Nothilfekurs

Wer sich mit einem motorisierten Fahrzeug auf die Strasse begibt, muss wissen, wie man bei einem Verkehrsunfall Erste Hilfe Erste Hilfe Leben retten – so reagieren Sie richtig leistet. Aus diesem Grund ist der Besuch eines Nothilfekurses einer der ersten Schritte auf dem Weg zum Billett.

Der Nothilfeausweis darf für die Anmeldung zur Theorieprüfung beziehungsweise für das Gesuch zum Lernfahrausweis nicht mehr als sechs Jahre zurückliegen. Der Kursanbieter muss eine vom Bundesamt für Strassen (ASTRA) anerkannte Organisation sein und die Unterrichtsdauer sollte mindestens zehn Stunden betragen. Der Schweizerische Samariterbund (SSB) gehört mit seinen regionalen und lokalen Vereinen zu den am meisten verbreiteten Anbietern. Eine Liste mit Nothilfekursen zeigt, wo die nächsten Kurse stattfinden. Laut SSB ist mit Kosten zwischen 120 und 190 Franken für den Kurs und den Ausweis zu rechnen.

Lernfahrausweis

Ohne den Lernfahrausweis geht gar nichts. Er berechtigt Neulenker zum Führen eines Kraftfahrzeugs auf öffentlichen Strassen, entweder zusammen mit einer Begleitperson oder einem professionellen Fahrlehrer. Dabei dürfen Lernfahrten mit Motorwagen nur mit einer Begleitperson gemacht werden, die das 23. Altersjahr vollendet hat, seit wenigstens drei Jahren den entsprechenden Führerausweis hat und diesen nicht mehr auf Probe besitzt. 

Voraussetzungen: Um das blaue «L» für die Fahrzeugkategorie B beantragen zu können, muss man einen Wohnsitz in der Schweiz haben und gesund sein. Ob jemand die medizinischen Mindestanforderungen erfüllt, wird durch Fragen im Gesuchsformular geprüft. Am wichtigsten ist der Sehtest. Das Ergebnis muss durch einen Optiker oder Augenarzt direkt im Gesuchsformular eingetragen werden. Der Sehcheck darf nicht älter als 24 Monate sein. Der Lernfahrausweis kann in der Regel frühestens einen Monat vor Erreichen des 18. Altersjahres beantragt werden. Nicht in allen Kantonen gilt dieselbe Frist, informieren Sie sich beim Strassenverkehrsamt Ihres Wohnsitzkantons.

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Gesuch einreichen: Das «Gesuch um Erteilung eines Lernfahrausweises» kann bei den Gemeinde- und Stadtverwaltungen oder auch digital bei den Strassenverkehrsämtern der Kantone bezogen werden. Bei erstmaliger Gesuchseinreichung ist ein persönliches Vorsprechen bei der Einwohnerkontrolle der Gemeinde oder beim kantonalen Strassenverkehrsamt erforderlich. Zur Identifizierung der Person wird zudem ein amtlicher Bildausweis (bei Ausländern zusätzlich der Ausländerausweis) verlangt. Neben dem Gesuch sollten Sie auch ein bis zwei aktuelle Passfotos im Format 35x45 mm sowie den Nothilfeausweis mitnehmen. Sind die Dokumente vollständig, werden diese an die Zulassungsbehörde zur Prüfung geschickt.

Kosten: Je nach Kanton zwischen 50 und 110 Franken. In der Guider-Checkliste «Übersicht über die Kosten der Fahrausbildung» sehen Mitglieder genauer, wie viel sie für den Lernfahrausweis in ihrem Wohnkanton bezahlen.

Mindestalter wird auf 17 Jahre gesenkt

Im Zusammenhang mit der Revision der Führerausweisvorschriften wird ab dem 1. Januar 2021 das erforderliche Mindestalter zum Erwerben des Lernfahrausweises herabgesetzt. Somit kann den Lernfahrausweis beantragen, wer das 17. Altersjahr erreicht hat.

