Essbar wären Schwäne durchaus, nur findet wohl kaum jemand die symbolträchtigen Vögel zum Anbeissen. Noch im Mittelalter wurden sie in der Schweiz gegessen. Heute sind sie laut Jagdgesetz keine «jagdbare Art» mehr. In Deutschland ist die Jagd auf Schwäne erlaubt, und auf Foren im Internet findet man allerlei Rezepte. Als Braten soll man den Schwan demnach wie eine Gans zubereiten. Wer ihn räuchern wolle, sollte das lieber kalt als heiss tun, da er sonst austrockne. Ohnehin ­munden nur Jungschwäne. Die alten schmecken offenbar tranig.

Thomas Gamper, Geschäftsführer von ­Hefe Schweiz, kennt mehrere Gründe für dieses ungewöhnliche Mass. Einerseits die Backtechnologie: Ein Würfel muss für ein Kilogramm Mehl ausreichen, für jede Art Mehl und für jedes Rezept. Also packt man lieber etwas mehr hinein. Zweitens: Verpackungs- und Verkaufseinheiten müssen sich logistisch und kaufmännisch gut handhaben lassen. In die handelsüblichen Kartons mit einem Kilogramm Hefe (plus etwas Toleranz) passen zwei Lagen à zwölf, also 24 Würfel zu 42 Gramm. Drittens, räumt Gamper ein, dürfte sich das Gewicht von 42 Gramm auch deshalb durchgesetzt haben, weil es in Europa nur einen Hersteller gebe, der Maschinen zum Abpacken von Würfelhefe im Sortiment hat.

Für Popcorn braucht man einen speziel­len Mais mit besonders harter Schale, der innen weich und ein wenig feucht ist. Wirft man solch ein Maiskorn in einen Topf mit Öl und erhitzt das Ganze kräftig, wird das Wasser im Korn zu Dampf. Und dieser braucht viel mehr Platz als Wasser – aus einem Milliliter Wasser werden etwa 1,6 Liter Dampf. So baut sich im Maiskorn enormer Druck auf, bis es schliesslich ­explodiert. Ist die Schale zu dünn, bildet sich einfach ­irgendwo ein Riss, und damit hat es sich. Deshalb kann man aus normalem Futtermais kein Popcorn machen.

Eier enthalten fast alle Vitamine ausser ­Vitamin C sowie viele Mineralstoffe. Im Eigelb ist auch Eisen gebunden. Erhitzt man das Ei lange, wird das Eisen frei­gesetzt und kann an der Grenze zum Eiklar mit Schwefelverbindun­gen reagieren. Durch diesen Prozess kommt das ­Eisen aus seiner Tarnung und zeigt sich grün.

Etwas salopp könnte man sagen: Der Apfel rostet. Wird die ­Schale verletzt, reissen Tausende von Zellen gleichzeitig. Im nun der Luft aus­gesetzten Zellsaft befinden sich auch so­genannte Polyphenole, die mit dem Sauerstoff reagieren und dabei ihre Farbe verändern. Der Chemiker nennt das Oxidieren – nichts anderes macht auch das Eisen, wenn es rostet.

Konditoren bauen ihre Torten mit Vorliebe auf einem Mürbeteigboden auf. Dank ­diesem lässt sich die Torte Stück für Stück stabil auf die Teller der Gäste verfrachten. Und die hätten ohne entschlossenes Drücken mit der breiten Zinke keine Chance, den Boden kleinzukriegen. Mit der Spitze können sie die Stücke dann bequem aufspiessen.

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Milch besteht aus Wasser, Fett, Milchzucker und Eiweiss. Eines der ent­haltenen Eiweisse ist das Albumin. Normalerweise ähneln dessen Moleküle einem Wollknäuel. Temperaturen über 70 Grad aber mag das Albumin überhaupt nicht. Wird es zu stark erhitzt, wickelt sich das Wollknäuel ­sozusagen ab. Lange Fäden steigen nach oben und verwickeln sich an der Oberfläche zu einem immer dichteren Netz, der unbeliebten Milchhaut.

Wie viel Kohlensäure in Wasser oder einem anderen Getränk gelöst werden kann, hängt stark von Temperatur und Druck ab. Öffnet man die Flasche, sinkt der Druck. Ein Teil der Kohlensäure geht in den gasförmigen Zustand über, es bilden sich Bläschen. Normalerweise bemerkt man von diesem Vorgang nicht mehr als ein Zischen.

Die Kohlensäurebläschen bilden sich an einer etwas angerauten Oberfläche. Wird die Flasche vor dem Öffnen geschüttelt, bringt man viel Flüssigkeit in Kontakt mit der Innenwand. Es bilden sich viele kleine Blasen, die eng zusammenrücken, weil sie nicht so stark wachsen können, wie sie es gern täten. Der Druck steigt. Wird die Flasche geöffnet, fällt er schlagartig ab. Die Bläschen dehnen sich aus, und das Getränk schiesst schäumend aus der Flasche. Warme Flüssigkeit kann übrigens ­weniger Kohlensäure aufnehmen als kalte und schäumt darum umso mehr.

Wenn Wasser gefriert, richten sich ­seine Moleküle ordentlich zu sechs­eckigen Kristallen aus – zumindest wenn das Ganze schön gemächlich vor sich geht. Gefriert das Wasser sehr schnell, beginnt die Kristallisation an vielen Stellen gleichzeitig. Es bilden sich Risse und Lufteinschlüsse. Diese verhindern, dass sich ein reiner Kris­tall bildet, und schon ist das Eis nicht mehr klar, sondern weisslich trüb.

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Das Wasser in unmittelbarer Nähe des Heizelements wird zuerst heiss. Da das sehr schnell geschieht, wird ein Teil des Wassers zu Dampf. Sein Volumen nimmt zu, und die sich bildenden Bläschen wollen nach oben steigen. Da das darüber­liegende Wasser immer noch kälter ist, kühlen die Bläschen auf dem Weg nach oben ab, fallen in sich zusammen und machen dabei Lärm.

Erst wenn das Wasser überall im Wasserkocher heiss geworden ist, können die Bläschen aufsteigen, ohne zu implodieren, und es wird deutlich ­leiser. Sie vereinigen sich auf dem Weg nach oben zu grösseren ­Blasen, die beim Platzen an der Oberfläche eine tiefere und somit an­genehmere Frequenz erzeugen als die kleinen.