Als Nutzer geistiger Werke zahlen Gewerbetreibende eine so genannte Urheberrechtsgebühr, wenn ein Kopiergerät im Betrieb steht. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um eine Bibliothek oder eine Autowerkstatt handelt.
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UrheberrechtZahle ich als Garagist Gebühren an Pro Litteris?

Frage: Die Urheberrechtsgesellschaft für Literatur und bildende Kunst, Pro Litteris, schickte uns vor kurzem eine Rechnung. Wir betreiben jedoch eine Garage und Reparaturwerkstatt und haben absolut nichts mit Kunst und Literatur zu tun. Müssen wir die Rechnung trotzdem bezahlen?

von aktualisiert am 15. Januar 2018

Ja. Gestützt auf das Urheberrechtsgesetz, ist die Pro Litteris als sogenannte Verwertungsgesellschaft ermächtigt, von den Nutzern geistiger Werke Gebühren einzuziehen. Als geistige Werke gelten zum Beispiel Bücher oder Zeitungsartikel. Da es nicht möglich ist, den Nutzerkreis dieser Werke genau einzugrenzen, sind alle Gewerbebetriebe abgabepflichtig, die einen Fotokopierer haben.

Laut Bundesgericht gilt das auch für Betriebe, die in einem technischen Bereich tätig sind und mit Literatur nichts zu tun haben. Die Höhe der Abgabe richtet sich nach Zahl der Angestellten und Kopien pro Jahr. Sie müssen den Erhebungsbogen von Pro Litteris ausfüllen und den entsprechenden Betrag bezahlen – selbst wenn Sie auf Ihrem Apparat nur Rechnungen kopieren.

Weitere Infos

Mehr zu den aktuellen Tarifen finden Sie auf der Website der Pro Litteris.