Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Geben Sie deshalb nie eigenmächtig Medikamente an Ihr Kind ab, auch wenn Sie selbst, ein älteres oder jüngeres Kind das Mittel gut vertragen haben. Auch gleichaltrige Kinder können je nach körperlicher Entwicklung unterschiedlich auf die gleichen Medikamente reagieren.

  • Nur ärztlich verordnete Medikamente geben: Verwenden Sie immer nur die Medikamente, die der Arzt für die aktuelle Krankheit verordnet. Seien Sie auch bei rezeptfreien Produkten kritisch und zurückhaltend.

Immer an den Behandlungsplan halten: Wenn der Kinderarzt ein Medikament verordnet, halten Sie sich genau an die vorgeschriebene Dosis, Häufigkeit der Einnahme und die Behandlungsdauer. Selbst das beste Medikament ist falsch dosiert, wenn es im falschen Moment eingenommen wird.



Beim Arzt rückfragen: Fehlt die Kinderdosierung in der Packungsbeilage, fragen Sie den Arzt, ob es nicht ein besser dokumentiertes Medikament mit der gleichen Wirkung gibt. Wenn der Arzt auf dem Medikament ohne angegebene Kinderdosierung besteht, verlangen Sie eine Begründung. Holen Sie eine zweite Meinung ein, wenn Sie die Antwort nicht befriedigt.



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Prüfen Sie die Notwendigkeit: Fragen Sie den Kinderarzt immer zuerst, ob überhaupt ein Medikament notwendig ist oder ob man die Krankheit auch mit Hausmitteln behandeln kann.



Vorsicht auch bei Naturheilmitteln: Beraten Sie sich auch bei Naturheilmitteln mit dem Arzt. Auch rein pflanzliche Medikamente oder Kräutertees haben oft Wirkstoffe, die dem kindlichen Organismus schaden können.



Holen Sie sich unabhängigen Rat: Wenn Sie für eine zweite Meinung nicht sogleich zu einem anderen Kinderarzt möchten, steht die pharmaunabhängige Schweizerische Medikamenten-Informationsstelle (SMI) zur Verfügung:

Telefon 0900 57 3554; Fr. 1.49/Min.