Achtung: Wer die praktische Führerprüfung ablegen will und noch nicht 20 Jahre alt ist, muss mind. 12 Monate lang mit dem Lernfahrausweis Fahrpraxis gesammelt haben.

Private Lernfahrten

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Sie wollen mit dem Vater eine private Lernfahrt unternehmen? Unser Rechtsexperte sagt, worauf Sie dabei achten sollten.

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Theorieprüfung

Haben Sie das Gesuch für den Lernfahrausweis gestellt, wird es sicher noch mehrere Tage bis Wochen dauern, bis Sie das Bestätigungsschreiben des Strassenverkehramtes zusammen mit dem Aufgebot zur Theorieprüfung bekommen. In dieser Zeit – oder besser vielleicht schon zuvor – sollten Sie mit dem Lernen der Basistheorie beginnen.

Lernstrategie: Haben Sie eine Fahrschule gewählt, wird der Lehrer mit Ihnen den Stoff für die Fahrprüfung durchgehen und Fragen im Theorieunterricht besprechen. Sie können von ihm auch einen lizenzierten Katalog mit Prüfungsfragen beziehen. Der Besuch des Theorieunterrichts wird jedoch nicht vorausgesetzt, um die Prüfung abzulegen. Die Vereinigung der Strassenverkehrsämter (asa) bietet über verschiedene Lizenznehmer ebenfalls Lernmittel in Form von Büchern, CD-Roms oder Apps an. Eine solche App ist beispielsweise «iTheorie Premium» mit Originalfragen und –abbildungen aus Theorieprüfungen vergangener Jahre.

Prüfungsablauf: Der Test wird am Computer durchgeführt und ist als Multiple-Choice aufgebaut. Sie müssen insgesamt 50 Verkehrssituationen beurteilen. Zu jeder Frage gibt es drei Behauptungen, wovon mehrere richtig oder falsch sein können. Treffen mehrere Behauptungen auf eine bestimmte Verkehrssituation zu, müssen Sie diese alle markieren. Pro falsche Markierung gibt es einen Fehlerpunkt, also maximal drei pro gestellte Frage. Gesamthaft sind 150 Punkte zu holen und mindestens 135 sind nötig, um die Theorieprüfung zu bestehen. Der Test dauert 45 Minuten und kann beliebig oft wiederholt werden. Die Vereinigung der Strassenverkehrsämter stellt eine Test-Demo mit zwanzig Prüfungsfragen für die Basistheorie zur Verfügung, damit Kandidaten ein Gefühl für den Prüfungsaufbau bekommen. 

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Erteilung des Lernfahrausweises: Wer die Theorieprüfung besteht, erhält den Lernfahrausweis. Dieser ist während zwei Jahren gültig. Der Ausweis berechtigt – vorausgesetzt, dass der Lenker mindestens 18 Jahre alt ist – zum Besuch der Fahrschule sowie zum Verkehrskundeunterricht.

Kosten: Je nach Kanton zwischen 25 und 40 Franken. In der Guider-Checkliste «Übersicht über die Kosten der Fahrausbildung» sehen Mitglieder genauer, wie viel sie für die Theorieprüfung in ihrem Wohnkanton bezahlen.

Fragen zur Theorieprüfung

Muss ich die Theorieprüfung zwingend in meinem Wohnkanton machen?
Nein, die meisten Kantone erlauben gegen Zahlung einer Gebühr, die Theorieprüfung auch in einem anderen Kanton zu absolvieren.
 

Kann es ein Nachteil sein, wenn ich die Theorie nur im Eigenstudium und nicht bei einer Fahrschule lerne?
Das kommt in erster Linie auf das verwendete Lehrmittel an und wie gut das Verständnis für gewisse Verkehrssituationen vermittelt wird. Wenn Sie die richtigen Prüfungsantworten quasi einfach nur auswendig lernen, wird das wenig nachhaltig sein. Dies kann sich spätestens dann negativ auswirken, wenn der Fahrlehrer die Basistheorie während der Fahrstunde mit Ihnen nachholen muss. Dann konnten Sie sich zwar das Geld für die Theorie bei einer Fahrschule sparen, verlieren aber umso mehr Zeit in der teureren Fahrstunde.

