Der Obama-Faktor spielt auch im Tourismus: Seit George W. Bush das Weisse Haus räumen musste, entdecken die Schweizerinnen und Schweizer wieder ihre Liebe zu den USA. Hinzu kommt, dass in den letzten Monaten die Flugpreise wieder sanken: Zürich–New York gibts schon für unter 600 Franken.

Doch auch unter Barack Obama sind die Einreisebestimmungen streng. Seit dem 12. Januar 2009 muss man sogar schon mindestens drei Tage vor Abflug eine Reihe von Fragen beantworten, sonst ist die Reise am Check-in-Schalter bereits zu Ende.

Wichtig ist: Das ESTA-Internetformular (siehe «Info») muss für jeden einzelnen Passagier ausgefüllt werden – auch für Kleinkinder, die noch gar kein Flugticket brauchen. Es gilt für maximal zwei Jahre, man kann es also auch quasi auf Vorrat ausfüllen, bevor man einen Flug bucht.

Abkassierer haben das Formular entdeckt

Aber aufgepasst auf Abzocker: Wer «ESTA» googelt, landet teils auf Webseiten von kommerziellen Anbietern, die einem angeblich beim Ausfüllen des Formulars helfen wollen und dafür abkassieren. Das offizielle ESTA-Formular ist kostenlos.

Wer alle Fragen mit Nein beantwortet, in den USA keine Verkehrsbusse unbezahlt liess und auch sonst nicht straffällig war, erhält in der Regel innert Sekunden die Antwort «Genehmigung erteilt».

Im schlechteren Fall ist die Antwort «in Bearbeitung»: Dann wollen die Behörden offensichtlich weitere Abklärungen treffen. Das kann bis zu 72 Stunden dauern. Kommt der Bescheid «Einreise nicht genehmigt», muss ein normales Visum beantragt werden – die Chancen auf einen USA-Trip stehen dann allerdings ziemlich schlecht.

Falls das Volk am 17. Mai die definitive Einführung von elektronischen Pässen ablehnt, könnten demnächst sogar alle Schweizer USA-Reisenden ein Visum brauchen. Zumindest warnt der Bund davor auf seiner Website www.schweizerpass.ch.

Wer einen alten Pass hat (Erkennungsmerkmal: grosses Schweizer Kreuz in der Mitte), braucht ein Visum und muss dafür persönlich auf der amerikanischen Botschaft in Bern vorsprechen. Nur schon der Antrag kostet 170 Franken; das Verfahren dauert Wochen. Das Gleiche gilt für alle, die in den USA eine Schule besuchen, studieren oder arbeiten wollen oder länger als 90 Tage dortbleiben wollen – unabhängig davon, welches Passmodell sie haben.

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Wer einen Pass Modell 03 hat (die persönlichen Daten sind auf einer Plastikkarte), muss das Ausstelldatum beachten. Wurde der Pass vor dem 26. Oktober 2006 ausgestellt, ist das visumfreie Reisen mit dem ESTA-Formular möglich. Wurde er danach ausgestellt, muss der Inhaber ein Visum beantragen, wenn er in die USA will.

Unkompliziert ist der Sprung über den Grossen Teich für Leute, die einen biometrischen Pass (kleines Logo für elektronisch lesbare Pässe in der unteren rechten Ecke) haben. Sie müssen aber vor der Abreise zwingend ein Internetformular der amerikanischen Sicherheitsbehörden ausfüllen. Das sogenannte Electronic System for Travel Authorization (ESTA) ist im Internet auch auf Deutsch verfügbar. Wer keinen Internetzugang hat, kann das Formular im Reisebüro ausfüllen.

Mit ihm wirds kompliziert:

Pass 85
Wer einen alten Pass hat (Erkennungsmerkmal: grosses Schweizer Kreuz in der Mitte), braucht ein Visum und muss dafür persönlich auf der amerikanischen Botschaft in Bern vorsprechen. Nur schon der Antrag kostet 170 Franken; das Verfahren dauert Wochen. Das Gleiche gilt für alle, die in den USA eine Schule besuchen, studieren oder arbeiten wollen oder länger als 90 Tage dortbleiben wollen – unabhängig davon, welches Passmodell sie haben.

Quelle: Website schweizerpass.ch

Mit ihm kommts drauf an:

Pass 03
Wer einen Pass Modell 03 hat (die persönlichen Daten sind auf einer Plastikkarte), muss das Ausstelldatum beachten. Wurde der Pass vor dem 26. Oktober 2006 ausgestellt, ist das visumfreie Reisen mit dem ESTA-Formular möglich. Wurde er danach ausgestellt, muss der Inhaber ein ­Visum beantragen, wenn er in die USA will.

Quelle: Website schweizerpass.ch

Mit ihm ists einfach:

Pass 06
Unkompliziert ist der Sprung über den Grossen Teich für Leute, die einen biometrischen Pass (kleines Logo für elektronisch lesbare Pässe in der unteren rechten Ecke) haben. Sie müssen aber vor der Abreise zwingend ein Internetformular der amerikanischen Sicherheitsbehörden ausfüllen. Das sogenannte Electronic System for Travel Authorization (ESTA) ist im Internet auch auf Deutsch verfügbar. Wer keinen Internet­zugang hat, kann das Formular im Reisebüro ausfüllen.

Quelle: Website schweizerpass.ch

Das berüchtigte ESTA-Formular

Auf dem ESTA-Formular werden praktisch dieselben Fragen gestellt wie auf dem grünen Formular, das früher im Flugzeug ausgefüllt werden musste: ob man an ­einer schweren ansteckenden Krankheit leidet (darunter fällt auch eine HIV-In­fektion), drogensüchtig ist, einer Terror­gruppe angehört, als Spion tätig war. Dass man die Fragen jetzt schon vor dem Flug beantworten muss, hat einen Vorteil: Das Risiko, vom Einwanderungsbeamten am Zielflughafen gleich wieder zurückgeschickt zu werden, ist kleiner geworden. Aber es gibt auch einen Nachteil: Alle ­Daten werden automatisch elektronisch gespeichert und jahrelang archiviert.