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ReisenLieber mit Bargeld oder Kreditkarte zahlen?

Jedes Zahlungsmittel hat Vor- und Nachteile. In den Ferien fährt man am besten mit einem Mix aus Bargeld und Karten. Hier eine Zusammenstellung der wichtigsten Varianten.

Manche wollen in den Ferien im Ausland lieber nur mit Bargeld bezahlen, andere nur mit der Kreditkarte. Doch was ist besser?
von aktualisiert am 05. Juli 2018

Bargeld

Schon unmittelbar nach der Ankunft im fremden Land ist man meist auf Bargeld angewiesen. Gepäckträger und Taxifahrer wollen es, auch für das kühle Bier nach dem langen Flug braucht man Cash.

Euro und US-Dollar kann man ruhig bei der Hausbank oder am Bancomaten in der Schweiz beziehen; die Kursunterschiede zum Reiseland sind minim.

Bei anderen Fremdwährungen wechselt man mit Vorteil erst im Ferienland; dort sind die Kurse günstiger. In vielen Ländern ist die Ein- und Ausfuhr von Bargeld limitiert oder gar verboten. Dafür findet man am Flughafen Geldautomaten oder eine Wechselstube.

Auf Reisen ist Bargeld gegen Verlust oder Diebstahl in der Regel nicht versichert.

Maestro-Karte/Postcard

Sie eignen sich in erster Linie für Bezüge an Automaten. Sie ermöglichen fast überall den Nachschub von Bargeld. Das ist sicherer, als bündelweise Banknoten mit sich zu führen. Pro Bezug im Ausland zahlt man rund fünf Franken Spesen. Sperrgebühren und Ersatzkarten kosten zusätzlich zur Jahresgebühr.

Maestro-Karte, Postcard und Kreditkarten muss man so sorgfältig aufbewahren wie Bargeld. Den PIN-Code sollte man nirgends notieren und stets verdeckt eintippen. Bei Diebstahl und Missbrauch haftet man oft bis zur Sperrung der Karte.

Mit der Maestro-Karte kann man weltweit in vielen Geschäften zahlen. Im Ausland kostet das aber jedes Mal rund CHF 1.50. Die Kontobelastung erfolgt zum Devisenkurs unmittelbar nach dem Bezug.

Diese Kosten kommen mit einer Maestro-Karte oder Postfinance Card bei Verwendung im Ausland dazu

            

Bank

            
            

bei Bargeldbezug (in der Landeswährung)

            
            

bei Einkauf mit Karte (in der Landeswährung)

            
            

Jahresgebühr

            
            

UBS

            
            

· CHF 5.- pro Bezug

           
            

· 1% des Einkaufswert, mindestens CHF 1.50

           
            

· CHF 40.-, inbegriffen bei Bankpaketen

            
            

Credit Suisse

            
            

· CHF 4.75 pro Bezug + 0.25% des abgehobenen Betrags

            
            

· CHF 1.50 pro Einkauf

            
            

· CHF 50.- pro Karte, bei Paketen meist inklusive

            
            

Raiffeisen

            
            

· CHF 4.50 pro Bezug

            
            

· CHF 1.50 pro Einkauf

            
            

· CHF 40.- pro Karte

· für Mitglieder im 1. Jahr kostenlos

            
            

ZKB

            

· CHF 5.- pro Bezug + 0.5% Fremdwährungszuschlag

            
            

·CHF 1.50 pro Einkauf + 0.5% Fremdwährungszuschlag

     

            

· CHF 40.- pro Karte, inklusive bei Paketen

            
            

Postfinance

            
            

· CHF 5.- pro Bezug
· gratis bei Spezialkonto

            
            

· Nicht möglich

            
            

· Kostenlos

            

Bemerkung:
Den folgenden Beispielen geht die Annahme voraus, dass der Kunde ein CHF-Konto besitzt und im Ausland in der Landeswährung bezahlt. Bei der Kontobelastung wird der Transaktionsbetrag durch die Bank in Schweizer Franken umgerechnet. Bei Reisen in fernen Destinationen können zusätzlich länderspezifische Limiten gelten, die vorab bei der Bank erfragt werden sollten.

Kreditkarten

Fast jede Bank hat eigene Kreditkarten. Wer sie nur wenig und vor allem in der Schweiz braucht, fährt mit einer gebührenfreien Kreditkarte am besten. Wer sie überwiegend im Ausland einsetzt, sollte vorher die Kosten vergleichen: Zahlungen kosten je nach Karte zwischen 1,2 und 2,5 Prozent Gebühren. Und Bargeldbezüge sind sehr teuer: Sie kosten bis vier Prozent des Betrags, mindestens jedoch zehn Franken. Kartenvergleiche findet man im Internet, etwa unter www.moneyland.ch.

