Babysitten wie früher? Warum manche Tipps heute schaden
Sie haben selbst Kinder grossgezogen und wissen, wie das geht. Ein Grosselternkurs kann trotzdem sinnvoll sein, weil viele Empfehlungen rund ums Baby mittlerweile überholt sind. Ein Update in sechs Punkten.
Veröffentlicht am 5. Oktober 2026 - 05:00 Uhr

Ein Grossvater hält behutsam seinen Enkel in den Armen – vielleicht täte ihm ein Grosselternkurs gut.
Ein Mann in seinen Sechzigern, frisch pensioniert, nimmt eine Puppe in die Hand und stellt sich an den Wickeltisch. Noch nie hat er eine Windel gewechselt. Nun lernt er im Grosselternkurs, wie das geht. In wenigen Wochen kommt sein erstes Enkelkind zur Welt, und er möchte sich engagiert in die Betreuung einbringen.
Männern wie dem Protagonisten aus diesem Beispiel begegnet Livia Maria Griessmeyer, 31, immer wieder. Sie gehört zum Pflege-Leitungsteam der Klinik Hirslanden und führt in dieser Funktion auch regelmässig Grosselternkurse in Zürich durch. «Viele heutige Grossväter waren bei ihren eigenen Kindern beruflich stark eingebunden, während sich ihre Frauen um die Erziehung und das Familienleben kümmerten. Nun wünschen sie sich, für ihre Enkel eine aktivere Rolle einzunehmen.»