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GlossarNatur von A bis Z

Wissen Sie mit Ausdrücken wie Agrotreibstoff, Lohas oder Neobionten wenig anzufangen? Machen Sie sich in unserem Glossar schlau, damit Sie bei Themen rund um Natur und Ökologie kompetent mitreden können.

aktualisiert am 03. Mai 2011

Agrotreibstoffe (früher auch Biotreibstoffe genannt) sind Treibstoffe, die aus Biomasse aus der Landwirtschaft hergestellt werden. Als Ausgangsstoffe eignen sich zum Beispiel Palmöl, Mais, Soja, Raps, Zuckerrohr oder Weizen. Zu den Agrotreibstoffen gehören zum Beispiel die folgenden Produkte:

  • Bioethanol aus Biomasse oder Abfällen,
  • Biodiesel aus tierischen oder pflanzlichen Ölen,
  • Biogas aus Biomasse oder Abfällen,
  • Biomethanol aus Biomasse,
  • Dimethylether aus Biomasse,
  • als Kraftstoff bestimmtes Pflanzenöl.


Die Herstellung von Agrotreibstoffen wurde in den letzten Jahren weltweit massiv ausgeweitet, um die fossilen Treibstoffe (Erdöl, Erdgas, Kohle) zu ersetzen und damit den CO2-Ausstoss zu senken. Viele Umwelt- und Hilfsorganisationen sehen in dieser Entwicklung eine grosse Gefahr für den Schutz der biologischen Vielfalt und der globalen Ernährungssicherheit. Denn die Pflanzen für die Herstellung von Agrotreibstoffen werden überwiegend konventionell angebaut, oft in grossflächigen Monokulturen unter hohem Einsatz von Dünger und Pestiziden. Für die Anlage der Felder und Plantagen roden die Produzenten in einigen tropischen Ländern riesige Regenwaldflächen, andernorts werden ehemalige Nahrungsmittelanbauflächen umgewandelt.

www.agrotreibstoffe.ch

 

Alpeninitiative ist die Abkürzung für die «Eidgenössische Volksinitiative zum Schutze des Alpengebietes vor dem Transitverkehr», die am 20. Februar 1994 angenommen wurde. Lanciert wurde die Volksinitiative vom Verein Alpen-Initiative. Das Volksbegehren hat zum Ziel, den Alpenraum durch zwei Massnahmen vor den negativen Auswirkungen des Transitverkehrs zu schützen: erstens durch die Verlagerung des Transitgüterverkehrs von der Strasse auf die Schiene, zweitens indem auf einen Kapazitätsausbau der Transitstrassen verzichtet wird.

Seit Annahme der Initiative ist der Alpenschutz-Artikel Bestandteil der Bundesverfassung und muss umfassend umgesetzt werden. Doch es zeichnet sich ein Vollzugsnotstand ab: Die Zahl der alpenquerenden Lastwagen nimmt noch immer zu, die Halbierung des Transit-Lastwagenverkehrs wird nun erst bis 2019 angestrebt, und die Probleme, die der Schwerverkehr verursacht, sind weiterhin ungelöst.

Der Verein Alpen-Initiative hat deshalb die Idee der Alpentransitbörse lanciert. Dabei sollen die LKW-Fahrten durch die Ausgabe von Transitrechten begrenzt und gerecht auf die Alpenübergänge verteilt werden. Über eine Börse im Internet sollen die Spediteure die Transitrechte handeln können. Der Nationalrat hat sich im September 2008 für eine Einführung der Alpentransitbörse ausgesprochen.

Weitere Infos: www.alpeninitiative.ch

 

Amphibien sind eine Tierklasse, zu denen unter anderem die Frösche, Kröten, Unken, Molche und Salamander gehören. Sie gelten als stammesgeschichtlich älteste Klasse der Landwirbeltiere. Die meisten Arten verbringen einen Teil ihres Lebens im Wasser (in der Regel das Larvenstadium), andere Lebensphasen aber an Land. Gegenwärtig werden rund 6350 Arten zu den Amphibien gezählt, in Mitteleuropa sind es 21, in der Schweiz 17. Die Amphibien sind nicht zu verwechseln mit den Reptilien.

www.froschnetz.ch

 

Bauern erhalten vom Bund Geld, wenn sie verschiedene Voraussetzungen erfüllen und diverse ökologische Leistungen erbringen. Die ökologischen Ausgleichsflächen sind Teil dieses Leistungsnachweises: Sieben Prozent der Betriebsfläche dürfen gar nicht oder höchstens extensiv bewirtschaftet werden, etwa als Extensivwiesen, Hecken, Buntbrachen oder als Hochstamm-Obstgärten. Bei Spezialkulturen sind es nur 3,5 Prozent.

Der Begriff Beutegreifer ersetzt den veralteten, in der Fachsprache nicht mehr gebräuchlichen Begriff «Raubtier» (nicht zu verwechseln mit der Säugetierordnung Carnivora, zu Deutsch ebenfalls Raubtiere).

Als Beutegreifer bezeichnen die Ökologen ein Tier, das ein anderes Tier tötet, um es ganz oder teilweise zu fressen. Zu den Beutegreifern gehören zum Beispiel Löwen und Braunbären, aber auch Spinnen und viele Vögel, die sich teilweise oder hauptsächlich von Wirbellosen ernähren.
Viel weiter gefasst als der Begriff Beutegreifer ist der Begriff Prädator.

 

Die Verwendung der Bezeichnung «Bio» ist in der Schweiz geschützt. Gemäss der schweizerischen Bioverordnung vom 22. September 1997 dürfen die Bezeichnungen «biologisch» oder «ökologisch» nur verwendet werden, wenn die Einhaltung der Bioanforderungen bei Produktion, Aufbereitung und Einfuhr kontrolliert und zertifiziert wurde.

Siehe auch Biologische Landwirtschaft.

 

Biodiversität ist das Fachwort für die biologische Vielfalt. Sie entspricht der gesamten Vielfalt des Lebens und umfasst hauptsächlich die folgenden drei Ebenen: die genetische Vielfalt innerhalb der Tier- und Pflanzenarten, die Artenvielfalt sowie die Vielfalt der Ökosysteme und Lebensräume. Artenvielfalt ist also nur ein Teil der Biodiversität.

Weitere Infos: www.biodiversity.ch

 

Biogas entsteht bei der sauerstofffreien Vergärung von pflanzlichem oder tierischem Material. In der Schweiz wird Biogas häufig auch Kompogas genannt. Als Ausgangsprodukte eignen sich zum Beispiel Speisereste, Klärschlamm, Gülle, Mist oder Pflanzen beziehungsweise Pflanzenteile.

Biogas wird in speziellen Anlagen produziert und besteht hauptsächlich aus Methan und Kohlenstoffdioxid (CO2). Es kann zur Stromerzeugung oder zum Heizen genutzt oder auch zu Treibstoff in Erdgasqualität für Fahrzeuge veredelt werden. An vielen Gastankstellen wird unter der Bezeichnung «Naturgas» ein Gemisch von Bio- und Erdgas verkauft. Biogas gehört zu den Agrotreibstoffen und ist nicht zu verwechseln mit flüssigem Bioethanol oder Biodiesel.