Dürfen Velofahrer einen Hund an der Leine führen? Viele Verkehrsregeln lernt man in der Theorie – und vergisst sie wieder. Oder wissen Sie sie noch? Testen Sie sich! Verkehrsregeln Quiz: Würden Sie die Fahrprüfung bestehen?

Fahrschule

Kompetenzen: In der Fahrschule werden Sie insgesamt folgende vier Ausbildungselemente durchlaufen:

  • Bei der Vorschulung geht es darum, ein Gefühl für das Fahrzeug und die Fahrdynamik zu entwickeln. Dazu erklärt Ihnen der Fahrlehrer erst einmal die Fahrzeugbedienung und welche Blicktechniken Sie sich aneignen sollten. Dieser Ausbildungsteil findet vorwiegend ausserhalb des Verkehrs z.B. auf autofreien Plätzen statt.
  • Bei der Grundschulung wird langsam an die Strasse herangetastet. Bei dieser Phase lernen Sie, Prozesse der Autobedienung zu verinnerlichen und erhalten ein Gefühl für das Fahren in Spuren und für die Geschwindigkeit.
  • Die Hauptschulung als nächste Stufe geht auf befahrenere Strassen über und soll vermitteln, wie Sie auf andere Verkehrsteilnehmer achten.
  • Zu guter Letzt lernen Sie bei der Perfektionsschulung selbständig zu fahren. Sie wissen in allen Verkehrssituationen, wie Sie sich zu verhalten haben und handeln angemessen in Gefahrensituationen.

Don’ts während der Fahrschulzeit: Für Probefahrten mit dem Fahrlehrer oder einer Begleitperson sollten Sie immer den Lernfahrausweis mitführen Fahren ohne Ausweis Ist Rumfahren auf Privatplätzen erlaubt? . Wer diesen vergisst, riskiert eine Busse. Für Lernfahrende gilt ein absolutes Alkoholverbot. Anfangs sollten Sie verkehrsreiche Strassen vermeiden. Auch auf Autobahnen dürfen Sie nur dann, wenn Sie prüfungsreif sind oder der Fahrlehrer Sie für genügend fahrsicher hält. Vergessen Sie ausserdem nicht, bei einer privaten Lernfahrt das blaue «L» auf der Rückseite des Wagens anzubringen. Auf diese Weise wissen andere Verkehrsteilnehmer, dass der Fahrer vielleicht unsicher reagiert.

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Kosten: Gemäss Auskunft des Schweizerischen Fahrlehrer Verbands ist je nach Region mit 80 bis 100 Franken pro Fahrstunde zu rechnen. Für das Bestehen der Fahrprüfung sind durchschnittlich 30 Fahrstunden nötig.

Tipp: Lassen Sie sich nicht dazu verleiten, so schnell wie möglich die praktische Prüfung anzugehen, nur weil gleichaltrige Kollegen weniger Fahrstunden dafür benötigt haben. Konzentrieren Sie sich auf sich selbst und auf die Einschätzung Ihres Fahrlehrers.

Fragen zur Fahrschule

Sind wir mit dem Familienauto genügend versichert, wenn es auf einer privaten Begleitfahrt zu einem Crash kommt?
Nach Angaben der AXA und der Zurich Versicherung sind Lernfahrten abgedeckt, wenn diese zusammen mit einer Begleitperson, z. B. mit dem Vater, unternommen werden. Verursacht ein Lernfahrender unter 25 Jahren einen Schaden, kommt meinst ein Selbstbehalt von 1000 Franken für Haftpflicht- wie auch für Vollkaskoschäden zum Tragen. In der Regel werden Fahrzeughalter beim Vertragsabschluss gefragt, ob auch Junglenker das Familienauto benutzen. Fragen Sie zur Sicherheit bei Ihrer Versicherung nach der Deckung und ob ein solcher Vermerk gemacht wurde.
 

