1. Home
  2. Goldener Schnitt: Schönheit ist Mathematik

Goldener SchnittSchönheit ist Mathematik

Die Schönheit eines Menschen liegt im Auge des individuellen Betrachters. Irrtum! Ein mathematisches Gesetz «entscheidet» darüber, was schön ist.

Schön oder nicht schön – das ist hier die Frage.
Von

 

Ein Beitrag von:
 

Sylvester M. Maas M.D.

 

Leitender Arzt Plastische Chirurgie, Pallas Klinik Olten
 

Unsere ästhetischen Vorlieben ändern sich und passen sich aktuellen Modeströmungen an. Aber: Während sich die Mode von Jahr zu Jahr ändert, ist natürliche Schönheit zeitlos. Denn eine Konstante in der Wahrnehmung von Schönheit bleibt immer dieselbe: die ideale harmonische Proportion, das Verhältnis 1 zu 1,618 – auch bekannt als der Goldene Schnitt. Mit diesem Verhältnis haben schon die Ägypter ihre Pyramiden und die alten Griechen ihre Tempel erbaut. Der Goldene Schnitt findet sich auch in der Natur, zum Beispiel in Sonnenblumen, bei Nautilus Muscheln und selbst in unserem Gesicht und Körper.

Mona Lisa, Apple, Aston Martin

Auch Leonardo da Vincis Mona Lisa, das Apple-Logo oder die Sportwagen von Aston Martin entsprechen den Proportionen des Goldenen Schnitts.

Aber warum orientieren sich so viele namhafte Künstler und Designer am Goldenen Schnitt? Unser intuitives Schönheitsempfinden unterliegt dem von der Natur gegebenen mathematischen Verhältnis. Wir alle haben ein natürliches Gespür dafür, ob etwas zu gross, zu schmal, zu breit, zu kurz oder zu lang ist – wenn unserem Gespür nach alles stimmt, empfinden wir eine Person als schön. Ziel ist es von daher, diese natürliche Schönheit zum Tragen zu bringen. Die meisten von uns wollen nicht auffallen, sondern als natürlich schön wahrgenommen werden.

Natürliche Proportionen als Grundgedanke

Darum muss auch in der Plastischen Chirurgie das harmonische Gleichgewicht der Proportionen immer gewahrt bleiben. Häufig kann mit einem kleinen Eingriff dieses Gleichgewicht wiederhergestellt werden. Es ist eindrücklich, wie sich oftmals nur eine Augenlidkorrektur auf das ganze Gesicht harmonisch auswirkt. 

Bei Brustvergrösserungen oder –verkleinerungen wird als Korrekturwunsch meistens die Körbchengrösse B oder C angegeben. Ein weiterer Hinweis, dass offensichtlich diese Grössen als natürlich schön empfunden werden. Selbstverständlich gibt es auch individuelle Präferenzen bei der Grösse der Brüste. Plastische Chirurgen sollten aber nicht übertreiben. Es gilt, die naturgegebenen Verhältnisse des Körpers zu bewahren.

Veröffentlicht am 01. Oktober 2015

Bitte melden Sie sich an, um zu diesem Artikel zu kommen­tieren.