 

Bioindikatoren sind Arten, deren Vorkommen (oder Fehlen) an einem Standort auf bestimmte Umweltbedingungen schliessen lässt. So kann zum Beispiel die Anwesenheit einer bestimmten Pflanzenart an einem Standort Hinweise geben über die dort herrschenden Umweltfaktoren wie Feuchtigkeit, Licht, Wärme, PH-Wert, Nährstoffverhältnisse des Bodens, Wasser- oder Luftverschmutzung.

Bioindikatoren eignen sich zum Beispiel als Frühwarnsystem: Viele Organismen reagieren auf Umweltveränderungen (etwa Chemikalien, Klimaschwankungen, Lebensraumänderungen) schneller und sensibler, als der Mensch solche Wechsel wahrnehmen kann. Durch das Verschwinden oder Auftreten eines Bioindikators können Umweltveränderungen früher und einfacher registriert werden.

Bioindikatoren dienen auch der Charakterisierung und Bewertung von Lebensräumen für den Naturschutz, die Raumplanung oder für Umweltverträglichkeitsstudien.
Beispiele von Bioindikatoren:

  • Wasserlebewesen zur Bestimmung der Wasserqualität in einem Gewässer,
  • Pflanzengesellschaften zur Bestimmung der Bodenqualität,
  • Flechten zur Bestimmung der Luftverunreinigung.

 

Die Kennzeichnung «biologisch abbaubar» ist auf vielen Reinigungsmitteln zu finden. Sie besagt nur, dass das Mittel im Laborversuch in der angegebenen Zeit durch Mikroorganismen abgebaut werden konnte. Die Bezeichnung macht keine Aussage darüber, ob das in der Realität ebenso ist und ob die Stoffe, die beim Abbau durch die Mikroorganismen entstehen, für die Umwelt gut oder schlecht sind. Wichtig: Zusätzlich zum Begriff sollte auf der Packung auch immer stehen, nach welcher Norm gemessen wurde. Üblich sind etwa Angaben nach OECD.

 

Dieser Begriff kennzeichnet Landbau, Viehzucht, Saatgutproduktion und Landschaftspflege nach anthroposophischen Grundsätzen. Basis ist der Kreislaufgedanke: Es sollen dem Hof möglichst wenig Mittel von aussen wie etwa Dünger zugeführt werden. Ebenfalls zu berücksichtigen sind bei der Bewirtschaftung die kosmischen Rhythmen von Mond und Planeten. Produkte aus biologisch-dynamischer Landwirtschaft werden unter dem Label Demeter vertrieben.

 

Dieser Begriff bezeichnet die Herstellung von landwirtschaftlichen Erzeugnissen auf der Grundlage möglichst naturnaher Produktionsmethoden und unter Berücksichtigung von Erkenntnissen der Ökologie und des Umweltschutzes. Die biologische Landwirtschaft verzichtet auf synthetische Pflanzenschutzmittel, Wachstumsförderer und Düngemittel, Gentechnik und Lebensmittelbestrahlung. Folgeprodukte mit Zutaten aus ökologischem Anbau werden ohne Geschmacksverstärker hergestellt. Der Zusatz von Aromastoffen ist erlaubt, wenn es sich um natürliche oder naturidentische Aromen handelt.

 

Biomasse bezeichnet jegliches organisches Material, das von lebenden oder abgestorbenen Organismen stammt. Abfallbiomasse wie Gartenabfälle, Gülle oder Mist eignet sich hervorragend als Rohstoff für Agrotreibstoffe wie Biogas oder Biomethanol. Biomasse kann auch speziell für die Energiegewinnung angebaut werden, zum Beispiel Mais für Biogas, Getreide oder Zuckerrüben für Bioethanol oder Raps und Sonnenblumen für Biodiesel. Aus ökologischen Gründen und aus Gründen der Ernährungssicherheit ist das aber wenig sinnvoll (siehe auch Agrotreibstoff).

Weitere Infos: www.biomasseenergie.ch

 

Die Bionik, auch Biomimetik genannt, ist eine interdisziplinäre Wissenschaftsdisziplin, in der die Forscher versuchen, Fertigkeiten von Tieren und Pflanzen auf die Technik zu übertragen. Dabei arbeiten Naturwissenschaftler mit Ingenieuren, Architekten und Designern zusammen. Das Wort Bionik stammt vom englischen Begriff «bionics» und setzt sich aus den Wörtern Biologie und Technik zusammen.

Beispiele: Aufgrund des Studiums der Vogelflügel konnten wichtige Erfindungen für den Flugzeugbau gemacht werden. Und die Beobachtung, dass von einem Blatt der Lotuspflanze wasserlösliche Substanzen abperlen, führte zu Erfindungen von kaum benetzbaren und selbstreinigenden Oberflächenmaterialien.

 

Forscher entdecken vor allem in den Ländern nahe des Äquators immer wieder Pflanzen oder Mikroorganismen, aus denen sich Wirkstoffe für Medikamente, Kosmetika oder andere Produkte herstellen lassen. Halten sich die Forscher dabei nicht an gewisse Regeln der Fairness und des Patentrechts, wird dies Biopiraterie genannt.

Die Spielregeln wurden 1992 in einer internationalen Konvention festgelegt:

  • Erstens ist die Ausfuhr und Nutzung von Organismen nur mit Bewilligung des Herkunftslandes erlaubt.
  • Zweitens ist das Land an allen Gewinnen zu beteiligen.
  • Drittens müssen die Urvölker am Gewinn teilhaben, sofern eine Entdeckung auf ihrem Wissen beruht.
  • Viertens kann ein Produkt nicht patentiert werden, wenn ein Urvolk bereits früher der eigentliche «Erfinder» war.


Ein Beispiel: 1997 wollte eine US-Firma den Basmati-Reis patentieren lassen, obwohl pakistanische Bauern die Sorte schon seit Jahrhunderten züchten. Vor Gericht bekamen die Bauern teilweise Recht.

Weitere Infos: www.biopiraterie.de

 

Im Jahr 1970 hat die Unesco, eine Organisation der Uno, aufgrund der zunehmenden Umweltprobleme das Programm «Der Mensch und die Biosphäre» (MAB) gegründet. Im Rahmen dieses Programms verleiht die Unesco ihr Biosphären-Label an Modellregionen, in denen eine nachhaltige Entwicklung angestrebt wird. Dabei sollen Nutzung und Schutz des Gebiets im Gleichgewicht stehen.

Die Sicherung der biologischen Vielfalt gehört dabei jedoch zu den wichtigsten Zielen, ebenso die Verbesserung der Existenzgrundlagen und die ökologische Nachhaltigkeit. Weltweit gibt es 531 Unesco-Biosphären in 105 Ländern (Stand: Februar 2008), in der Schweiz sind es deren zwei: die Unesco-Biosphäre Entlebuch und der Schweizerische Nationalpark.

Biosphärenreservate entsprechen weitgehend einem regionalen Naturpark. Sie sind in drei Zonen gegliedert:

  • Die Kernzonen sind unter langfristigen Schutz gestellt und von jeglicher Nutzung ausgeschlossen.
  • In den anschliessenden Pflegezonen darf nur eine schonende, naturnahe Landnutzung stattfinden.
  • In den Entwicklungszonen steht der Schutz der Natur nicht im Vordergrund; hier wird die Bewirtschaftung von lokalen Ressourcen gefördert und entwickelt.


