1. Home
  2. Konsum
  3. Konsumentenschutz
  4. Business Academy: Kreatives Eintreiben von angeblichen Schulden

Business AcademyKreatives Eintreiben von angeblichen Schulden

Kreatives Eintreiben von angeblichen Schulden
Seminar der Business Academy Bild: Business Academy

Die Business Academy hat eine neue Masche. Ihre Inkassostelle, die Fairpay GmbH, treibt angebliche Schulden bei Ex-Kunden ein. Das «einmalige Angebot»: Mit 1500 Franken würden alle Ausstände getilgt.

von Vanessa Naef

Das Schreiben ging an Leute, die ihren Vertrag mit der Weiterbildungsfirma vor Jahren abgeschlossen und innert der gesetzlichen Frist gekündigt haben. Beobachter-Beraterin Nathalie Garny: «Wer einen solchen Brief erhält, soll nicht reagieren. Im Fall einer Betreibung ist es aber empfehlenswert, sich rechtlich beraten zu lassen.» Die Business Academy – sie tritt neu auch als Business-Converter Inc. auf – funktioniert ähnlich wie illegale Schneeball­systeme: Besucher der überteuerten Kurse sollen selber Seminare verkaufen.

Zahlungsauftrag gefälscht?

Die Fairpay GmbH belässt es nicht bei Angeboten. Offenbar bedient sie sich selbst bei Opfern, wie der Fall von Michael Bauer (Name geändert) zeigt. Trotz fristgerechter Kündigung erhielt er eine Rechnung über 4800 Franken. Als er nicht bezahlte, holte sich die Firma nach seiner Aussage per gefälschten Zahlungsauftrag Geld von seinem Konto. «Plötzlich fehlten 3000 Franken», so ­Bauer. Er vermutet, seine Personalien samt Kontonummer und Unterschrift seien von ­anderen Dokumenten eingescannt und auf den Zahlungsauftrag kopiert worden. Dieser ist auf den 15. Juni 2009 datiert – gut einen Monat nach Bauers schriftlicher Kündigung. Er reichte Strafanzeige ein und liess das Dokument im Labor untersuchen. Die Kantons­polizei habe ihm mündlich bestätigt: Es handle sich um eine Fälschung. Gegenüber dem ­Beobachter sagte die Polizei, Bauer sei kein Einzelfall.

Die Fairpay GmbH sowie die Business Academy wehren sich gegen diese Vorwürfe: «Es gibt keine Fälschungen. Dieser Vorwurf ist aus der Luft ge­griffen und in keinster Weise haltbar.»

Veröffentlicht am 2009 M09 01

Bitte melden Sie sich an, um zu diesem Artikel zu kommen­tieren.

16 Kommentare

Sortieren nach:Neuste zuerst
Rene
Hi, habt ihr euren Anwalt auch dieses Steckenpferd gezeigt wobei er sich darauf stützen kann? Falls Sie unterschrieben und schon gezahlt haben: Fordern Sie das Geld zurück und verweisen Sie dabei auf das Urteil des Bezirksgerichts Horgen vom 12. September 2006. Wenden Sie sich für die Rückforderungsklage an einen Anwalt. Der K-Tipp kann Ihnen Anwälte nennen, die auf diesem Gebiet Erfahrung haben. Damit dürfte es die BA schwer haben Gegenargumente zu finden denn sämtliche Gerichte in der Schweiz haben die BA als kriminelle Gesellschaft eingestuft. Ich habe auch diesen Fehler gemacht so ein Weiterbildungskurs zu unterschreiben weil man regelrecht genötigt wurde.
Blub
Ich habe auch den Fehler mit der BA gemacht. Die Fairpay hat mich betrieben ich habe sogar einen Anwalt eingeschaltet. Es wurde Rechsvorschlag gemacht nachher kam eine Pfändungsankündigung. Es ging vor Gericht. Habe leider verloren. So musste ich 4500 Fr. an die drecks Fairpay zahlen sofort oder sie hätten mich gepfändet und hatte noch 2000 Fr. Anwaltskosten. Diese piiiiiiiip sollte ma den gar ausmachen. Finger weg von der BA.
natibüsi
Hallo zusammen unnd zwar hab ich das problem auch ich muss zahlen si hatten die 7000fr. Und ich hocke bis 2017 auf den schulden etwas müssen wir machen tun !!!
luky
Sorry, Mail vergessen:luky_willimann@yahoo.de