Nicht alle haben das Geld oder den Platz für eine grosse Solaranlage auf dem Dach Solarenergie fürs Eigenheim Strom von der Sonne anzapfen . Die Alternative: ein anschlussfertiges Solarmodul. Mit dieser Plug-and-play-Fotovoltaikanlage können die elektrischen Geräte im Haushalt zumindest teilweise mit sauberem Strom versorgt werden.

Diese Solarmodule, scherzhaft auch Piraten- oder Guerillaanlagen genannt, sind nicht allzu teuer und eignen sich sogar für Balkon Wohnen Kampfzone Balkon und Terrasse, falls kein Garten vorhanden ist. Hier die Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Wie unterscheiden sich Plug-and-play-Fotovoltaikanlagen von Solaranlagen?

Das Prinzip ist das gleiche: Die Fotovoltaikzellen erzeugen dank Sonneneinstrahlung klimafreundlichen Strom. Die Plug-and-play-Anlagen haben aber höchstens eine Kantenlänge von 1,7 Metern und wiegen etwa 20 Kilo. Sie sind daher eher für den Eigenverbrauch konzipiert. Um sie mit dem Stromnetz des Gebäudes zu verbinden «Quartierstrom» in Walenstadt Günstiger Strom von Nachbars Dach , braucht es keinen Elektriker. Es reicht eine einfache Aussensteckdose. Dort wird der Ausgangsstecker der Solaranlage eingesteckt. Anschlussfertige Komplettsets gibt es ab etwa 600 Franken.

Welche Vorschriften gibts?

Ein anschlussfertiges Solarmodul darf nie mehr als 600 Watt Strom produzieren. Das soll verhindern, dass sich die elektrischen Leitungen im Haus erwärmen, wenn die Solaranlage viel Strom ins Hausnetz speist und zugleich grosse Stromverbraucher wie Wasserkocher, Föhn oder Staubsauger laufen. Die Anlage muss den gesetzlichen Normen entsprechen und über einen Fehlerstromschutzschalter verfügen. Die Aussensteckdose muss zudem mit einem FI-Schalter geschützt sein – das gehört bei moderneren Gebäuden zum Standard. Die Inbetriebnahme der Solaranlage muss dem Verteilnetzbetreiber gemeldet werden. Das Solarmodul muss sicher befestigt sein.

Wo kann ich die Anlage aufstellen?

Plug-and-play-Fotovoltaikanlagen kann man etwa am Balkongeländer, auf dem Dach des Gartenhäuschens oder der Garage montieren Solarstrom fürs Elektroauto So amortisieren Sie Ihre Fotovoltaikanlage oder unbefestigt auf der Terrasse oder im Garten aufstellen. Voraussetzung ist eine Aussensteckdose für den Anschluss.

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Kann ich auch mehrere Module kombinieren?

Ja, solange die Gesamtleistung von 600 Watt pro Haus oder Wohnung nicht überschritten wird. Das entspricht ein bis drei Solarmodulen. Sie können zusammen über eine oder mehrere Aussensteckdosen ans Hausstromnetz angeschlossen werden.

Wie viel Watt Leistung brauche ich?

Die meisten Haushalte haben einen konstanten Grundverbrauch von etwa 200 Watt (Kühlschrank, Netzteile, Internetmodem). Wenn man wochentags nicht zu Hause ist, reicht daher eine Anlage mit 300 Watt. Wer hingegen oft Waschmaschine, Computer oder Fernseher betreibt, sein E-Bike oder E-Auto auflädt oder aus ideellen Werten heraus Ökostrom produzieren will, für den lohnt sich auch eine 600-Watt-Anlage.

Was ist beim Kauf wichtig?

Die Sets gibt es im Fotovoltaikhandel, im Baumarkt oder im Internet. Dem Solarmodul muss eine Konformitätserklärung beiliegen, die bestätigt, dass alle Bestandteile der Anlage den Schweizer Normen entsprechen und sie einen Fehlerstromschutzschalter besitzt. Monokristalline Solarmodule sind etwas teurer, produzieren aber effektiver Strom als polykristalline. Seriöse Anbieter Solarmodule Die Sonne scheint jetzt für alle garantieren zudem, dass ihre Solarmodule zehn Jahre lang funktionieren und auch nach 25 Jahren 80 Prozent ihrer Leistung erbringen.

Worauf sollte ich beim Aufstellen achten?

Am meisten Strom produziert die Anlage, wenn sie nach Süden ausgerichtet ist. Schattenwurf reduziert die Stromausbeute. Die Oberfläche sollte man regelmässig reinigen. Die Anlage muss zudem gut gegen Wind gesichert sein.

Was muss ich als Mieter wissen?

Das Solarmodul ist eine mobile Installation. Eine Bewilligung des Hauseigentümers braucht es nur, wenn sie von aussen sichtbar ist.

Brauche ich einen neuen Stromzähler?

Wer damit einverstanden ist, dass der nicht selber genutzte Strom gratis ins öffentliche Netz geht, braucht keinen neuen Zähler. Falls der überschüssige Strom vergütet werden soll, installiert der Verteilnetzbetreiber einen bidirektionalen Smartmeter, wie es bei grösseren Solaranlagen gesetzlich geregelt ist. Das kostet nichts, der Gewinn beträgt aber meist nur wenige Franken im Jahr.

Verbrauche ich den gesamten erzeugten Strom selbst?

Ja, der vom Solarmodul erzeugte und in den eigenen Stromkreis eingespeiste Strom wird von den aktuell im Haus oder in der Wohnung eingeschalteten Geräten verbraucht, der Stromzähler dreht sich entsprechend langsamer. Falls die Plug-and-play-Anlage mehr Strom produziert, als im Haushalt verbraucht wird, fliesst der ungenutzte Anteil ins öffentliche Stromnetz. Wenn mehr verbraucht wird, als das Solarmodul gerade liefern kann, wird Strom aus dem öffentlichen Netz bezogen.

Kann ich messen, wie viel Strom ich erzeuge?

Ja, manche Hersteller liefern eine Messeinrichtung mit. Falls nicht, gibt es für rund 40 Franken Messgeräte zum Einstecken in die Steckdose.

Wann amortisiert sich die Anlage?

Das hängt vom Stromverbrauch, von der erzeugten Menge und vom Preis ab. Ein Vierpersonenhaushalt verbraucht im Schnitt 4500 Kilowattstunden im Jahr und bezahlt dafür rund 1000 Franken. Eine Anlage mit einem 600-Watt-Solarmodul kostet etwa 1200 Franken, erzeugt bei guter Ausrichtung etwa 550 Kilowattstunden und spart so etwa 110 Franken im Jahr. In der Regel geht man daher von etwa zehn bis zwölf Jahren Amortisationszeit aus, wenn kein Strom ins Netz verlorengeht. Gute Module halten 20 Jahre und länger. Für viele Käuferinnen einer Anlage steht jedoch nicht die Rentabilität an erster Stelle, sie wollen klimafreundlich Strom produzieren und ins Stromnetz einspeisen, damit weniger konventioneller Strom erzeugt werden muss.

Kann eine solche Anlage gefährlich werden?

Wenn das Gerät ausgesteckt wird oder der Strom ausfällt, reagiert die Schutzschaltung sofort, stoppt die Spannung am Ausgang und schaltet das Gerät automatisch ab.

Bevor man zum Beispiel eine neue Lampe anschliesst oder der Elektriker am Hausstromnetz arbeitet, sollte man die Anlage sicherheitshalber vom Hausstromnetz trennen.

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