Die Unesco verleiht neben dem Biosphären-Label auch ein Welterbe-Label. Dabei handelt es sich um überragende Naturerscheinungen (Weltnaturerbe) oder Meisterwerke der Baukunst (Weltkulturerbe). Die Schweiz ist zum Schutz und Erhalt dieser Natur- und Kulturgüter verpflichtet.


Der oder das Biotop (griechisch bios = Leben, topos = Ort) ist ein abgrenzbarer Teil eines Ökosystems, der natürlich entstanden ist oder vom Menschen erschaffen wurde. Beispiele eines Biotops sind der Bach, die Feuchtwiese, die Flussaue, der Bergwald oder der Garten. Auch vermeintlich unbelebte Ort wie Wüsten oder nackte Felsen werden dazugerechnet.

Die in einem bestimmten Biotop vorkommende Lebensgemeinschaft von Pflanzen und Tieren ist an das Biotop angepasst, doch wird umgekehrt auch das Biotop von den Lebewesen gestaltet und geprägt.
Das Biotop ist nicht zu verwechseln mit dem Habitat.

 

Als Bruchwald wird ein feuchter, zeitweilig überschwemmter Wald mit sehr hohem Grundwasserstand und einer 10 bis 20 Zentimeter tiefen Torfschicht bezeichnet. Meistens wachsen Bruchwälder an natürlichen Seeufern, aber auch am Rand von Mooren. Sie verfügen über eine typische, den Lebensbedingungen angepasste Vegetationsgemeinschaft, wobei je nach den Baumarten zwischen verschiedenen Bruchwaldarten unterschieden wird. Weitere Formen nasser Wälder sind etwa die Auenwälder entlang von Flüssen und die Quellwälder rund um Quellen.

 

Bei einer Buntbrache handelt es sich um eine Brache, auf der (meist zu Naturschutzzwecken) einheimische Wildkräuter angesät wurden. Eine Brache ist eine Landwirtschaftsfläche, die über kurze oder lange Zeit weder als Acker bestellt noch als Wiese oder Weide genutzt wird.

Buntbrachen sind als eigentliche Inseln im ausgeräumten Kulturland für viele Tiere sehr wertvoll, einerseits als Rückzugs-, anderseits als Jagd- oder Brutgebiete. Aufgrund ihrer ökologischen Bedeutung können Bauern Buntbrachen als ökologische Ausgleichsflächen anrechnen, die vom Bund mit Direktzahlungen unterstützt werden. Es gelten dabei zahlreiche Auflagen, zum Beispiel die Mindestdauer von zwei Jahren und ein Düngeverbot.

Weitere Infos: www.admin.ch/...

 

Das Schlagwort Cleantech steht für saubere Technologien (englisch: clean technologies). Es umfasst Produkte, Herstel­lungsverfahren und Dienstleistungen, die dazu dienen sollen, Umweltbelastungen zu reduzieren, Ressourcen zu schonen und erneuerbare Energien und ­Materialien zu nutzen.

CO2 ist die chemische Formel für Kohlenstoffdioxid, oft auch Kohlendioxid genannt. Es handelt sich um ein farb- und geruchloses Gas, das in der Luft in einer Konzentration von etwa 0,04 Prozent vorkommt. Es entsteht unter anderem bei der Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Substanzen (Holz- und pflanzliche Produkte, Öl, Kohle, Erdgas et cetera) wie auch bei der Atmung. Pflanzen und manche Einzeller sind umgekehrt in der Lage, CO2 aufzunehmen und in Biomasse umzuwandeln (Photosynthese).

Weil Kohlenstoffdioxid einen Teil der Wärmestrahlung der Sonne absorbieren kann, gehört es neben Wasserdampf, Methan, Ozon und anderen Gasen zu den sogenannten Treibhausgasen. Ohne Treibhausgase läge die mittlere Temperatur auf der Erdoberfläche bei lebensfeindlichen -18 Grad statt bei 15 Grad, was den enormen Einfluss dieser Gase auf die Temperatur verdeutlicht.

Obwohl der CO2-Anteil in der Atmosphäre nie konstant war und seit jeher schwankte, überschritt er seit mindestens 650'000 Jahren nie den Wert von 0,028 Prozent. Diese Grenze wurde erst mit Beginn der Industrialisierung erreicht; danach stieg der CO2-Gehalt der Luft stetig weiter an. 2006 lag er bei 0,0381 Prozent, jährlich kommen 0,0002 Prozent hinzu. So gering diese Zahlen erscheinen mögen: Die Klimaveränderung ist statistisch signifikant und von der Wissenschaft allgemein anerkannt. Ebenso ist anerkannt, dass die vom Menschen verursachten Emissionen von Treibhausgasen die Hauptursache sind.

Die zunehmende CO2-Konzentration in der Atmosphäre führt auch dazu, dass in den Ozeanen mehr CO2 gebunden wird und diese somit «versauern»: Dadurch sind zum Beispiel Planktonorganismen und Korallenriffe und damit ganze Nahrungsketten gefährdet.

Bei den Treibhausgas-Emissionen der Schweiz entfallen über 80 Prozent auf CO2. Der Schweizer Pro-Kopf-Ausstoss liegt bei sechs Tonnen CO2 pro Jahr. Dieser Wert ist 1,5-mal höher als der globale Durchschnitt.

 

Die Schweiz hat sich 1993 mit der Unterzeichnung der Uno-Klimakonvention und 2003 mit dem Kyoto-Protokoll zu einem international koordinierten Klimaschutz verpflichtet. Sie hat dazu das CO2-Gesetz geschaffen, gemäss welchem die Schweiz den Ausstoss des Kohlenstoffdioxids (CO2) im Vergleich zu 1990 um zehn Prozent senken muss, und zwar bis zum Jahr 2010.

Bei der Umsetzung des CO2-Gesetzes setzt der Bundesrat in erster Linie auf freiwillige Massnahmen, in zweiter Linie auf Lenkungsinstrumente wie die CO2-Abgabe. Die CO2-Abgabe wurde am 1. Januar 2008 eingeführt und wird auf alle fossilen Brennstoffe wie zum Beispiel Heizöl, Erdgas oder Kohle erhoben. Auf Treibstoffe wie Benzin oder Diesel wird hingegen noch keine CO2-Abgabe erhoben, bei diesen hat die Wirtschaft den freiwilligen Klimarappen eingeführt.

Die CO2-Abgabe ist keine Steuer, sondern eine Lenkungsabgabe: Die Einnahmen werden den Bürgerinnen und Bürgern über die Krankenkasse gleichmässig zurückverteilt. Die Abgabe soll zu höheren Brennstoffpreisen führen, womit ein Anreiz für den sparsameren Umgang gesetzt werden soll. Damit sollen auch weniger klimaschädliche Brennstoffe attraktiver werden. Unternehmen können sich von der CO2-Abgabe befreien, wenn sie sich gegenüber dem Bund verpflichten, die Menge ihrer Emissionen zu begrenzen (siehe Emissionshandel). Derzeit liegt die CO2-Abgabe bei zwölf Franken pro Tonne CO2-Emissionen.