Kennt man den mutmasslichen Jahresumsatz, kann man dort die jährlichen Gesamtkosten ausrechnen. Die Bezahlung erfolgt per Monatsrechnung, zum Teil sind die Zahlungsfristen von Kreditkartenrechnungen knapp bemessen Kreditkartenrechnung Welche Zahlungsfrist gilt? . Wer die offene Rechnung zu spät überweist, zahlt zum Teil happige Zinsen. Ausserdem sollte man einen Mahnstopp vereinbaren, falls die Abwesenheit in die Zeit fällt, in der die Rechnung zu zahlen ist. Bei Verlust oder Diebstahl haftet man oft bis zur Sperrung der Karte. Ersatzkarten erhält man meist schnell, auch im Ausland.

Diese Kosten kommen mit einer Kreditkarte bei Verwendung im Ausland dazu

Bank

bei Bargeldbezug mit Kreditkarte (in der Landeswährung)

bei Einkauf mit Kreditkarte (in der Landeswährung)

Jahresgebühr

UBS

· 4% des Bezugswert, mindestens CHF 10.-

· 1,75% auf den Betrag

· CHF 50.-, im ersten Jahr; bei Bankpaketen inklusive

Credit Suisse

· 3.75% des Bezugswert, mindestens CHF 10.-

· 2,5% auf den Betrag

· CHF 100.-, im Bonviva-Bundle inklusive

Raiffeisen

· 4% des Bezugswert, mindestens CHF 10.-
· 1.75% Bearbeitungsgebühr bei Bezahlung in CHF oder Fremdwährung

· 1.75% Bearbeitungsgebühr

· CHF 100.- pro Karte

· für Mitglieder im 1. Jahr kostenlos

ZKB

· 4% des Bezugswert, mindestens CHF 10.-
· 1.75% Bearbeitungsgebühr bei Bezahlung in Fremdwährung

· 1.75% auf den Betrag

· CHF 100.- pro Karte, teilweise inklusive

Postfinance · 3.5% des Bezugswert, mindestens CHF 10.-
· 1.2% Bearbeitungszuschlag bei Bezahlung in Fremdwährung

· 1.2% auf den Betrag

· CHF 50.- pro Karte, teilweise inklusive
Migros Cumulus · 3.75% des Bezugswert, mindestens CHF 10.-
· 1.5% Umrechnungszuschlag bei Bezahlung in Fremdwährung

· 1.5% auf den Betrag

· Kostenlos

Coop Supercard

· 3.75% des Bezugswert, mindestens CHF 10.-
· 1.5% Umrechnungszuschlag bei Bezahlung in Fremdwährung

· 1.5% auf den Betrag

· Kostenlos

Bemerkung:
Es wurden bei jedem Kreditkartenanbieter die Standard-Karte betrachtet.

Prepaid-Kreditkarten

Sie sind keine echten Kreditkarten: Man zahlt vorgängig Geld ein, das man danach mit der Karte wieder ausgeben kann. Sie eignen sich für alle, die aus Bonitätsgründen keine Kreditkarte erhalten oder ihr Verlustrisiko limitieren wollen. Zu den üblichen Gebühren fallen oft noch Gebühren für das Aufladen der Karte an.

Reisechecks/Swiss Travel Cash

Travelers Cheques sind fast von der Bildfläche verschwunden. Swiss Bankers hat die Ausgabe von Reisechecks in Franken sogar ganz eingestellt. Vorhandene Checks kann man jedoch zeitlich unbeschränkt einlösen.

Als Ersatz dient die Swiss Bankers Travel Cash Karte. Wie bei Prepaid-Kreditkarten muss man sie zuerst mit Geld aufladen; das kostet 1,5 Prozent des Betrags. Die Karte lässt sich zum Beziehen von Bargeld und zum Zahlen in Geschäften weltweit einsetzen. Der Bezug am Bancomaten kostet je nach Kartenwährung CHF 5.–, EUR 5.– oder USD 5.–. Das Bezahlen im Geschäft wird jeweils mit CHF 1.­– verrechnet.

Bei Verlust haftet man in der Regel für den Missbrauch, bis die Karte gesperrt ist. Swiss Bankers ersetzt die Karte weltweit innert ein bis drei Arbeitstagen je nach Destination kostenlos.

Weitere Informationen

Mehr zum Umgang mit Geld in den jeweiligen Ländern erhalten Sie bei Ihrer Bank, im Reisebüro, bei www.swissbankers.ch oder über die Gratis-App von Swiss Bankers (für iPhone & Android).

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3 Kommentare

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brandis
Seit ich die Revolut Karte habe, nutze ich nur noch diese. Kostenlos, super Wechselkurse, viele Zusatzdienste und volle Kontrolle via App.
dennistonster

Also ich benutze mittlerweile am liebsten Twint.

dennistonster

Oder Apple Pay.