Weltweit gibt es gegenwärtig rund 6'000 Sprachen.

Es gibt nur etwa 300 Wörter, die in allen Sprachen existieren und wirklich die gleiche Bedeutung haben. Dazu gehören: ich, du, nein, alles, gross, klein, Frau, Mann, essen, sehen, hören, Sonne, Mond, Wasser, Feuer, Nacht, Land.

Fremdsprachenwissen der deutschsprachigen Bevölkerung in der Schweiz: 72 Prozent haben Kenntnisse in Französisch, 67 Prozent in Englisch, 34 Prozent in Italienisch. Gar keine Fremdsprachen beherrschen neun Prozent.

Nur ganz wenige Sprachen haben mehr als 2000 Jahre überdauert, darunter Baskisch, Ägyptisch, Chinesisch, Griechisch, Hebräisch, Lateinisch, Persisch, Sanskrit und Tamil.

Die letzten fünf «Wörter des Jahres» in der Schweiz: «Sterbetourismus» (2007), «Rauchverbot» (2006), «Aldisierung» (2005), «Meh Dräck» (2004), «Konkordanz» (2003).

Die Überlebensschwelle für eine Sprache liegt bei rund 100'000 aktiven Benutzern.

Die Hälfte der Weltbevölkerung benutzt im Alltag nur neun verschiedene Sprachen: ­Chinesisch (1,2 Milliarden Menschen), Englisch (478 Millionen), Hindi (437 Millionen), Spanisch (392 Millionen), Russisch (284 Millionen), Arabisch (225 Millionen), Portugiesisch (184 Millionen), Französisch und Deutsch (je 125 Millionen).

Nach gängigen Prognosen ­wird bis Ende des 21. Jahrhunderts mehr als die Hälfte der heute gesprochenen Sprachen ausgestorben sein.

In Russland werden 123 Sprachen gesprochen - eine Auswahl: Aleutisch, Enzisch, Gagausisch, ­Inguschisch, Kalmückisch, Ketisch, Krimtschakisch, Mordwinisch, Nogaisch, Tofalarisch, Tschuktschisch, Udisch, Udmurtisch, Wepsisch.

Der Wortschatz der deutschen Standardsprache umfasst rund 75'000 Wörter, die Gesamtgrösse des deutschen Wortschatzes wird je nach Quelle und Zählweise auf 300'000 bis 500'000 Wortbausteine geschätzt.

Auf Neuguinea sind gegen 1'000 Idiome beheimatet - ein Sechstel aller existierenden Sprachen.

Das Wort D O N A U D A M P F S C H I F F A H R T S E L E K T R I Z I T Ä T E N H A U P T B E T R I E B S W E R K B A U U N T E R B E A M T E N G E S E L L S C H A F T gilt laut «Guinness-Buch der Rekorde» mit 79 Buchstaben als das längste veröffentlichte Wort in der deutschen Sprache.

Die Schweizer «Unwörter des Jahres» der letzten fünf Jahre: «Klimakompen­sation» (2007), «erweiterter Selbstmord» (2006), «erlebnisorientierte Fans» (2005), «Ökoterror» (2004), «Scheininvalide» (2003).

Die prozentuale ­Verteilung der Sprachen in der Schweiz: Deutsch: 63,7 Prozent, Französisch: 20,3 Prozent, Italienisch: 6,5 Prozent, Rätoro­manisch: 0,5 Prozent, Nichtlandessprachen: 9 Prozent.

Die Vereinigten Staaten werden gemeinhin als einsprachig (Englisch) wahrgenommen - Tatsache ist: Es gibt 224 Sprachen. Die meisten davon sind indianischen Ursprungs und vom Aussterben bedroht.

Eine Auswahl von «Unwörtern des Jahres» aus Deutschland: «Entlassungsproduktivität» (2005), «Tätervolk» (2003), «sozial­verträgliches Frühableben» (1998); aus Österreich: «Negativzuwanderung» (2005), «Bubendummheiten» (2004); aus Liechtenstein: «Auberginen­fürze» (2005).

In der Europäischen Union sprechen 450 Millionen Einwohner 23 offizielle Amtssprachen sowie 60 Minderheiten- und Regionalsprachen.

Für Alltagsgespräche in Deutsch reichen 400 bis 800 Wörter aus. Ein guter Redner verfügt dagegen über einen aktiven Wortschatz von etwa 4000 bis 10'000 Wörtern.

Es ist unklar, ob es so etwas wie eine Ursprache der Menschheit gegeben hat. Und wenn, dann war es kaum eine Sprache im engeren Sinn: Die Forschung geht davon aus, dass die ersten Symbole primitive Gebärden waren und dass sich die Lautsprache erst viel später entwickelt hat.

Um anspruchsvollere Texte aus Zeitschriften zu verstehen, benötigt man einen Wortschatz von 4'000 bis 5'000 Wörtern, in Ausnahmefällen wie bei Goethe (zirka 80'000) oder Joyce (zirka 100'000) auch viel mehr.

Die zehn häufigsten Wörter in der deutschen Sprache: 1. der; 2. die; 3. und; 4. in; 5. den; 6. von; 7. zu; 8. das; 9. mit; 10. sich.

Noch bis in die heutige Zeit werden Völker entdeckt, die bislang nie gehörte Idiome sprechen. So stiess man 2007 auf die Sprachgemeinschaft der Metyktire-Indianer in Brasilien.

In Brasilien verschwanden seit der portugiesischen Kolonisierung
im 16. Jahrhundert drei Viertel der ehemals 720 Sprachen.

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Quellen: Unesco, Bundesamt für Statistik, Wikipedia, «Geo Wissen». Harald Haarmann: «Sprachen-Almanach»