Der Corona-Lockdown hatte auch sein Gutes: mehr Zeit für die Familie, mehr Zeit, mit Freunden zu telefonieren, in Ruhe Bücher zu lesen, fein zu kochen und Serien zu schauen. Einfach mal runterkommen, alles ein bisschen zurückfahren. Doch: Wer die Zeit des Lockdowns geniessen konnte, muss sich bewusst sein, dass das ein Privileg war. Wer es vor Corona schlecht hatte, dem ging es im Lockdown noch schlechter.

Das wird am Beispiel von Monika B. klar: Ihr Leben ist schon seit Jahren heruntergefahren. Die 46-Jährige sitzt mehr oder weniger allein daheim, ist gehbehindert, leidet an chronischen Depressionen und hat kaum Geld, um sich mal etwas leisten zu können. Und dann ging gleich zu Beginn des Lockdowns auch noch der alte Fernseher kaputt. Die Stiftung SOS Beobachter finanzierte ihr einen neuen.

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