Reformprozesse im Agrarbereich machen den Schweizer Bauern das Überleben schwer. Kein Wunder überlegen sich viele Schweizer Landwirte auszuwandern: nach Kanada, Neuseeland, in EU-Nachbarstaaten oder gar in osteuropäischen Ländern.

Bis vor kurzem war Kanada die Wunschdestination vieler Schweizer Bauernfamilien. In Kanada lohnt es sich zurzeit finanziell aber kaum mehr als Landwirt einzusteigen. Dagegen wandern Schweizer Bauern vermehrt nach Frankreich aus. Wenig geeignete, bezahlbare und rentable Betriebe gibt es in Neuseeland, Italien oder in den USA zu kaufen.

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Für Frankreich spricht die geographische Nähe zur Schweiz, die ähnliche Mentalität, die rechtsstaatlichen Verhältnisse, die intakten Strukturen in der Landwirtschaft und die funktionierenden Absatzkanäle. Auch die Immobilien- und Landwirtschaftspreise sind deutlich niedriger als in der Schweiz.

Zunehmend interessieren sich Schweizer Bauern auch für osteuropäische Länder wie Ungarn, Polen oder gar für die baltischen Staaten. Zurzeit ist das Auswandern in diese Länder aber aufgrund der unstabilen politischen und unsicheren Rechtssituation, der schlechten Infrastruktur sowie den unklaren Verhältnissen beim Immobilien- und Landerwerb noch zu riskant und kompliziert.

Bauern sollten nicht ohne professionelle Beratung auswandern – sonst kann das Abenteuer leicht zum Alptraum.

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