Kann ich, wenn ich die Fahrschule mit einem Automatik-Auto absolviert habe, später auch mit Gangschaltung fahren?
Ja, das ist seit dem 01.02.2019 möglich. Wer die Fahrprüfung in einem Fahrzeug mit Automatikgetriebe absolviert und bestanden hat, darf anschliessend auch mit handgeschalteten Autos fahren. Wer die Führerprüfung vor diesem Stichtag mit einem Automaten gemacht und deshalb die entsprechende Beschränkung im Führerausweis eingetragen hat, kann die Beschränkung beim zuständigen Strassenverkehrsamt entfernen lassen, sofern keine gesundheitlichen Probleme dagegen sprechen.
 

Muss ich zwingend Fahrstunden nehmen oder kann ich einfach nur mit meinem Vater üben?
Sie sind nicht verpflichtet, sich bei einer Fahrschule anzumelden, um die Fahrprüfung zu absolvieren. Fahrlehrer und Fahrlehrerinnen haben jedoch den grossen Vorteil, dass sie professionell geschult und die Autos optimal ausgestattet sind. Ausserdem kann ein Fahrlehrer helfen, falsche Gewohnheiten sofort zu korrigieren. Ohne Fahrlehrer dürfte es um einiges schwieriger sein, sich diese später wieder abzugewöhnen.
 

Darf ich auch Lernfahrten ins nahe Ausland unternehmen?
Das kommt auf die dort geltenden Vorschriften an. Je nach Land können Ihnen eine Schweizer Vertretung, die ausländische Zollstelle, die Verkehrsverbände oder Automobilclubs Auskunft geben. Für Lernfahrende ist aber grundsätzlich eher davon abzuraten.

Verkehrskundeunterricht

Fahrschüler müssen einmal während ihres Fahrtrainings zu einem Kurs, der ein Gefühl für besondere Situationen und Gefahren vermitteln soll. Die Teilnehmer sollen hierbei zu einer defensiven und verantwortungsbewussten Fahrweise motiviert werden. Der Unterricht läuft über die Fahrschule oder eine Organisation und dauert insgesamt acht Stunden. Die Bescheinigung ist für zwei Jahre gültig. In dieser Zeit muss die Fahrprüfung erfolgreich bestanden sein.

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Neu unbeschränkte Gültigkeit

Bisher hatte man nach Bestehen der Theorieprüfung oder nach dem Besuch des Verkehrskundeunterrichts zwei Jahre Zeit, um sich für die praktische Führerprüfung anzumelden. Diese zeitliche Befristung wurde aufgehoben. Die Theorieprüfung und der Verkehrskunde Kurs sind ab 01.01.2021 unbeschränkt gültig.

Praktische Fahrprüfung

Prüfungsablauf: Die Führerprüfung für die Fahrzeugkategorie B dauert mindestens 60 Minuten. Sie wird mit einem Verkehrsexperten durchgeführt. Nach einer technischen Kontrolle des Fahrzeugs brauchen Sie den Anweisungen des Verkehrsexperten zu folgen und das Gelernte unter Beweis zu stellen. Die Prüfstrecke führt über verkehrsreiche Kreuzungen und Verzweigungen, Landstrassen sowie Autobahnen. Am Ende der Prüfungsfahrt teilt Ihnen der Verkehrsexperte das Ergebnis mit.

