Das Jahr 2020 könnte die Schweizer Landwirtschaft völlig umpflügen. Dafür gedacht wäre eigentlich die Agrarpolitik 22+, ein Regelpaket, das die agrarpolitischen Rahmenbedingungen neu absteckt. Noch diesen Monat will der Bundesrat seine Botschaft dazu vorlegen. Sicher ist bereits: Wer vom Bundesprogramm griffige Antworten auf die drängenden Fragen erwartet, wird enttäuscht sein. Die häufigste Kritik in der Vernehmlassung lautete: «mutlos». Das Bestehende wird nur feinjustiert.

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Handfester wird es im Frühling zur Sache gehen: Voraussichtlich im Mai stimmt das Volk über die Trinkwasser- und die Pestizid-Initiative ab. Sie verlangen, dass weniger Pflanzenschutzmittel versprüht respektive synthetische Pestizide verboten werden. Falls diese Forderungen an der Urne eine Mehrheit finden, geht es den Landwirten ans Lebendige.