Immission

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Eine Immission ist das störende Einwirken, meist vom einen Grundstück auf das andere. Gegenstück zur Immission ist die Emission, also der Ausstoss an der Quelle. Ohne Emission am einen gibt es keine störende Immission am anderen Ort. Jede Einwirkung ist dementsprechend auf eine Emission zurückzuführen.

Der Begriff der Immission ist für Juristen vor allem im Nachbarrecht relevant. Nicht selten fühlt sich ein Nachbar gestört, weil vom Nachbargrundstück Lärm, Gestank, Rauch oder dergleichen ausgeht. Juristen unterscheiden verschiedene Arten von Immissionen: materielle, ideelle und negative Immissionen.

Materielle Immissionen sind physische Einwirkungen wie beispielsweise Rauch, Russ, lästige Dünste, Lärm oder Erschütterungen. Solche Einwirkungen sind in den verschiedensten Konstellationen denkbar – so zum Beispiel, wenn es wegen der Tierhaltung in der Nachbarschaft stinkt, etwa aufgrund eines Schweinestalls, oder wenn sich eine Kompostanlage in der Nähe befindet. Für Konfliktpotenzial sorgt auch die Geruchs- und Rauchbelästigung durch grillierende Nachbarn oder die nächtliche Ruhestörung durch Partylärm und laute Musik.

Ideelle Immissionen bewirken hingegen ein psychisches Unbehagen beim betroffenen Nachbarn. Dies kann etwa vorkommen, wenn in der Nachbarschaft plötzlich ein Schlachthaus oder ein Rotlicht-Etablissement betrieben wird.

Negative Immissionen wirken weder körperlich noch psychisch ein, sondern entziehen dem betroffenen Nachbarn in der Regel etwas – sei es Aussicht, Sonnenlicht oder Wind. Häufig kommen solche negativen Immissionen vor, wenn der Nachbar Bäume und Sträucher pflanzt oder Mauern und Sichtschutzwände erstellt.

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