Esther und Mathias Brodmann, beide 33, aus Brugg wollen dieses Jahr nochmals auf die Fortpflanzungsmedizin setzen.

«Wir haben mit der Einstiegsdroge Insemination (künstliche Besamung) begonnen», erzählt Mathias Brodmann. Die ganze Prozedur vom Schlucken der Hormontabletten über ständige Arztbesuche bis zum Einspritzen des Samens war sehr anstrengend. Nach drei erfolglosen Versuchen brach das Paar die Übung ab.

«Mich hat das Ganze an die Besamung von Kühen erinnert», sagt Esther Brodmann. Ihre Grosseltern haben einen Bauernhof. Die Belastung sei sehr gross gewesen: das ständige Hoffen und Bangen – «und dann jeweils die grosse Enttäuschung, wenn es wieder nicht geklappt hatte».

Brodmanns richteten sich auf ein Leben ohne Kinder ein, gaben sich mehrere Jahre Zeit, um zu schauen, ob es auch so geht. Mit 31 wurde Esther Brodmann ganz ohne künstliche Hilfe plötzlich schwanger. Leider zeigte der Ultraschall nach zwölf Wochen, dass das Baby tot war.

Nach reiflicher Überlegung wollen Brodmanns dieses Jahr nochmals versuchen, ein Kind zu bekommen: «Wir möchten uns später nicht vorwerfen, dass wir nicht alles probiert haben.»

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