Im Luzerner Güllegürtel herrscht dicke Luft. Über dem Boden schwebt doppelt so viel Stickstoff, wie die Natur verkraften kann. Er stammt von der Gülle der vielen Kühe, Schweine und Hühner, die zwischen Zugersee und Napf leben. Er verunreinigt die Luft und überdüngt wertvollen Lebensraum. Die Vogelwarte Sempach warnt vor «gravierenden Auswirkungen». Die Vielfalt an Pflanzen leide und damit die Vielfalt an Insekten und Vögeln.

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Nicht nur in Luzern hängt eine Schadstoffglocke über der Landschaft. Der Stickstoff düngt die Natur in der ganzen Schweiz, obwohl Wälder, Moore und Magerwiesen keinen Dünger brauchen.

Die Folge: 90 Prozent des Waldes und 84 Prozent aller Flachmoore sind überdüngt. Die Akademie der Naturwissenschaften bilanziert: «Die übermässigen Stickstoffeinträge sind eine der Hauptursachen für den Rückgang der Biodiversität in der Schweiz.»