«Die Hälfte aller heutigen Jobs gab es vor 80 Jahren nicht»
Programmiererin oder doch lieber Pflegefachfrau? KI krempelt die Arbeitswelt um – und verunsichert Jugendliche bei der Berufswahl. Ökonom David Dorn erklärt, warum die Zukunft weniger düster ist als befürchtet.

Veröffentlicht am 21. November 2025 - 06:00 Uhr

«Schnelle Umbrüche führen oft zu Anpassungsschwierigkeiten»: Ökonom David Dorn
David Dorn, eine aktuelle ETH-Studie zeigt, dass die Arbeitslosigkeit in Berufen mit hoher KI-Betroffenheit wie etwa Softwareentwicklung oder Journalismus um 27 Prozent gestiegen ist. Überrascht Sie das?
Nein, das überrascht nicht. Früher oder später wirkt sich jede neue Technologie auf den Arbeitsmarkt aus. Was allerdings auffällt: Diese Effekte zeigen sich sehr schnell – nur drei Jahre nach der Einführung von ChatGPT. Bei früheren Innovationen wie dem PC in den 1980ern oder dem Internet in den 1990ern dauerte es länger, bis sie sich durchsetzten.