Die Umweltverbände fordern, dass die CO2-Abgabe auch für Treibstoffe sofort eingeführt wird. Sie warnen zudem, die bescheidenen Klimaziele der Schweiz seien unzureichend und genügten nicht, um den Klimawandel in nützlicher Frist zu bremsen.

 

Privatpersonen oder Firmen können ihren CO2-Ausstoss kompensieren, indem sie Klimatickets kaufen. Das Geld fliesst in Klimaschutzprojekte im In- oder Ausland. Der wichtigste Anbieter von Klimatickets in der Schweiz ist die Stiftung Myclimate. Sie bietet Kompensation für Emissionen aus Flugreisen, Autos, dem Haushalt oder anderen Quellen an.

Die CO2-Kompensation vermag nur dann einen wirksamen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, wenn sie nicht staatliche, wirtschaftliche oder private Klimaschutzprojekte ersetzt, die sonst auf andere Art finanziert worden wären. Experten weisen jedoch darauf hin, dass der Verzicht auf die CO2-Emissionen immer der wirksamere Klimaschutz ist als Kompensation. Die CO2-Kompensation kann sogar kontraproduktiv und damit klimaschädigend wirken, wenn sie dazu verleitet, vermehrt zu fliegen oder mit dem Auto statt mit dem Zug zur Arbeit zu fahren.

Weitere Infos: www.myclimate.org

 

«Der Mensch ist das einzige Lebewesen, das Abfall produziert», sagt Michael Braungart. Der deutsche Chemiker fordert ein Umdenken und propagiert die «abfallfreie Gesellschaft». Seine These: Wir müssen nicht weniger verbrauchen, aber intelligenter produzieren. Heute landet alles früher oder später auf dem Müll: Möbel, Computer, Windeln, Papier, Holz, Lebensmittel – laut Braungart eine ungeheure Verschwendung von Materialwert und Ressourcen. Diese lineare Produktionsweise («von der Wiege bis zur Bahre») will der Professor für Verfahrenstechnik durch Kreisläufe ersetzen («von der Wiege zur Wiege», eben: «Cradle to Cradle»). Sein Vorbild ist die Natur. Es soll nur noch Verbrauchsgüter geben, die wir bedenkenlos wegwerfen können, da sie biologisch abbaubar sind; und Gebrauchsgüter, die sich ohne Qualitätsverlust endlos wiederverwerten lassen. Die ersten Produkte, etwa essbare Flugzeugsitzbezüge oder kompostierbare T-Shirts, sind bereits auf dem Markt.

Elektrosmog ist der umgangssprachliche Sammelbegriff für elektromagnetische Felder, die uns täglich umgeben. Diese entstehen durch technische Geräte wie zum Beispiel

  • Starkstromanlagen und Hochspannungsleitungen,
  • elektrotechnische und elektronische Anlagen,
  • Mobilfunksender, Radio- und Fernsehsendeanlagen,
  • Mobiltelefone, WLAN, schnurlose Telefone, Babyphone,
  • Radaranlagen,
  • SBB-Stromnetz,
  • Polizei- und Bahnfunk,
  • Mikrowellenherde,
  • Induktionsherde.
    Elektromagnetische Felder natürlichen Ursprungs – zum Beispiel Blitze – zählt man nicht zum Elektrosmog. Gesetzliche Grenzwerte für elektromagnetische Felder sind in der Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV) definiert. Allerdings bestehen nur für standortgebundene Anlagen (zum Beispiel Mobilfunksender, Radaranlagen) Grenzwerte, für elektrische Anlagen und Schnurlosgeräte (zum Beispiel Natel, mobile Telefone) hat die NISV hingegen keine Gültigkeit. Um sich so gut wie möglich vor Elektrosmog zu schützen, empfiehlt das Bundesamt für Umwelt (Bafu) unter anderem:

  • in Aufenthaltsräumen und insbesondere in Schlafzimmern elektronische Geräte wenn immer möglich ganz auszuschalten (nicht nur auf Stand-by-Modus),
  • strahlungsarme Mobiltelefone zu verwenden und Freisprecheinrichtungen zu benutzen,
  • Schnurlosgeräte mit genügend Abstand zu Bett, Sofa, Schreibtisch oder Kinderzimmer aufzustellen.

 

Der Emissionshandel ist ein marktwirtschaftliches Instrument der Umweltpolitik mit dem Ziel, den CO2-Ausstoss zu verringern. In der EU wurde der multinationale Emissionshandel für CO2-Emissionen 2005 für einige Branchen gesetzlich eingeführt, in einigen anderen Staaten – so auch in der Schweiz – existieren ähnliche Systeme auf freiwilliger Basis.

Hinter dem Emissionshandel steht die Idee, dass natürliche Ressourcen nicht kostenlos sind und einen bestimmten Geldwert haben. Daher ist auch ihre Ausbeutung und Beeinträchtigung nicht kostenlos. Treibhausgasemissionen etwa stellen eine solche Beeinträchtigung natürlicher Ressourcen dar, da sie für den globalen Klimawandel verantwortlich sind.

Firmen, die klimaschädliches CO2 ausstossen, benötigen die entsprechenden Emissions-Berechtigungen. Besitzen sie zu wenige Berechtigungen, können sie anderen Unternehmen Berechtigungen abkaufen. Die Gesamtmenge an Berechtigungen ist aber begrenzt. Durch dieses System wird für Unternehmen mit grossen CO2-Emissionen ein Anreiz geschaffen, die Emissionen einzudämmen, um Geld zu sparen.

In der Schweiz ist der Emissionshandel freiwillig. Teilnehmen können nur Unternehmen, die eine rechtliche Verpflichtung zur Begrenzung ihrer CO2-Emissionen eingehen und so von der CO2-Abgabe befreit sind.

 

Die Energieeffizienz ist das Verhältnis von Energiezufuhr und ihrem Nutzen. Je weniger Energie für einen Nutzen oder eine Leistung aufgewendet werden muss, umso höher ist die Energieeffizienz. Beispiel: Je weniger Strom eine Waschmaschine verbraucht, um eine bestimmte Menge Wäsche zu waschen, umso energieeffizienter ist sie.

In der Schweiz werden Haushaltsgeräte und Personenwagen seit einigen Jahren mit der sogenannten Energieetikette versehen, so dass ein Käufer den Energieverbrauch des Geräts auf einen Blick einordnen kann. Der Verbrauch ist in Energieeffizienzklassen von A bis G eingeteilt, wobei A (Grün) die beste und G (Rot) die schlechteste ist.

 

Die Entomologie (Insektenkunde) ist ein Zweig der Zoologie, der sich mit den Insekten befasst.

 

Der Begriff beinhaltet alle Energien aus unerschöpflichen, sich selber erneuernden Quellen. Dazu gehören Energieformen wie Wasserkraft, Windkraft oder Energie aus Holz wie auch Biomasse-Energie, Solarenergie, Erdwärme, Gezeitenkraft oder Erdwärme. Konträr dazu stehen die nicht erneuerbaren Energien, die aus endlichen Ressourcen stammen. Dazu gehören Atomkraft (Uran-Abbau), Erdöl, Erdgas oder Kohle.

