Endlich Mai, Monat der Liebe. Die Hormone spielen verrückt, der menschliche Paarungsdrang erreicht den Höhepunkt Irrtum! «Bei den Menschen gibt es keine saisonalen Brunftzeiten, wie sie die Tierwelt kennt», sagt Martin Birkhäuser, Hormonspezialist am Inselspital Bern. Auch die Statistik spricht dagegen: Es gibt kein Geburtenhoch im Januar und im Februar.

Und doch fühlen wir uns im Frühling anders. Wir sind zufriedener, munterer, aktiver. Körper und Geist sind empfindsamer für alles, was wir sehen, hören, riechen, schmecken, ertasten. Und die Liebe? Die profitiert ebenfalls von den geschärften Sinnen.

Verantwortlich dafür ist das Sonnenlicht, das länger und intensiver wirkt. Durch die Sonnenstrahlen nimmt im Gehirn die Konzentration des Hormons Melatonin ab, das während der Wintermonate unseren Schlaf gefördert hat. Gleichzeitig wird die Produktion des «Gute-Laune-Hormons» Serotonin angekurbelt.

Ist der Mensch derart aufgeheitert, erwacht auch sein Bewegungsdrang. Gut so, denn wer sich regelmässig bewegt, setzt einen Dominoeffekt in Gang: bewusstere Ernährung, bessere Gewichtskontrolle, weniger Zigaretten- und Alkoholkonsum. Zudem sorgt regelmässiges Fitnesstraining für zwischenmenschliche Begegnungen. Und es hat beträchtliche Schutzeffekte bei einer Reihe von Krankheiten, vor allem Herz-Kreislauf-Beschwerden.

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Verliebte allerdings sollten aufpassen. Sie produzieren weniger «Gute-Laune-Hormone», weil sie gedanklich auf ein Thema fixiert sind. Ihre Psyche ist aus dem Gleichgewicht womit sie bestätigen, was der Volksmund schon lange weiss: «Liebe macht krank.»