Geprüfte Fähigkeiten: Grob gesagt wird bei der Fahrprüfung darauf geachtet, ob Sie fähig sind, ein Fahrzeug unter Einhaltung der Verkehrsregeln in schwierigen Situation zu führen. Der Verkehrsexperte will beispielsweise sehen, ob…

  • Sie vorausschauend fahren und dabei die anderen Verkehrsteilnehmer berücksichtigen.
  • Richtungswechsel nach links und rechts sicher vollzogen werden.
  • Sie das Auto korrekt parkieren können. Zum Beispiel parallel, senkrecht oder schräg zur Fahrbahn sowie im Rückwärts- und Vorwärtsgang.
  • Sie die Geschwindigkeit den äusseren Umständen anpassen.
  • an ein umweltschonendes und sparsames Fahrverhalten gedacht wird.

In Anhang 12 der Verkehrszulassungsverordnung (VZV) finden Sie eine detaillierte Auflistung der geprüften Fähigkeiten.

Nicht bestandene Prüfung: Falls der Verkehrsexperte Sie durch die Prüfung fallen lässt, muss er dies begründen. Dies kann etwa sein, weil Sie Sicherheits- oder Verkehrsregeln missachtet haben oder weil zu viele kleine Fehler ein Ausstellen des Führerausweises auf Probe nicht zulassen. Doch keine Sorge: Wenn Ihnen aus Nervosität ein grober Schnitzer passiert, können Sie nach relativ kurzer Wartezeit die Fahrprüfung wiederholen. Sollten Sie dann aber nochmals durch die Prüfung rasseln, werden Sie wieder zum Besuch der Fahrschule aufgeboten. Erst wenn der Fahrlehrer bescheinigt, dass der Lernfahrer die Ausbildung abgeschlossen hat, kann ein dritter Versuch vorgenommen werden.

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Kosten: Je nach Kanton zwischen 90 und 150 Franken. In der Guider-Checkliste «Übersicht über die Kosten der Fahrausbildung» sehen Mitglieder genauer, wie viel sie für die praktische Fahrprüfung in ihrem Wohnkanton bezahlen.

Fragen zur Fahrprüfung

Kann ich auch mit dem eigenen Auto die praktische Fahrprüfung absolvieren?
Ja, solange das Auto betriebssicher ist (z. B. wintertaugliche Reifen bei Kälte oder Schneefall), ist dagegen nichts einzuwenden. Sie brauchen ausserdem eine gültige Autobahnvignette.
 

Darf der Prüfungsexperte mir absichtlich eine Falle stellen?
Nein, das ist verboten. Dennoch sollten Sie Ihre Augen offen halten und eigenständig entscheiden, wenn Sie beispielsweise nicht in eine Strasse fahren dürfen, in die Sie der Experte leiten will.
 

Kann man eine nicht bestandene Fahrprüfung anfechten?
Ja, das können Sie, auch wenn die Chancen meistens nicht gut stehen. Verkehrsexperten haben einen gewissen Ermessensspielraum. Verlangen Sie eine schriftliche Begründung, die gleichzeitig als anfechtbare Verfügung gilt.
 

Was passiert, wenn man die Fahrprüfung zum dritten Mal nicht besteht?
In diesem Fall müsste der Lernfahrer zu einem Eignungstest. Dieser klärt ab, ob man überhaupt geeignet ist, ein Motorfahrzeug zu führen. Ein Arzt kann hierbei die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit prüfen. Nur wenn dieser Test als bestanden gilt, darf der Lernfahrer ein viertes Mal zur praktischen Prüfung zugelassen werden. Voraussetzung ist, dass die zweijährige Gültigkeit der Theorieprüfung nicht abgelaufen ist. Diese zeitliche Befristung gilt ab dem 01.01.2021 nicht mehr, ab dann ist die Theorieprüfung unbeschränkt gültig.

Führerausweis auf Probe und Zweiphasenausbildung

Ausgangslage: Wenn Sie die Fahrprüfung bestanden haben und dies Ihr erster Führerausweis ist, um den Sie sich bewerben, ist dieser für drei Jahre auf Probe gültig. Neulenker können nun ohne Begleitperson ein Fahrzeug der Kategorie B führen und dürfen in dieser Zeit nicht gegen das Strassenverkehrsrecht verstossen. Das heisst, Sie sollten keine Verkehrsregel verletzen, die einen Ausweisentzug zur Folge hat. Wenn Sie zum Beispiel mit Alkohol am Steuer (während der Probezeit gilt ein absolutes Verbot!) in eine Verkehrskontrolle geraten, verlängert sich der provisorische Führerausweis um gesamthaft ein Jahr.