 

Die Pflanzenkrankheit Feuerbrand wird durch das aus Nordamerika stammende Stäbchenbakterium Erwinia amylovora verursacht. Die befallenen Blüten und Blätter welken und verfärben sich dunkelbraun bis schwarz, danach vertrocknen sie und sterben ab. Der Krankheitserreger befällt Rosengewächse wie Kernobstbäume (Apfel, Birne, Quitte) sowie einige Wildsträucher und Ziergewächse. Steinobst wird hingegen nicht befallen. Das Bakterium kann sich bei geeigneten Umweltbedingungen rasch vermehren und ausbreiten.

Im Jahr 2008 wurde bisher in 22 Kantonen Befall festgestellt. Nur aus den Kantonen GE, NE, TI und VS liegen keine Befallsmeldungen vor. Um die weitere Ausbreitung der Krankheit zu verhindern, wurde in vielen Kantonen die Rodung der befallenen Bäume und Sträucher angeordnet. Seit 2008 ist in einigen Kantonen auch der Einsatz des Antibiotikums Streptomycin erlaubt.

Weitere Infos: www.acw.admin.ch/...

 

Mittels dem ökologischen Fussabdruck (englisch: ecological footprint) kann berechnet werden, wie verschwenderisch beziehungsweise nachhaltig und ökologisch der Lebensstil eines Menschen oder eines Landes ist. Ein verschwenderisch lebender Mensch hat einen grossen Footprint, ein möglichst nachhaltig lebender Mensch einen kleinen. Dabei entspricht der Footprint der Fläche auf der Erde, welche für den Lebensstandard eines Menschen notwendig ist. Das Konzept wurde 1994 von Mathis Wackernagel und William E. Rees entwickelt.

Auf die Weltbevölkerung hochgerechnet ist die Fläche, die es zur Erfüllung der heutigen menschlichen Bedürfnisse braucht, schon heute um rund 30 Prozent grösser als die verfügbare Fläche. Das bedeutet, dass die weltweiten Ressourcen vom Menschen übernutzt werden. Dabei verteilt sich der Bedarf allerdings sehr unterschiedlich auf die verschiedenen Regionen und Länder: Hätten zum Beispiel alle Menschen auf der Welt denselben Lebensstandard wie ein Durchschnittseuropäer, bräuchte die Menschheit gut doppelt so viel Fläche wie global zur Verfügung steht, mit dem Lebensstandard eines durchschnittlichen US-Bürgers sogar rund 4,5-mal so viel.

Weitere Infos: www.footprintnetwork.org/de

 

«Freeganer» oder «Mülltaucher», wie man sie auch nennt, fischen sich ihr Essen aus dem Abfall. Nicht weil sie arm ­wären. Sondern aus Protest gegen die Praktiken der «Über­fluss­gesellschaft», die tonnenweise geniessbare Lebensmittel entsorgt. Fündig werden die «Free­gans» – abgeleitet von «free» (frei) und «vegans» ­(Veganer) – in den Containern der Supermärkte.

Von New York aus hat sich die Bewegung nach Europa aus­gebreitet; neuerdings sind die Aktivistinnen und Aktivisten auch in Zürich unterwegs. Meist nachts, denn «Mülltauchen» ist nicht legal: ­Es entspricht dem Straftat­bestand des Diebstahls oder Haus­friedensbruchs, wenn ­dabei Schlösser geknackt oder Zäune überklettert werden.

Die Lebensmittelhändler bestreiten das Phänomen: Nicht ver­kaufte Ware lande nicht im Müllcontainer oder sei gesichert. Die Freeganer hin­gegen wühlen weiterhin im «Müll» – und finden offenbar reichlich zu futtern.

Der FSC (Forest Stewardship Council) ist eine gemeinnützige Organisation, die ein global gültiges Label für Holz, Papier und andere Waldprodukte vergibt. Damit will sich der FSC für eine umweltgerechte und sozial verträgliche, aber auch wirtschaftlich tragbare Waldwirtschaft einsetzen.

In allen vom FSC zertifizierten Wäldern müssen gewisse Kriterien für die Waldbewirtschaftung eingehalten werden. Die Kriterien wurden in jedem Land unter Berücksichtigung aller Interessen ausgehandelt. Unabhängige Zertifizierungsfirmen überprüfen die zertifizierten Forstbetriebe regelmässig.

Produkte mit dem FSC-Label stammen laut dem FSC garantiert nicht aus Raubbau, sondern fördern die sozial- und umweltgerechte Waldwirtschaft. Es gibt drei Labelarten:

  • FSC Mix: Die Produkte werden aus drei Materialsorten hergestellt: aus FSC-Holz, aus Holz, dessen Herkunft vom Produzenten geprüft wurde und das nicht aus Raubbau stammt, sowie aus Recyclingmaterial.
  • FSC Recycling: Die Produkte enthalten ausschliesslich gebrauchtes Holz und Fasern.
  • FSC 100%: Die gesamte Menge des verwendeten Holzes stammt aus FSC-Produktion.


Die Umweltorganisationen empfehlen, nur FSC-zertifiziertes Holz aus einheimischer Produktion zu kaufen. Bei FSC-zertifiziertem Tropenholz gehen die Ansichten auseinander: Die einen sind der Meinung, das FSC-Label stelle keinen ausreichenden Schutz für eine wirklich nachhaltige Produktion dar, weil auch Holz aus Urwäldern und aus Plantagen (für die Urwald abgeholzt werden musste) zertifiziert werden kann. Andere weisen darauf hin, dass das FSC-Label bei der Urwaldnutzung für die Einrichtung grosser Schutzgebiete bürgt, was bei grossen Waldgebieten ausreiche.

Weitere Infos: www.fsc-schweiz.ch

 

GVO ist die Abkürzung für «gentechnisch veränderte Organismen». Das Erbgut dieser Lebensformen wurde mit gentechnischen Methoden vom Menschen verändert. Am häufigsten übertragen Forscher Gene zwischen verschiedenen Arten, um Tieren oder Pflanzen neue Eigenschaften zu vermitteln. Ein Beispiel ist gentechnisch verändertes Getreide, das gegen bestimmte Schädlinge oder Krankheiten resistent ist. In der Schweiz besteht eine Kennzeichnungspflicht, wenn in Lebensmitteln GVO-Erzeugnisse enthalten sind.

 

Das Habitat ist der Lebensraum eines einzelnen Lebewesens oder einer Art. So ist das Habitat einer Tannenmeise beispielsweise der Nadelwald, jenes des Wasserfroschs der Teich. Bei Arten, die während ihres Lebens in voneinander unterscheidbaren Lebensräumen vorkommen (zum Beispiel bei Zugvögeln oder anderen wandernden Arten), spricht man von Teilhabitaten. Das Habitat ist nicht zu verwechseln mit dem Biotop.


Herpetologie (griechisch herpeton = kriechendes Ding) ist ein Teilgebiet der Zoologie und befasst sich mit den Amphibien (Lurchen) und Reptilien (Kriechtieren). Zu den Amphibien gehören etwa Frösche, Kröten, Salamander, Molche und Unken, zu den Reptilien gehören zum Beispiel Schlangen, Schleichen, Eidechsen und Schildkröten.


