Rund 3500 Becquerel pro Kubikmeter im Erdgeschoss und 2000 im Schlafzimmer zwei Stockwerke höher: Als Luca Demarta und seine Frau im Frühling 2016 die Auswertung der Radonmessung ihres Hauses im alten Ortskern von Lamone bei Lugano sahen, erschraken sie. Denn die Belastung lag damit ein Mehrfaches über dem Referenzwert. «Wir wohnen hier mit zwei kleinen Kindern, daher ist eine gesunde Wohnumgebung wichtig», sagt er.

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Die Reaktion war berechtigt: Radon ist ein unsichtbares, geruchloses und radioaktives Gas, das aus dem Untergrund aufsteigt und sich in Gebäuden ansammeln kann. Wenn man es über längere Zeit einatmet, können sich radioaktive Partikel in der Lunge festsetzen und dort Krebs verursachen. Laut Bundesamt für Gesundheit (BAG) sind jährlich 200 bis 300 Lungenkrebs-Todesfälle auf Radon zurückzuführen. Heute gilt schweizweit ein Referenzwert von 300 Becquerel pro Kubikmeter.