Wenn das Handy eingeschaltet war, rufen Sie Ihre eigene Nummer an oder senden ein SMS und versprechen eine Belohnung bei Rückgabe. Auf jeden Fall sollten Sie sofort Ihre Telefongesellschaft anrufen und die Nummer sperren lassen.

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Frage: Ich will von Sunrise zu Orange wechseln, doch die alte Firma lässt mich nicht ziehen. Was kann ich tun?

Antwort: Leider operieren alle drei Mobilfunkanbieter mit so genannten Roll-over-Verträgen: Wenn der Vertrag vor Ablauf der Mindestdauer nicht gekündigt wird, läuft er automatisch weiter und ist nur noch einmal jährlich auf ein bestimmtes Datum hin kündbar. Am besten notieren Sie sich in der Agenda, auf welchen Zeitpunkt hin Sie den Vertrag kündigen könnten, oder Sie lassen sich per Mail rechtzeitig orientieren. Überprüfen Sie auch gleich (am besten mit Vergleichsdiensten im Internet), ob Ihr Abo noch das richtige für Ihre Telefoniergewohnheiten ist. Andernfalls, oder wenn Sie mit dem Service nicht zufrieden sind, ziehen Sie einen Wechsel in Betracht und erkundigen Sie sich nach den Angeboten.

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Frage: Ich möchte den Anbieter wechseln, will aber meine Telefonnummer behalten. Wie bewerkstellige ich das?

Antwort: Das können Sie auch, wenn Sie wechseln ausser mit einem Prepaid-Handy. Wichtig in diesem Zusammenhang ist vor allem: Kündigen Sie den Anschluss auf keinen Fall selber! Schliessen Sie bei einem Fachhändler einen Abovertrag mit dem neuen Anbieter ab und füllen Sie das Formular für die so genannte Nummernportierung aus. Kreuzen Sie unbedingt an, dass Sie das bisherige Abo unter Einhaltung der Kündigungsfrist auflösen, sonst wird eventuell eine Strafgebühr von 300 Franken fällig. Vom neuen oder vom alten Anbieter erhalten Sie dann eine Mitteilung (per Brief oder SMS), auf wann Ihr Anschluss umgeschaltet wird; dann können Sie die neue SIM-Karte in Ihr Handy einlegen und sind weiterhin unter Ihrer alten Nummer erreichbar.

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Frage: Warum verrechnet mir Swisscom für viele Handygespräche mehr als in der Werbung angepriesen?

Antwort: Swisscom hat den längst zum Allgemeingut gewordenen Begriff Natel gerichtlich als eigene Marke schützen lassen. Das führt dazu, dass Swisscom in den Preislisten gross erwähnt, welche Tarife für «Natelgespräche» zur Anwendung kommen. Für Telefonate zu Sunrise- oder Orange-Kunden gelten aber nicht diese Preise, sondern die (klein gedruckten) höheren Tarife für «Gespräche in andere Netze». Das Problem dabei: 079er-Nummern sind wegen der Nummernportierung nicht mehr unbedingt Swisscom-Anschlüsse. Ein Tipp: Klären Sie ab, welche Ihrer Bekannten bei welchem Anbieter sind, so können Sie teure Überraschungen vermeiden. Sie können sich auch bei Ihrer Telefongesellschaft erkundigen, ob eine bestimmte Nummer im eigenen Netz registriert ist (Swisscom: 0800 556 464, Orange: 0800 804 804; Sunrise verfügt über kein solches Angebot).

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Frage: Warum sind eigentlich Anrufe vom Festnetz aufs Handy so teuer?

Antwort: Fachleute sind sich darin einig, dass sich die Telefonanbieter daran eine goldene Nase verdienen. Während die Tarife für Verbindungen innerhalb des Festnetzes fast ins Bodenlose gefallen sind, sind die Festnetz-Handy-Tarife praktisch unverändert hoch geblieben auch weil sie die Schweizerinnen und Schweizer bis jetzt anstandslos bezahlt haben. Im internationalen Vergleich sind die hierzulande verrechneten Preise jedenfalls eher zu hoch; eine Korrektur ist jedoch erst zu erwarten, wenn sich der Mobilfunkboom merklich abschwächt oder wenn neue Konkurrenten auf dem Markt auftauchen.

Frage: Ich möchte mein Handy in die Ferien mitnehmen und nachher keine unliebsame Überraschung erleben was muss ich tun?

Antwort: Das so genannte Roaming (das Benützen von fremden Handynetzen) ist generell teuer. Erkundigen Sie sich vor der Abreise bei Ihrem Handyanbieter, was Anrufe und SMS in die Schweiz vom Reiseland aus kosten. Je nach Land gibt es mehrere Roaming-Anbieter mit unterschiedlichen Tarifen vergleichen lohnt sich. Klären Sie auch ab, was es kostet, angerufen zu werden, denn die Umleitung ankommender Gespräche von der Schweizer Grenze ins Reiseland bezahlen Sie! Dies können Sie vermeiden, indem Sie Ihr Handy so programmieren, dass alle ankommenden Gespräche automatisch auf den Beantworter geleitet werden. Kontrollieren Sie auch, ob Sie alle Nummern in Ihrem Telefonbuch mitsamt der internationalen Vorwahl für die Schweiz (+41...) abgespeichert haben.

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Frage: Ich will ein neues Handy soll ich jetzt eins kaufen oder warten, bis die modernsten Geräte (zum Beispiel mit UMTS-Technologie) verfügbar sind?

Antwort: Das Neuste vom Neuen ist höchstens für Technikfreaks interessant, aber diese besorgen sich ja ohnehin halbjährlich die modernsten Mobiltelefone. Die nächste Generation der Mobilfunktechnik, UMTS, hat die Marktreife noch längst nicht erreicht; der Start wird immer wieder verschoben. Und der viel gepriesene Multimedia Message Service (MMS, das SMS-Nachfolgeangebot mit dem Versand von Bildern, Klängen und Videos) wird zwar vielleicht diesen Herbst probehalber eingeführt, aber wohl frühestens in ein paar Jahren zum wirklichen Boom. Zudem werden auch die Preise (mutmasslich mindestens ein Franken pro MMS gegenüber 20 Rappen pro SMS) vorderhand eher abschre-ckend wirken.

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Frage: Ich will wissen, wie gesundheitsschädlich mein Handy ist. Wie kann ich das herausfinden?

Antwort: Die Wissenschaft forscht zwar auf Hochtouren, doch bislang gibt es keine eindeutigen Erkenntnisse, ob die von Handys abgestrahlte Energie gefährlich ist allerdings ist auch das Gegenteil nicht bewiesen. Bis jetzt verfügbar sind hingegen die Strahlenwerte für die meisten auf dem Markt erhältlichen Handys. Erkundigen Sie sich vor dem Kauf beim Fachhändler darüber oder konsultieren Sie im Internet die Vergleichstabellen (zum Beispiel unter www.topten.ch). Angegeben wird der so genannte SAR-Wert: Er gibt an, wie viel Strahlung beim Telefonieren höchstens in den Kopf eindringt. Der EU-Grenzwert liegt bei 2,0 Watt pro Kilogramm Körpergewicht. Tests haben aber gezeigt, dass die von den Herstellern gelieferten Angaben häufig von den Messresultaten abwichen; es gab Abweichungen (nach oben wie nach unten) von bis zu 20 Prozent.

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Infos rund ums Handy:

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