Ein Hybridfahrzeug wird per Definition mit zweierlei Energiearten angetrieben. Der häufigste Hybridantrieb ist die Kombination eines Verbrennungsmotors (Diesel- oder Benzinmotor) als Hauptenergiequelle mit einem Elektromotor. Hauptziel der Hybridtechnik ist es, den Benzin- oder Dieselverbrauch zu senken und den CO2-Ausstoss zu verringern. Der Verbrennungsmotor wird nur so weit eingesetzt, als der Elektromotor nicht ausreicht. Beim Bremsen wird zudem die Bewegungsenergie in elektrische Energie umgewandelt, die dann in einer Batterie gespeichert werden kann. Hybridfahrzeuge zeichnen sich in der Regel durch einen tiefen Benzinverbrauch aus, ohne dass dabei auf Komfort, Leistung und Geschwindigkeit verzichtet werden muss.


Bauernhöfe, die nach den Normen der integrierten Produktion arbeiten, verpflichten sich unter anderem dazu, ökologische Ausgleichsflächen anzulegen, Dünger nur kontrolliert einzusetzen und mit einer geregelten Fruchtfolge zu arbeiten. Die Normen der IP-Suisse sind Grundlage für die ökologischen Ausgleichszahlungen des Bundes. 95 Prozent der Bauernbetriebe in der Schweiz erfüllen diese Normen.


Glas, PET oder Aluminium lassen sich in einem mehr oder weniger geschlossenen Kreislauf rezyklieren. Es gibt aber auch Materialien, die sich nicht einschmelzen und beliebig neu formen lassen. Für diese Ressourcen bietet sich die Kaskadennutzung an. Ein Beispiel: Wer Holz verbrennt, verbraucht es – und nutzt es folglich nur einmal. Wer in Stufen, sogenannten Kaskaden, denkt, wird aus einem Baum erst einen massiven Holzbalken herstellen, der vielleicht in einem Dachstock zum Einsatz kommt. Wird das Haus abgerissen, lässt sich der Balken zu einer Spanplatte verarbeiten. Energetisch ge-nutzt, also verbrannt, wird das Holz erst, wenn man es nicht mehr weiterverwenden kann – wegen des in der Spanplatte enthaltenen Leims bitte in der Kehrichtverbrennungsanlage! Beim Holz wirkt sich die mehr-stufige Nutzung besonders positiv auf die Umwelt aus: Erstens schont man damit die Ressource Wald, da man weniger Frischholz braucht. Zweitens bleibt das CO2 im Holzprodukt gebunden.

Produkte werden als klimaneutral bezeichnet, wenn bei ihrer Herstellung keine Emissionen von Treibhausgasen anfallen oder wenn gleich viele Treibhausgase gebunden wie freigesetzt werden. So ist zum Beispiel das Verbrennen von Erdölprodukten nicht klimaneutral, weil dabei das Treibhausgas CO2 in grossen Mengen anfällt und sich in der Atmosphäre anreichert.

Hingegen werden pflanzliche Brennstoffe wie Bioethanol aus Zuckerrüben häufig als klimaneutral bezeichnet, weil während der Produktion gleich viel CO2 gebunden wie beim späteren Verbrennen wieder ausgestossen wird. Solche Brennstoffe sind jedoch dann nicht klimaneutral, wenn sie auf ehemaligen Waldgebieten angebaut werden. Bei der (Brand-)Rodung eines Waldes werden nämlich grosse Mengen an Treibhausgasen freigesetzt. Dieses Beispiel illustriert, dass immer die Gesamtbilanz aller Komponenten und Prozesse, die für die Herstellung eines Produkts erforderlich sind, beachtet werden müssen.

Produkte und Prozesse werden oft auch als klimaneutral bezeichnet, wenn die Treibhausgas-Emissionen durch die Finanzierung von Klimaprojekten kompensiert werden (siehe CO2-Kompensation).


Die Schweiz hat sich in einem internationalen Abkommen (Kyoto-Protokoll) und in ihrem eigenen CO2-Gesetz verpflichtet, die Nutzung fossiler Energien um zehn Prozent unter den Stand von 1990 zu senken, und zwar bis spätestens 2012. 2005 besagten die Prognosen, dass dieses Ziel ohne eine Lenkungsabgabe oder eine Klimasteuer nicht erreicht werden kann. Das CO2-Gesetz sah für diesen Fall vor, dass eine CO2-Abgabe erhoben wird. Diese wurde später auch eingeführt, jedoch nur auf fossile Brennstoffe wie Heizöl oder Erdgas, nicht aber auf Treibstoffe wie Benzin oder Diesel.

Um eine CO2-Abgabe auf Treibstoffe vorerst zu verhindern, schlug die Wirtschaft vor, einen Klimarappen einzuführen. Der Bundesrat entschied 2005, dem Konzept eine Chance zu geben. Es handelt sich hierbei um eine freiwillige Steuer und entspricht einem Aufpreis von aktuell 1,5 Rappen pro Liter bei allen Benzin- und Dieselimporten. Die Einnahmen des Klimarappens betragen pro Jahr zirka 100 Millionen Franken. Mit diesem Geld werden im In- und Ausland Projekte zur Reduktion des CO2-Ausstosses finanziert. Federführend ist die von der Wirtschaft gegründete Stiftung Klimarappen.

Weitere Infos: www.stiftungklimarappen.ch


«Lohas» steht für «Lifestyle of Health and Sustainability» und bezeichnet Konsumenten, die bei der Wahl von Produkten gezielt auf Nachhaltigkeit und Gesundheit achten. Der durchschnittliche Lohas ist mittel- bis gutverdienend und gut informiert. Sein Ziel ist, Produkte und Dienstleistungen auszusuchen, die strengen Kriterien von Gesundheit sowie ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit entsprechen.

Der Begriff Lohas wird vor allem von der Werbewirtschaft und von Marketing-Fachleuten verwendet und entspricht dem Versuch, die sehr heterogene Bevölkerungsgruppe, die zumindest teilweise solche ökologisch und sozial korrekten Produkte kauft, zu erfassen. Je nach Abgrenzung können bis zu 30 Prozent der Bevölkerung zu den Lohas gezählt werden.


Der Minergie-Standard ist ein freiwilliger Standard für den Hausbau zur Verminderung des Energieverbrauchs. Dabei steht einerseits die Energieeffizienz im Vordergrund, anderseits aber auch die breite Nutzung erneuerbarer Energien. Um das Minergie-Label zu erlangen, müssen bestimmte Grenzwerte im Energiebereich eingehalten werden. Der Minergie-Standard kann bei Neubauten, aber auch durch Sanierung erlangt werden.

Neben dem Minergie-Standard existiert der noch strengere Minergie-P-Standard. Ein Haus, das diesen Anforderungen genügen soll, muss auf dieses Ziel hin geplant, gebaut und im Betrieb optimiert werden.

Weiter kann ein Haus nach dem Minergie-Eco-Standard zertifiziert werden, wenn neben dem Minergie-Standard zusätzlich diverse Anforderungen hinsichtlich einer gesunden und ökologischen Bauweise eingehalten werden.

