
Veröffentlicht am 7. September 2026 - 05:00 Uhr

Eine Kündigung um die 60 ist schon hart genug. Umso wichtiger ist es daher, sich an diesem Punkt Gedanken um das Altersguthaben zu machen.
Befürchtet hatte sie es, trotzdem war es ein Schock, als Silvia Zemp ins Chefbüro gerufen wurde – und die Kündigung erhielt. «Meine Arbeit war tadellos, die Beurteilungen einwandfrei, und weitergebildet hatte ich mich auch», sagt die 61-jährige Innerschweizerin, die in Wirklichkeit anders heisst. Aber ihre Arbeitgeberin, eine IT-Zulieferfirma, hatte die wichtigste Kundin verloren: die Credit Suisse. Drei Monate Kündigungsfrist, kein Sozialplan, keine Abfindung, nichts. Nach 16 Jahren Einsatz.
Silvia Zemp ist eine einzelne Betroffene, ein Einzelfall ist sie aber nicht. Das Wort Fachkräftemangel wird abgelöst von Schlagzeilen, wonach die künstliche Intelligenz Jobs wegrafft. UBS, der fusionierte Versicherungskonzern Helvetia Baloise, Novartis, die Liste der Entlassungen geht weiter.