Rund 700 Schweizerinnen - und einige wenige Schweizer - lassen sich jedes Jahr in ausländischen Gastfamilien als Au-pairs vermitteln. Au-pairs leben meist in Familien mit kleinen Kindern, in denen die Hausfrau oft berufstätig ist. Je nach Vertrag erledigen Au-pairs alle Arten von Haushaltsarbeiten und kümmern sich um die Kinder. Au-pair-Interessierte sollten Persönlichkeiten mit hoher Flexibilität, Toleranz und Eigenverantwortung sein und praktische Erfahrung in Hausarbeit und Kinderbetreuung mitbringen.

Zu den beliebtesten europäischen Ländern zählen England, Frankreich, Italien, Spanien, Belgien und Irland. In Europa müssen Au-pairs grundsätzlich zwischen achtzehn und dreissig Jahre alt, unverheiratet und kinderlos sein sowie Grundkenntnisse in der entsprechenden Fremdsprache besitzen.

In Ländern ausserhalb Europas ist das Au-pair-System vielfach unbekannt. Das gilt insbesondere für Kanada, Australien, Neuseeland und beschränkt für die USA. Das Au-pair-Austauschprogramm in den USA stellt höhere Anforderungen an Teilnehmerinnen als eine Au-pair-Stelle in Europa. Das gleiche gilt für Kanada. In Australien und Neuseeland sind Au-pair-Aufenthalte in der Art, wie sie in Europa existieren, aufgrund der äusserst restriktiven Aufenthalts- und Arbeitsbestimmungen nicht erlaubt. Au-pairs werden in beiden Ländern wie herkömmliche Arbeitssuchende behandelt und benötigen eine entsprechende Arbeitsgenehmigung.

Einen Au-pair-Aufenthalt sollten Sie immer über eine seriöse und professionell arbeitende Beratungs- und Vermittlungsstelle organisieren.

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