Weitere Infos: www.minergie.ch


Die Abkürzung MSC steht für Marine Stewardship Council. Es handelt sich um eine unabhängige und gemeinnützige Organisation, die Produkte aus nachhaltiger Fischerei mit einem Label auszeichnet. Damit möchte der MSC eine Lösung für das Problem der globalen Überfischung bieten. Der MSC-Standard fusst auf drei Prinzipien:

  • Es darf nur bis zu der Menge gefischt werden, dass sich der Bestand wieder erholen kann.
  • Die Ökosysteme inklusive aller marinen Arten dürfen von der Fischerei nicht beeinträchtigt werden, deren Produktivität und Vielfalt müssen erhalten bleiben.
  • Um zu zeigen, wie die ökologischen, aber auch sozialen Anforderungen erfüllt werden können, müssen die Fischereibetriebe einen Managementplan ausarbeiten.


Weitere Infos: www.msc.org/de


Die Nanotechnologie befasst sich mit der Entwicklung und Herstellung enorm kleiner Festkörperpartikel. Deren Grösse ist per Definition kleiner als 100 Nanometer (nm). Ein Nanometer ist ein Millionstel Millimeter. Man unterscheidet zwischen künstlich hergestellten Nanopartikeln und solchen, die ungewollt auftreten, etwa im Feinstaub als Nebenprodukt von Verbrennungsprozessen.

Nanotechnologische Produkte sind zum Beispiel in Farben, Lacken oder Kunststoffen enthalten. Aber auch im Bereich der Elektronik sowie bei neuen Anwendungen für die Medizin kommt die Technologie zum Einsatz. Im Konsumbereich kamen zum Beispiel kratzfeste Brillengläser, Anti-Graffiti-Anstriche, High-Tech-Sonnencremes oder abriebfeste Textilien auf den Markt.

Doch mit der zunehmenden Verbreitung von Nanoprodukten wachsen die Bedenken über mögliche negative Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt. Die Diskussion dreht sich insbesondere um ungebundene, freie synthetische Nanopartikel (zum Beispiel in Sprays) und um Materialien, aus denen solche freigesetzt werden können. Studien zeigen, dass ein Teil der Kleinstpartikel über die Lungenbläschen in den Blutkreislauf gelangen können. Einmal im Blutkreislauf, können sich die Partikel ungehindert im Körper verteilen, und es wird befürchtet, dass auch Organe geschädigt werden könnten.

Generell sind die Auswirkungen auf die Gesundheit erst unvollständig untersucht. Gleiches gilt für die möglichen Effekte auf die Umwelt. Bei Kläranlagen zeigten erste Untersuchungen, dass die Reinigungsverfahren nicht ausreichen, um Nanopartikel im Abwasser zu eliminieren. Zur Frage, ob Nanopartikel in die Nahrungskette gelangen können, sind bis jetzt kaum Daten verfügbar.

Untersuchungen zeigen aber, dass sie von Umweltorganismen aufgenommen werden können. Daher ist auch die Möglichkeit einer Anreicherung von Nanopartikeln in Ökosystemen und Lebewesen zumindest nicht auszuschliessen.


Die Lebensmittelverordnung des Bundes kennt keine Definition für «natürliche» Lebensmittel. Massgebend ist der allgemeine Artikel über den Täuschungsschutz. Gemäss diesem dürfen keine Aussagen über ein Produkt gemacht werden, die selbstverständlich sind. So wäre es zum Beispiel nicht zulässig, Milch als natürlich zu kennzeichnen, da jede Milch diese Eigenschaft erfüllt. Geregelt ist diese Bezeichnung nur bei Speiseölen, Mineralwasser und Aromen. Sie schliesst bei diesen Produkten in der Herstellung eine chemische Behandlung aus.


  • Natürliche Aromen werden aus pflanzlichem oder tierischem Ausgangsmaterial hergestellt – sie müssen aber nicht zwingend auch aus dem betreffenden Lebensmittel stammen: So wird zwar Vanilleextrakt aus Vanilleschoten gewonnen, andere natürliche Aromastoffe hingegen werden von Bakterien oder Pilzen produziert.
  • Naturidentische Aromastoffe haben ein Vorbild in der Natur, werden aber chemisch nachgebaut. Die dafür benötigten Rohstoffe müssen nicht natürlichen Ursprungs sein. Naturidentische Aromastoffe werden zum Beispiel in verarbeiteten Lebensmitteln wie Getränken, Tiefkühlkost oder Fertigmenüs verwendet.


Neobionten sind nicht-einheimische, vom Menschen eingeführte oder unabsichtlich eingeschleppte Tier- und Pflanzenarten. Die standortfremden Tierarten bezeichnet man als Neozoen, die entsprechenden Pflanzenarten als Neophyten. Gemäss Definition sind Neobionten all jene Lebewesen, die nach 1492 vom Menschen in neue Gebiete eingeführt wurden.


Sunk und Schwall bezeichnet den mehr oder weniger regelmässigen Wechsel von künstlichem Hoch- und Niedrigwasser unterhalb von Kraftwerken. Wenn in Zeiten grossen Strombedarfs mehr Wasser turbiniert wird, entstehen künstliche Hochwasser (Schwall). Der Begriff Sunk steht hingegen für die Niedrigwasserphase, die in Zeiten mit geringem Strombedarf auftritt, also meist in der Nacht und am Wochenende.

Für Fische und andere wasserbewohnende Tiere und Pflanzen wirkt sich der Schwall-/Sunk-Betrieb verheerend aus. So schwemmen die Hochwasser zum Beispiel den Laich fort, während die Niedrigwasser grosse Teile des Flusses trockenlegen. Sunk und Schwall gilt damit als einer der wichtigsten Gründe, warum die Fischfauna in der Schweiz in den letzten Jahrzehnten stark abgenommen hat.


NGO ist die Abkürzung für den englischen Begriff «non-governmental organization», auf Deutsch: Nichtregierungsorganisation. Im Bereich der Umwelt gehören zum Beispiel Organisationen wie der WWF oder Greenpeace in diese Kategorie. NGOs sind definitionsgemäss weder von staatlichen Stellen organisiert noch abhängig, und sie arbeiten nicht gewinnorientiert.


Die Taxonomie ist die Einteilung von Dingen, insbesondere Organismen, in Gruppen. In der Biologie werden in der Taxonomie die verwandtschaftlichen Beziehungen von Pflanzen- und Tierarten sowie Viren in einem hierarchischen System erfasst. Diese wissenschaftliche Gliederung der Organismen erfolgt nach international festgelegten Benennungsregeln. Eine Klassifikation erfolgt in der Biologie nach den folgenden Hauptstufen (Zwischenstufen sind weggelassen):

  • Reich (Regnum)
  • Abteilung (Divisio)
  • Stamm (Phylum)
  • Klasse (Classis)
  • Ordnung (Ordo)
  • Familie (Familia)
  • Gattung (Genus)
  • Art (Species)


Beispiel der taxonomischen Einteilung anhand der Deutschen Wespe (Vespula germanica):

  • Reich: Vielzellige Tiere (Metazoa)
  • Abteilung: Gewebetiere (Eumetazoa)
  • Stamm: Gliederfüsser (Arthropoda)
  • Klasse: Insekten (Insecta)
  • Ordnung: Hautflügler (Hymenoptera)
  • Unterordnung: Taillenwespen (Apocrita)
  • Überfamilie: Vespoidea
  • Familie: Faltenwespen (Vespidae)
  • Unterfamilie: Echte Wespen
  • Gattung: Kurzkopfwespen (Vespula)
  • Art: Vespula germanica



Der Begriff Ökologie bezeichnet zweierlei:

  • Umgangssprachlich wird der Begriff als Synonym für Umweltschutz verwendet;
  • er ist aber auch ein Teilgebiet der Biologie, das die Wechselbeziehungen der Organismen untereinander und mit ihrer Umwelt erforscht.


