Verletzungsart Besonderheiten Was Sie vor dem Arztbesuch selber dagegen tun können
Wunden mit sehr starker, eventuell pulsierender Blutung Wahrscheinlich ist ein grösseres Blutgefäss verletzt. Als Erstes muss die Blutung gestillt werden.

Arm oder Bein hochlegen. Mit Mullkompresse oder sauberem Stofftaschentuch auf die Verletzung drücken. Auf Kompresse oder Taschentuch ein Verbandspäckchen legen und eine Binde fest darumwickeln (Druckverband). Hilft das nicht, muss die Schlagader durch Fingerdruck abgedrückt werden.

Grössere Schnittwunden Klaffen bei längeren Schnittwunden die Wundränder auseinander, muss genäht werden. Bei tiefen Schnittwunden können grössere Blutgefässe, Nerven oder Sehnen verletzt sein.

Bei tiefen Schnittwunden: Mullkompresse oder sauberes Stofftaschentuch auf die Wunde legen, Druckverband anlegen.

Stichwunden Sind meist klein oder nur punktförmig und bluten wenig. Die Tiefe ist schwer abschätzbar. Gefahr von Infektion und Verletzung von Sehnen oder Nerven.

Mullkompresse oder sauberes Stofftaschentuch auf die Wunde legen und Wundauflage auf der gesunden Haut mit Pflasterstreifen locker festkleben.

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Splitterverletzungen, Wunden mit grösseren Fremdkörpern Kleine Splitter kann man oft nicht erkennen. Grössere Fremdkörper stecken eventuell in einem Blutgefäss und dichten dieses ab. Ausserdem Gefahr von Infektion und Verletzung von Sehnen oder Nerven.

Grössere Fremdkörper nicht selbst entfernen, sondern ein sauberes Taschentuch als Ring um den Fremdkörper legen, Mullkompresse oder sauberes Stofftaschentuch darüber legen und alles mit einer Mullbinde locker fixieren. Befindet sich der Fremdkörper nicht mehr in der Wunde und blutet die Wunde stark, Druckverband anlegen.

«Metzgerverletzungen» Wunden, die beim Zerteilen von rohem Fleisch entstehen. Grosse Infektionsgefahr, auch bei kleinen Verletzungen.

Mit Schmierseife, notfalls auch Geschirrspülmittel (Ökoprodukt ohne Duftstoffe) und viel Wasser auswaschen.

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Bisswunden Grosse Infektionsgefahr, auch bei kleinen Verletzungen.

Mit Schmierseife, notfalls auch Geschirrspülmittel (Ökoprodukt ohne Duftstoffe) und viel Wasser auswaschen.

Risswunden, Rissquetschwunden Typisch sind zerfetzte und gequetschte Wundränder.

Damit die Wunde heilen kann, muss der Arzt die Wundränder ausschneiden und die Wunde nähen. Mullkompresse oder sauberes Stofftaschentuch auf die Wunde legen und Wundauflage auf der gesunden Haut mit Pflasterstreifen locker festkleben.