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Profitline: Mit Spesen nichts gewesen

Der Transfer der Fonds auf eine andere Bank ist dank der Intervention des Beobachters spesenfrei.

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Rückzug in Raten. Mitte März teilte die Rentenanstalt/Swisslife ihren Kunden per Rundschreiben mit, dass der Direktvertrieb der Fondsvertreiberin Profitline eingestellt werde, Einzahlungen aber weiter möglich seien – auch in den Kinderfonds Junior. Nur Neuabschlüsse könnten nicht mehr getätigt werden.

Am 10. April folgte der nächste Schlag: Die AIG Privat Bank AG in Zürich übernehme die Profitline-Fondskonti, infomierte der Versicherungsriese und lieferte gleich eine neue Gebührenliste mit. Wer mit dem spesenfreien Übertrag an die AIG einverstanden sei, müsse nichts unternehmen. Bei allen anderen erwarte man bis 15. Mai entsprechende Instruktionen.

Ungerechte Kosten. Roland Ettlin aus dem Kanton Zug wollte es genauer wissen. Auf Anfrage erfuhr er, dass pro Titeltransfer zu einer anderen Bank 150 Franken Gebühren erhoben würden. Das wäre ihn auf 1350 Franken zu stehen gekommen. Wie viele andere Profitline-Kunden beklagte er sich beim Beobachter-Beratungszentrum über die happigen Spesen.

Nach einer Intervention des Beobachters krebste die Rentenanstalt/Swisslife schliesslich zurück: Der Transfer der Fonds zu einer anderen Bank nach eigener Wahl ist nun spesenfrei.

Veröffentlicht am 28. April 2003