Wie viele andere Staaten hat sich die Schweiz 1975 mit der Ratifizierung des Übereinkommens zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt (Welterbekonvention) verpflichtet, seine Natur- und Kulturdenkmäler von aussergewöhnlicher Bedeutung zu erhalten. Man unterscheidet dabei das Weltnatur- und das Weltkulturerbe. Bisher sind in der Schweiz neun Objekte auf die Unesco-Liste aufgenommen worden, zwei weitere Projekte sind hängig (Stand: September 2008). Die Zuständigkeit für Schutz und Pflege der Objekte obliegt in der Schweiz zur Hauptsache den Kantonen.


Die Ornithologie oder Vogelkunde ist ein Teilgebiet der Zoologie, das sich mit den Vögeln befasst.


Was tun, wenn unsere Äcker nicht mehr ausreichen, um die Metropolen der Welt zu ernähren? Urbane Äcker anlegen, schlägt der ameri­kanische Wissenschaftler Dickson ­Despommier vor. Der an der Columbia University New York lehrende Mikrobiologe will «vertikale Farmen» entwickeln: wolkenkratzerförmige Bauernhöfe, in denen Gemüse in Hydro­kulturen gedeiht und wo Hühner und Fische gezüchtet werden. Eine 30-stöckige Farm soll bis zu 50'000 Menschen mit Gemüse, Obst, Eiern und Fleisch versorgen können. Die Energie dieses futuristischen Megahofs würden Windtur­binen, Solarzellen und Ge­zeitenkraftwerke erzeugen. Realisiert wird die erste ver­tikale Farm höchstwahrscheinlich in China: Dickson Despommier arbeitet derzeit mit chinesischen Forschern an einem Demonst­rations­objekt ausserhalb Pekings. ­Allerdings monieren Kritiker, dass die Mehrkosten für ­Beleuchtung und operative ­Arbeiten den positiven Effekt der Nähe von Produk­tion und Konsum wieder zunichtemachen.

«Plantaholics»? Die Endung deutet darauf hin, dass es sich dabei um Süchtige handelt. Analog zu den Alkoholkranken («Alcoholics») und den Arbeitswütigen («Workaholics»). Sind «Plantaholics» nun aber Menschen, die sich ausschliesslich von Grünzeug ernähren? Oder sind damit die Kollegen mit dem grünen Daumen gemeint, die ihr Büro mit einem botanischen Garten verwechseln?

Es ist simpler: «Plantaholics» sind Gartensüchtige. Also all die Hobbygärtner, die bei den ersten wärmenden Sonnenstrahlen ins Gartencenter pilgern, sich dort mit den neusten Züchtungen eindecken, um sie dann stolz im eigenen Gärtchen einzupflanzen. 400 Franken gibt jeder Schweizer Haushalt jährlich für das grüne Hobby aus.
Ein Klacks im Vergleich zum Vermögen, das die Iren und Engländer verbuddeln: Der Durchschnittsgärtner verwandelt dort den zehn­fachen Betrag in Biomasse.
Die Fortgeschrittenen, die an Gartenwettbewerben teilnehmen, noch nicht einge-rechnet. (sto)


Als Prädatoren werden Organismen (Tiere, Pflanzen, Pilze, Einzeller et cetera) bezeichnet, die andere Organismen töten, um sie zu fressen. Damit gehören nicht nur die Beutegreifer, die andere Tiere jagen, zu den Prädatoren, sondern zum Beispiel auch Pflanzenfresser, sofern sie die Pflanzen dabei töten. Dazuzuzählen sind auch die Nagetiere, die sich zumindest teilweise von Samen ernähren.

In einer weitergefassten Definition werden auch Weidegänger (Rinder, Schafe, aber auch Heuschrecken, Raupen et cetera) und Parasiten zu den Prädatoren gezählt. Diese Organismen töten die Beuteorganismen zwar nicht, beeinträchtigen sie aber in Wachstum, Fruchtbarkeit und Überleben.


Road Pricing ist der englische Ausdruck für Strassenzoll. Er bezeichnet die Erhebung von Strassenbenützungsgebühren und soll die Verkehrsnachfrage über den Preis beeinflussen. Besonders bekannt ist das Road-Pricing-System Londons, bei dem eine Fahrt ins Zentrum fünf Pfund kostet: Seit das Systems eingeführt wurde, hat der Verkehr um bis zu 20 Prozent abgenommen.

Road Pricing wurde unter anderem auch in den folgenden Städten eingeführt: Bergen und Trondheim (Norwegen), Durham (England), Edinburgh (Schottland), Stockholm (Schweden), Bologna, Mailand, Rom (alle Italien) sowie Singapur.

In der Schweiz ist die Benutzung der Strassen – mit Ausnahme der Autobahnvignette und der Leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA) – grundsätzlich gebührenfrei. Im Dezember 2007 hat der Bundesrat jedoch beschlossen, dass die Einführung von Strassenbenützungsabgaben in Städten und Agglomerationen ermöglicht werden soll. In einem ersten Schritt will er die rechtliche Grundlage für die Durchführung entsprechender Versuche schaffen.


Zwei Wörter, die man zu ­verstehen glaubt – doch der Begriff «seltene Erden» ist irreführend. Es handelt sich weder um ferne Planeten noch um rare Ackerflächen, sondern um 17 Me­talle, die zwar auf dem Weltmarkt knapp sind, aber gar nicht so selten vorkommen – wenn auch meist in geringer Konzentration. Man benötigt sie für Batterien, Elektromoto­ren, Computer oder Handys; der Bedarf steigt entsprechend. «Erden» ist ein veralteter ­chemischer Begriff für Verbindungen mit Sauerstoff (Oxide). In dieser Form kommen die seltenen Erden in der Natur vor. Sie alle sind um ein 100-Faches häufiger als etwa Gold. Allerdings ist ihre Gewinnung aufwendig, teuer und schädigt die Umwelt.

Mehr als 95 Prozent der begehr­ten Metalle liefert China – unter anderem weil es praktisch keine Umweltauflagen kennt und günstig produzieren kann. Um die Rohstoffe für die eigene Industrie zu sichern, hat das Land den Export gedrosselt. Das ist schlecht für die Industriestaaten, aber gut für die Umwelt. Denn jetzt wird vermehrt versucht, die kostbaren Metalle aus alten Geräten zu rezyklieren.