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Zweiphasenausbildung: Um das statistisch höhere Unfallrisiko von Neulenkern zu senken, hat der Bundesrat per Ende 2005 beschlossen, dass für den Erwerb des definitiven Führerausweises ein Weiterausbildungskurs (WAB) besucht werden muss. Bisher mussten zwei WAB-Tage absolviert werden. Seit dem 01.01.2020 findet der WAB-Kurs nur noch an einem Tag statt und dauert ungefähr sieben Stunden. Diesen müssen Sie im ersten Jahr nach bestandener Führerprüfung absolvieren. Das Ziel der Weiterausbildung ist, dass Sie gefährliche Verkehrssituationen bereits vor ihrer Entstehung erkennen und vermeiden können. Auch die energieffiziente und dadurch partnerschaftliche sowie umweltschonende Fahrweise wird mit Ihnen trainiert. Wann in Ihrer Nähe ein WAB-Kurs stattfindet, sehen Sie unter 2-phasen.ch.

Nehmen Sie die Weiterausbildung nicht auf die leichte Schulter, denn nur wer aufgrund von Krankheit den Kurs nicht (vollständig) besuchen konnte, erhält auf Gesuch in der Regel eine Nachfrist von drei Monaten. Junglenker mit einem Führerausweis auf Probe können sich eine kostenlose Termin-Erinnerung für den WAB-Kurs zuschicken lassen. Werden Sie mit einem abgelaufenen Ausweis auf der Strasse erwischt, gilt dies als Fahren ohne Führerschein.

Sind Sie nicht sicher, welchen WAB-Kurse Sie besuchen müssen, können Sie unter Angabe des Ablaufdatums Ihres Führerausweises auf Probe unter www.2-phasen.ch Ihren persönlichen Ausbildungsstand und den möglicherweise noch zu absolvierenden WAB-Kurs abfragen. 

Kosten für WAB-Kurse: Zwischen 600 und 800 Franken, falls Sie nach dem bisher geltenden System zwei WAB-Tage absolvieren müssen resp. zwischen 250 und 500 Franken für einen WAB-Tag.

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Fragen zum Führerausweis auf Probe

Was gilt, wenn man während der Probezeit noch einen weiteren Führerschein der Kategorie A erwerben möchte?
Dann ist die Probezeit für den Motorrad-Führerschein (Kategorie A) ebenfalls bis zum Ablauf des provisorischen Ausweises der Kategorie B befristet. Sprich: Sie erhalten den definitiven Ausweis für beide Kategorien, wenn die Probezeit für den ersten Führerschein abgelaufen ist.
 

Ich besitze bereits den definitiven Führerausweis für die Kategorie A. Muss ich nochmals durch die Probezeit, wenn ich mich für den PW-Fahrausweis bewerbe?
Nein. Wer bereits ein Billett der Kategorie A oder B vorweisen kann, muss für die andere Kategorie nicht mehr durch die Probezeit.
 

Woher bekomme ich das «grüne L» zum Anbringen ans Auto während der Probezeit?
Das erhalten Sie nirgendwo, weil es das «grüne L» gar nicht gibt. Das Gerücht hält sich zwar hartnäckig, aber mit dem provisorischen Führerausweis dürfen Sie, anders als bei Übungsfahrten mit dem «blauen L», alleine auf die Strasse.
 

