Thomas Dörflinger ist empört. «Berechnungen zufolge erhält ein Grenzgänger mit drei Kindern und einem nicht berufstätigen Ehepartner nach 30 Beitragsjahren statt wie bisher 2100 Franken nur noch 1400 Franken Rente», klagte der CDU-Abgeordnete im Deutschen Bundestag.

Rund 160'000 Personen wohnen im angrenzenden Ausland und arbeiten in der Schweiz. Ehepaare konnten bisher von der 1,5fachen Altersrente profitieren. Doch mit der zehnten AHV-Revision wurde die Paarrente durch zwei Einzelrenten ersetzt. Pech für jene, deren Partner nie in der Schweiz versichert war: Grenzgängerpaare mit Jahrgang 1942 und jünger können nur noch mit einer Einfachrente rechnen.

Thomas Dörflinger verlangte von der Regierung Schröder, sie müsse Druck auf die Schweiz machen – oder die Lücken in der Altersrente aus dem eigenen Sack stopfen. Beides lehnt die Bundesregierung ab. Jetzt will Dörflinger mit Betroffenen in Italien, Frankreich und Österreich Kontakt aufnehmen, um «über das weitere Vorgehen zu beraten».

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