Wer nicht verheiratet ist, erbt nichts von seinem Lebenspartner. Es sei denn, dieser hat in seinem Testament dafür gesorgt. An diesem Grundsatz wird sich auch durch die geplante Revision des Erbrechts nichts ändern. Immerhin sollen sich Konkubinatspaare in Zukunft gegenseitig einen grösseren Erbanteil vermachen können als bisher. Denn der Pflichtteil von Kindern und Ehegatten soll reduziert werden, jener der Eltern gar ganz wegfallen.

Doch ein gesetzliches Erbrecht für unverheiratete Partner wird es auch künftig nicht geben. Stattdessen schlägt die Revision ein sogenanntes Unterhaltsvermächtnis vor. Damit könnten unverheiratete Witwen und Witwer einen Teil des Nachlasses oder eine Rente von den Erben verlangen – um damit einen angemessenen Lebensunterhalt sicherzustellen. Gelten würde das unter zwei Voraussetzungen: Das Paar hatte eine mindestens dreijährige feste Beziehung, und der oder die Hinterbliebene kommt wegen des Todesfalls in finanzielle Not.