Ich habe bei einem Stoppschild nicht vollständig angehalten. Hat das einen negativen Einfluss auf die Probezeit?
Ein sogenannter Rollstopp wird zwar mit einer Busse von 60 Franken bestraft. Auf das Bestehen der Probezeit hat ein einzelnes Vergehen in der Regel jedoch keinen Einfluss, wenn durch die Missachtung nicht weitere Personen gefährdet oder verletzt werden. Nur wer eine mittelschwere oder schwere Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsrecht begeht, die zu einem Ausweisentzug führt, muss mit einer Verlängerung der Probezeit rechnen.
 

Mir wurde zum zweiten Mal der Führerausweis auf Probe entzogen. Was passiert jetzt?
Bei einem zweiten Entzug des Führerausweises wird dieser annulliert. In diesem Fall können Sie erst nach einem Jahr Wartezeit erneut ein Gesuch für den Lernfahrausweis stellen und müssen nochmals von vorne anfangen. Voraussetzung für das Gesuch ist allerdings eine Abklärung beim Verkehrspsychologen.
 

Ein Freund von mir hat zwar die Fahrprüfung absolviert, will sich nun aber erst mal nicht hinters Steuer setzen, um die dreijährige Probezeit auszusitzen. Ist das sinnvoll?
Nein, denn Ihr Freund muss ja trotzdem den obligatorischen Weiterbildungskurs besuchen. Beim Kurs geht es schliesslich darum, das eigene Fahrverhalten – am besten mit dem eigenen Auto – zu analysieren, um so weitere Fahrpraxis zu erhalten. Er tut sich damit deshalb keinen Gefallen, auch wenn beim Gesuch für den definitiven Fahrausweis das Fahrkönnen nicht nochmals geprüft wird.

Definitiver Führerausweis

Haben Sie die dreijährige Probezeit bestanden und den WAB-Kurs absolviert, können Sie frühestens einen Monat vor Ablauf des Probeausweises das definitive Billett beim kantonalen Strassenverkehrsamt beantragen. Der Führerausweis im Kreditkartenformat (FAK) kann in den meisten Kantonen online bestellt werden. Bereits automatisch zugeschickt wird er in den Kantonen Aargau, Appenzell Inerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Basel-Land, Basel-Stadt, Bern, Fribourg, Obwalden, Nidwalden, Solothurn, Neuenburg, Wallis, Zug und Zürich.

Kosten: Je nach Kanton zwischen 15 und 50 Franken. In der Guider-Checkliste «Übersicht über die Kosten der Fahrausbildung» sehen Mitglieder genauer, wie viel sie für den definitiven Führerausweis in ihrem Wohnkanton bezahlen.

Fragen zum definitiven Führerausweis

Ich fühle mich unsicher, was ich in einem Notfall tun muss. Gibt es eine Pflicht, den Nothelferkurs regelmässig zu wiederholen?
Nein. Wenn Sie jedoch unsicher sind, sollten Sie von sich aus nochmals einen Kurs belegen.
 

Ich will in den Ferien ein Auto mieten. Gilt der Führerausweis im Kreditkartenformat (FAK) auch im Ausland?
Im EU-Ausland gilt der FAK definitiv. In den meisten anderen Länder in der Regel auch (siehe Länderinfos des TCS). Zur Sicherheit können Sie jedoch beim kantonalen Strassenverkehrsamt oder beim Automobilclub einen internationalen Fahrausweis ausstellen lassen. Wichtig ist, dass Sie trotzdem noch den Originalausweis im Ausland mitführen.
 

Auf meinem Führerausweis finde ich unter den Zusatzangaben den Vermerk «01». Was bedeutet das?
Mit diesen Codes tragen die Zulassungsbehörden besondere Einschränkungen oder Auflagen ein. «01» steht zum Beispiel für das Tragen einer Brille oder Kontaktlinsen. Bei Ihrem Sehtest wurde also festgelegt, dass Sie zum Autofahren eine Sehhilfe benötigen. Checkt ein Verkehrspolizist Ihren Ausweis und Sie halten sich nicht daran, dürfen Sie ohne Sehhilfe nicht mehr weiterfahren. Überdies müssen Sie mit einer Busse sowie einem Administrativverfahren rechnen.

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