Loben Sie

«Das hast du gut gemacht!» ist ein Satz, den Eltern ruhig öfter einmal sagen sollten. Denn ohne Wertschätzung seiner selbst und seiner Fähigkeiten wird ein Teenager verbittert und unsicher. Ein Lob hingegen stärkt das Selbstvertrauen und motiviert – vorausgesetzt, es ist ehrlich gemeint und kommt von kompetenter Seite.

Verteilen Sie Zärtlichkeiten

Der Gedanke sitzt tief in den Erwachsenen fest: Teenager sind fürs Knuddeln längst zu alt – so kratzbürstig, wie sie sich in der Pubertät aufführen! Falsch gedacht: Körperliche Zärtlichkeiten sind für Heranwachsende überlebenswichtig. Eine Umarmung kann Wut, Kummer, Stress und Angst besiegen – und zwar in vielen Fällen besser als ein tief schürfendes Gespräch.

Setzen Sie Regeln

Eine Erziehung ohne Massstäbe und Grenzen führt zu egoistischem Verhalten. Eine Familie ist ein lebendiger Organismus. Und der braucht zwar einen Schuss Chaos, aber auch Strukturen und Regeln, an die sich alle – auch und gerade die Eltern! – halten können. Denn nur dann können Kinder auch die wunderbare Kunst des Durchwurstelns und Improvisierens entwickeln.

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Bleiben Sie auf Augenhöhe

Eltern wissen vieles besser als ihre halbwüchsigen Kinder. Aber das ist kein Argument, sich bei Konflikten über sie zu stellen und sie zu bevormunden. Ebenso verkehrt ist es, wenn sich Eltern in eine Opferrolle begeben: «Ich tu alles für dich, und du bist so undankbar!» Jugendliche fühlen sich ernst genommen, wenn man mit ihnen als gleichberechtigte Partner in einem sachlichen Ton argumentiert.

Lassen Sie Streit zu

Jugendliche streiten sich untereinander, sie streiten sich mit ihren Eltern, Geschwistern und Lehrern. Das ist normal. Streit ist für ihre persönliche Entwicklung und Reife ebenso wichtig wie Essen und ein regelmässiger Schulbesuch. Die Grenze ist dann zu ziehen, wenn beim Streiten Gewaltanwendung ins Spiel kommt – aber das sollte längst vor der Pubertät im familiären Wertesystem verankert sein.

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