Kratzen im Hals und Schluckweh sind typische Symptome einer entzündeten Rachenschleimhaut. Oft kommt Fieber hinzu und – falls auch der Kehlkopf entzündet ist – Heiserkeit. Ein Blick in den Spiegel zeigt ausserdem, ob die Rachenmandeln entzündet und vergrössert sind. Zudem können die Lymphknoten an Unterkiefer und Hals geschwollen sein.

Gegen Halsschmerzen gibt es einfache, aber äusserst wirksame Hausmittel

  • Trinken Sie viel, um die Schleimhäute feucht zu halten.
  • Achten Sie darauf, dass die Raumluft befeuchtet ist.
  • Wenden Sie Gurgellösungen an – entweder auf pflanzlicher Basis (Salbei, Kamille, Thymian) oder mit synthetischen Wirkstoffen (Hexetidin, Chlorhexidin Dequalinium).
  • Lutschen Sie entzündungshemmende Tabletten (mit Emser Salz, Isländisch Moos, ätherischen Ölen aus Latschenkiefer, Eukalyptus oder Pfefferminze).
  • Essen Sie vitaminreich und verzichten Sie auf Alkohol und Nikotin.
  • Kindern sollten keine Medikamente mit Acetylsalicylsäure (Aspirin, Aspégic) verabreicht werden, da in seltenen Fällen gefährliche Reaktionen auftreten können (zum Beispiel das Reye-Syndrom).

Die Rücksprache mit einem Arzt empfiehlt sich in folgenden Fällen

  • Wenn Atembeschwerden, starke Krankheitsgefühle oder sehr heftige Schluckschmerzen auftreten.
  • Wenn ein Säugling oder jemand mit verminderter Immunabwehr erkrankt.
  • Bei über 39 Grad Fieber, wenn die Behandlung keine Wirkung zeigt.
  • Bei einer Mandelentzündung, die durch Streptokokken verursacht wurde.
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Fragen und Antworten zum Thema Halsweh und Angina

Dr. Jürg Hess praktiziert seit über 35 Jahren Komplementärmedizin und ist Mitglied des Verwaltungrats der Stiftung Paramed. Er hat die am häufigsten von Leserinnen und Lesern gestellten Fragen zum Thema Halsweh und Angina beantwortet.

Ich hatte eine Woche lang starke Halsschmerzen und verarztete mich mit Lutschtabletten aus der Apotheke. Was hätte die Naturheilkunde für mich?

Antwort: Es gibt diverse naturheilkundliche und komplementärmedizinische Anwendungen – zum Beispiel gezielte Ab- und Ausleitungsverfahren, klassische Homöopathie und Phytotherapie, manuelle Lymphdrainage sowie Enzymtherapie.

Daneben existieren bewährte Hausmittel: Stellen Sie bei einer Angina so weit wie möglich auf flüssige Kost um und trinken Sie frisch gepressten Zitronensaft, der mit abgekochtem Wasser verdünnt und mit Honig gesüsst wird. Kalte Halswickel mit Salzwasser oder Quark entziehen Wärme, sind entzündungshemmend und lindern die Schmerzen. Ausserdem sollte man sich viel Ruhe und Entspannung gönnen.

Meine beiden Kinder leiden unter Halsweh. Wie erkenne ich, ob sie Angina haben?

Antwort: Eine Angina beginnt in der Regel mit einer starken Beeinträchtigung des allgemeinen Wohlbefindens. Dann treten Schluckbeschwerden und Halsschmerzen auf – meist begleitet von vermehrtem Speichelfluss und Abgeschlagenheit. Bei Kindern kommt es schnell zu Fieber und Schüttelfrost. Solche Symptome können auch Laien gut erkennen – allerdings ist es für sie schwierig, Angina von einer anderen Erkrankung zu unterscheiden. Für eine eindeutige Diagnose empfiehlt sich der Gang zum Arzt. Dieser inspiziert den Rachen und nimmt weitere Untersuchungen vor (Lymphknoten- und Rachenabstrich).

Ich habe einen empfindlichen Hals und bekomme rasch Halsweh. Meine Freundin riet mir, zur Vorbeugung regelmässig in die Fussreflexzonenmassage zu gehen. Was ist davon zu halten?

Antwort: Fussreflexzonenmassagen werden zwar nicht ausdrücklich gegen Halsschmerzen eingesetzt. Die Erfahrung zeigt aber, dass sie das Abwehrsystem anregen. Der Körper stellt sich dank der Massage auf die Beschwerden ein, bevor sie akut auftreten. Kommt es dennoch zu einer Entzündung, klingen die Schmerzen meistens schneller ab.

Honig gilt als bewährtes Hausmittel gegen Halsschmerzen. Ich vertrage jedoch Bienenhonig schlecht. Gibt es eine Alternative?

Antwort: Gurgeln mit Honigwasser ist tatsächlich eines der wirksamsten Naturheilmittel gegen Halsschmerzen oder wunde Stellen im Mund. Allergiker, Schwangere und Kinder sollten auf pasteurisierten Honig ausweichen.

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