Beginnen wir mit der schlechten Nachricht, die uns jeden

Herbst ereilt: Demnächst gibt die Sozialministerin bekannt,

wie sehr uns die Kassen künftig zur Kasse bitten. Und

wie gehabt wird der Ärger über die Prämien

der Krankenversicherer gross sein. Ob aber der Zorn die Richtigen

trifft, ist fraglich. Schliesslich hat der ungesunde Kostenanstieg

System. «Sparen ist im schweizerischen Gesundheitswesen

nicht vorgesehen», schreibt Urs Zanoni in unserer Titelgeschichte

(«Es krankt nicht an den Kassen», siehe Nebenartikel).

Sie zeigt, wer dazu beiträgt, dass uns die Gesundheit

buchstäblich immer teurer wird. Hohe Prämien bedeuten

aber nicht immer höchste Qualität: In unserem Krankenkassen-Rating

(«Mit den Kleinen fährt man besser», siehe

Nebenartikel) haben erneut kleine Anbieter die Nase vorn

oft gehören sie auch zu den billigsten. Dennoch wechseln

erstaunlich wenige Versicherte ihre Kasse: pro Jahr gerade

mal drei bis fünf Prozent.

Grund zu wechseln, hätte eigentlich auch so manches

Unternehmen seine Pensionskasse nämlich. Während

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Politik und Versicherer um den BVG-Mindestzinssatz feilschen,

sind die Verwaltungskosten der zweiten Säule in der Regel

kaum eine Nachricht wert. Zu Unrecht: Bei einem Vergleich

verschiedener Angebote lag das günstigste 25 Prozent

unter dem teuersten ein beträchtliches Sparpotenzial

(«Einbussen durch zu hohe Kosten», siehe Nebenartikel).

Es ist also höchste Zeit, mehr Licht in den Dschungel

der Tarife zu bringen.

Völlig undurchsichtig ist zuweilen das Geschäft

mit 0900-Telefonnummern. Gleich mehrere dubiose Anbieter versuchen

derzeit, Handynutzer mit angeblichen Liebesnachrichten zu

bezirzen («Die liebe Not mit Liebes-SMS», siehe

Nebenartikel). Neugier sollte man sich da sparen sie

kann teuer werden. Unser Ratgeber-Artikel («Über

Gebühr abkassiert», siehe Nebenartikel) gibt Ihnen

Tipps, wie Sie sich generell vor 0900-Abzockern schützen

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können.

Zum Schluss die erfreuliche Nachricht. An der sind Sie

mit schuld: Der Beobachter ist die meistgelesene Publikumszeitschrift

der Schweiz. Die Wemf (AG für Werbemedienforschung) hat

in ihrer jährlichen Leserschaftsstudie ermittelt, dass

ihn 1045000 Menschen lesen. Das leichte Minus von 1,3 Prozent

gilt nicht als statistisch bedeutsam. Gleichzeitig steigt

die Auflage des Beobachters (335226 beglaubigte Exemplare)

kontinuierlich. Mit einem wollen wir deshalb nicht sparen:

unserem Dank für Ihr Vertrauen.